Energieautarker Landkreis

E-Werk Tegernsee nimmt preisgekrönte „DIVE-Turbine“ ans Netz

Von Martin

Für 520.000 Euro ist in den letzten Monaten am Weissachwerk in Kreuth ein Wasserkraftwerk entstanden. Energieeffizient und Geräuscharm. Dazu gab`s oben drauf noch eine ökologisch verträgliche Fischtreppe.

Die Gesamtinvestition finanziert zu 100% die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, die so ihren „betriebswirtschaftlich gerechtfertigten Beitrag“ für eine zukunftsweisende Energiepolitik des Tegernseer Tals leistet.

Technische Informationen über die „Dive-Turbine“ und viele interessante Infos über das E-Werk (4,8MB pdf-Datei)

CSU interne E-Werk Betriebsgeländebesichtigung

„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Mit diesen biblischen Worten begrüßte Landrat und CSU-Kreisvorsitzenden Jakob Kreidl seine Parteikollegen – die  Alexander Radwan, Mitglied des Landtags, Kreisrat Josef Bichler und die Tal Bürgermeister Josef Bierschneider (Kreuth), Georg von Preysing (Gmund), Peter Friedrich Sieben, Vorsitzender CSU-Tegernsee, und weitere Vorstände der CSU-Ortsvereine des Tegernseer Tals – sowie Martin Mihalovits von der Kreissparkasse als auch Norbert Kruschwitz, Direktor des E-Werks Tegernsee, zur parteiinternen Betriebsbesichtigung des E-Werks an der Weissach.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Turbine am Standort Rottach-Egern ist erst der „Beginn für eine Reihe weiterer Maßnahmen“ im Landkreis Miesbach, betonte Kreidl und lobte auch bereits umgesetzte Photovoltaik- und Biomasse-Projekte in der Miesbacher Region.

„Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“, so der Landrat weiter, dem durchaus bewusst ist, wie weit das Ende des Wegs – das Jahr 2035 – noch entfernt ist.

Norbert Kruschwitz übernahm dann persönlich die Führung, auf der er den CSUlern unter anderem die Schaltzentrale des E-Werks näher brachte und über die „technische Ausstattung und die hochmoderne Ausrüstung“ des E-Werk Verwaltungsgebäudes schwärmte, das deutschlandweit seines Gleichen suche.

E-Werk plant weitere Großprojekte

Kruschwitz verriet im Laufe der Besichtigung auch, dass das E-Werk Tegernsee derzeit in Verhandlungen mit der Gmunder Papierfabrik stehe und weitere zukunftsgerichtete Großinvestitionen rund um den Tegernsee plant.

Langfristiges Ziel des E-Werks ist es große Teile der Stromerzeugung über erneuerbare Energieträger sicherzustellen. Dabei will das E-Werk Tegernsee so schnell wie möglich – so weit es geht – unabhängig von externen Zulieferern werden. Egal ob die Sonne scheint, der Wind weht oder Wasser in den Flüssen und Bächen rund um den Tegernsee fließt.

Im Klinsch mit Wasserwirtschaftsamt: „Bewaffneter Spähtrupp wird reichen“

Einen Wermutstropfen hatte der Direktor des E-Werks dann doch mitgebracht. Die erst kürzlich errichtete Fischtreppe – eigentlich vom Wasserwirtschaftsamt angeregt – wird nun von selbiger Behörde in dieser Form nicht mehr vollends unterstützt. Betrübliche Konsequenz: die 220.000 Euro teure Installation liegt derzeit auf Eis.

Gewohnt hemdsärmlig machte Kruschwitz klar, wie er das Problem alsbald lösen möchte. „Ein bewaffneter Spähtrupp sollte reichen um den Klinsch mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim zu beseitigen“, so der Direktor.


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