Wiesseer Elternbeirat fordert Lösung

Ersatzklo Kindergarten

Seit knapp einem Jahr sind die WCs neben dem Spielplatz in der Hagngasse in Bad Wiessee zugesperrt. Wer an Ort und Stelle dringend pieseln musste, huschte in seiner Not aufs benachbarte Kindergarten-Klo. Dessen Elternbeirat startete daraufhin eine Unterschriftenaktion.

Seit dieses Klohäuschen in Bad Wiessee neben dem Spielplatz in der Hagngasse geschlossen ist, verrichten Leute ihre Notdurft im benachbarten Kindergarten.

Unmittelbar neben dem Spielplatz Hagngasse in Bad Wiessee befindet sich ein Toilettenhäuschen. Seit fast einem Jahr sind die Türen allerdings verschlossen. Eine Erklärung fand Wiessees Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) in der jüngsten Gemeinderatssitzung: Man habe prüfen wollen, ob Toiletten dort überhaupt nötig sind.

Stillgelegt worden sei die WC-Anlage, weil sie ein defektes Dach habe, also in keinem guten Zustand sei. Durch die Schließung habe die Gemeinde testen wollen, ob Beschwerden eingehen, um herauszufinden, ob sich eine teure Sanierung überhaupt rechne. So mussten all jene, vom Spielplatzbesucher bis hin zum Wanderer, die im vergangenen Jahr ein dringendes Bedürfnis an Ort und Stelle verspürten, in den benachbarten Kindergarten Maria Himmelfahrt ausweichen.

Das wiederum rief den Elternbeirat des Kindergartens auf den Plan. 250 Unterschriften wurden gesammelt, damit das Toilettenhäuschen wieder geöffnet wird. Die Listen hatte Initiatorin Sabine Kirchmair auch in den umliegenden Geschäften verteilt. Für sie sind die Klos nämlich in keinem so schlechten Zustand.

Kindergarten bleibt vorerst Klohäuschen für Bedürftige

Nur Gemeinderatsmitglied Florian Sareiter (CSU) unterstützte die Bitte. Bürgermeister Peter Höß hingegen wollte nicht einfach die Öffnung des Toilettenhäuschens durchwinken, ohne vorher die Kosten geprüft zu haben. Zumal auch nur eine einzige Person im letzten dreiviertel Jahr Bedarf angemeldet hätte. Er schlug vor, den Bauausschuss darüber abstimmen zu lassen, ob eine Sanierung erforderlich sei.

Sollte die Abstimmung positiv ausfallen, würde man die erforderliche Summe in Höhe von 120.000 Euro für das Haushaltsjahr 2019 einplanen. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Ingrid Versen (CSU) bekräftigte diesen Vorschlag noch, indem sie einen Vergleich zu den Ausgaben für die Winterstube zog. Allein dafür habe man 90.000 Euro verbraten, sagte sie. Man solle die Bürger ernst nehmen und die Ausgabe von 120.000 Euro deshalb nicht scheuen.


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