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Energie und Nachhaltigkeit: Gmunder Papierfabrik als internationaler Vorreiter

Von Steffen Greschner

30 % weniger Wasserverbrauch bei der Papierherstellung, 71 % des Stromverbrauches aus eigener Herstellung, Vermeidung von 82 % des anfallenden Mülls.

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Diese Zahlen sind ein Indiz dafür, dass Nachhaltigkeit bei der Büttenpapierfabrik Gmund ein gelebter Teil der Unternehmenskultur ist.

Im Rahmen eines SMG-Branchentreffens zum Thema Energie und Nachhaltigkeit stellte der frühere Entwickler der Tempo-Taschentücher Dr. Horst Reineimer Möglichkeiten vor, wie bei der Produktion von Papier bzw. der Weiterverarbeitung in der Druckerei große Energieeinsparungen erreicht werden können.

Peter Haberzettl, Vorstand der Bürgerstiftung Energiewende Oberland zeigte einerseits die Möglichkeiten aber auch die Grenzen regenerativer Stromgewinnung im Oberland auf. Gerade im Hinblick auf den Stromertrag aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus der Biomasse und der Solarenergie, habe der Landkreis Miesbach noch viel „Luft nach oben“. Diese Potenziale könnten auch von den heimischen Unternehmen noch besser genutzt werden.

Die Papierfabrik Gmund ist in diesem Bereich bereits auf einem sehr guten Weg. Verglichen mit der Konkurrenz beispielsweise aus Italien kann Gmund gar als Vorreiter angesehen werden. Beispielsweise wird das gereinigte Wasser bis zu sieben Mal während des Produktionsprozesses verwendet und in einem aufwändigen Prozess gereinigt und entfärbt, bevor es in der Kläranlage Mangfallabwärts wieder zu Trinkwasser aufbereitet wird. Bereits seit 1965 leitet die Druckerei keine Abwässer mehr in die Mangfall ein. Heute eine Selbstverständligkeit, stieß die Vorgehensweise damals auf wenig Verständnis.

„Unsere Nachhaltigkeitsstrategie basiert im Wesentlichen auf den vier Säulen Wasser, Rohstoffe, Abfall und Energie. Mit dem von uns entwickelten ECO-Zertifikat haben wir sogar einen eigenen Umweltstandard schaffen können und bürgen damit für ein umweltfreundliches Produkt aus Gmund“, fasst Geschäftsführer Florian Kohler die Strategie zusammen.

Bei einem Firmenrundgang in der Papierfabrik konnten sich die Teilnehmer des SMG-Branchentreffens von der Produktionsweise in der Praxis überzeugen.


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