Erst die Pflicht, dann die Kür?

von Robin Schenkewitz

Es ist wieder soweit: Kommenden September steht in Kreuth die Wahl zum Bürgermeister an. Schon seit 18 Jahren hat dieses Amt Josef Bierschneider inne. Und auch heuer möchte der CSU-Politiker wiedergewählt werden. Im TS-Interview erklärt der 43-Jährige, was die Aufgabe für ihn so reizvoll macht und wie es um seine Ambitionen auf den Landratsposten aussieht.

Bürgermeister Josef Bierschneider will heuer wiedergewählt werden.
Bürgermeister Josef Bierschneider will heuer wiedergewählt werden.

Tegernseer Stimme: Herr Bierschneider, Sie wollen in Kreuth wieder zur Bürgermeisterwahl antreten. Warum?
Josef Bierschneider: Das ist eine sehr tolle Aufgabe die mir wahnsinnig viel Spaß macht. Generell ist das Amt des Bürgermeisters sehr vielfältig und man hat viel mit Menschen zu tun. Zudem kann man, soweit uns das möglich ist, zusammen mit dem Gemeinderat den Ort gestalten.

Was ist das Besondere daran, der Bürgermeister von Kreuth zu sein?

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Bierschneider: Kreuth ist natürlich ein landschaftlich sehr schöner Ort. Da hat man als Bürgermeister auch die Verantwortung, diese Landschaft zu erhalten. Aber wir sind auch ein Tourismus-Ort, das heißt wir müssen für Touristen attraktiv bleiben und entsprechende Angebote schaffen. Gleichzeitig muss man aber ebenso für die Bürger attraktiv bleiben und etwas für die einheimischen Familien tun.

Was hat sich denn in den 18 Jahren ihrer Amtszeit in Kreuth verändert?

Josef Bierschneider: Wir haben viele Projekte umgesetzt. So hat zum Beispiel der Kindergarten jetzt drei statt zwei Gruppen und eine zusätzliche Hortgruppe. Viel hat sich auch in der Infrastruktur getan. Wir haben ein Einheimischenprogramm umgesetzt und ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Es hat sich also einiges getan.

Und für Sie persönlich?

Die Arbeit als Bürgermeister hat sich sehr verändert. Es ist alles viel schneller geworden. Früher, als ich vor 18 Jahren angefangen habe, wurde noch vieles per Brief erledigt. Heute wird man hingegen mit E-Mails bombardiert. Das dauert, bis man sich da überhaupt einmal durchgearbeitet hat.

Gesetz den Fall Sie werden im September wiedergewählt: Was soll sich denn in Kreuth verändern?

Josef Bierschneider: Es geht nicht darum etwas zu verändern, sondern sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. So steht in den kommenden Jahren der Breitbandausbau in der Gemeinde an. Außerdem müssen Zukunftsflächen für Gewerbetreibende gefunden werden, sodass einheimische Betriebe auch erweitern können. Darüber hinaus sind wir auf der Suche nach weiteren Flächen, auf denen wir Wohnungen für Normalverdiener schaffen können.

Und warum glauben Sie, dass Sie diese Aufgaben besser bewältigen können als jemand anderes?

Josef Bierschneider: Ich denke, dass ich den vergangenen 18 Jahren eine gute Arbeit geleistet und immer ein vertrauensvolles Miteinander zu den verschiedenen Gemeinderäten gepflegt habe. Dieses Wissen und die Erfahrung kann ich einbringen. Zudem stand ich immer in einem offenen Dialog mit den Bürgern, wenn diese ein Problem hatten.

Im Jahr 2020 steht ja auch die Wahl zum Landrat an, für die auch die CSU noch einen Kandidaten sucht. Stünden Sie dafür zur Verfügung?

Josef Bierschneider: Das steht im Moment gar nicht zur Debatte. Auch bei der CSU nicht. Das wird man zu gegebener Zeit entscheiden. Für mich steht jetzt aber ganz klar die Wahl in Kreuth im Vordergrund.

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