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Erste E-Tankstelle auf Tegernseer Point

Auftanken mit Aussicht

Von Nicole Kleim

Zwei Elektro-Tankstellen gibt es bereits im Tegernseer Tal. Eine in Rottach-Egern und eine in Kreuth. Jetzt plant das E-Werk eine weitere – direkt in Tegernsee.

Die Point in Tegernsee mit Blick auf Rottach-Egern und den Wallberg / Quelle: mein-tegernsee.de
Die Point in Tegernsee mit Blick auf Rottach-Egern und den Wallberg / Quelle: mein-tegernsee.de

Einfach und kostenfrei Strom tanken – für Elektroautos ab Spätherbst mittels Schnelladung an der Zapfsäule an der Point möglich. Das Tegernseer E-Werk plant direkt in der Nähe der dortigen Trafo-Station die erste Elektro-Tankstelle in Tegernsee.

Bisher gibt es zwei öffentlich zugängliche Tankstellen im Tegernseer Tal. Eine befindet sich auf dem Wandinger Parkplatz in Rottach-Egern, die andere auf dem Parkplatz der Naturkäserei in Kreuth. Nicht öffentliche Tankmöglichkeiten gäbe es bei den Egerner Höfen, dem Seehotel Überfahrt und dem Westerhof, wie der Direktor des E-Werks, Dr. Norbert Kruschwitz, auf Anfrage mitteilt.

Woher kommt der Strom?

Der Strom für die neue Schnelllade-Tankstelle kommt direkt aus dem Netz der allgemeinen Versorgung. Zur Kompensation der Stromabnahme betreibt das E-Werk eine Fotovoltaikanlage in Tegernsee mit einer maximalen Leistung von zehn Kilowatt. Das entspricht einer Kraft von zehn Staubsaugern mit einer Saugleistung von 1.000 Watt, wenn man sie eine Stunde lang laufen lässt.

Die Schnelllade-Strom-Tankstelle kostet rund 2.400 Euro und ist nur für Elektroautos gedacht. Ein Fahrzeug kann mit 22 Kilowatt geladen werden, so Kruschwitz. Das heißt, ein handelsüblicher Elektro-BMW vom Typ i3 würde ungefähr eine Stunde benötigen, um seine vorhandenen 20 Prozent Ladekapazität auf 80 Prozent aufzustocken. Für die letzten 20 Prozent würde man typischerweise länger brauchen.

Weitere E-Tankstellen geplant

Die Stromabgaben auf dem Wandinger Parkplatz und an der Point sind dabei kostenlos, sagt Kruschwitz. Sollte sich jedoch der Energieumsatz und die Anzahl der Tankstellen weiter erhöhen, so behalte sich das E-Werk vor, die Betankung kostenpflichtig zu machen.

Wenn der Bedarf steigen sollte, wolle man darüberhinaus weitere E-Tankstellen aufzustellen, betont Kruschwitz. Zur Zukunft der E-Mobilität hat der scheidende E-Werk-Chef eine klare Meinung:

Die Zukunftsfähigkeit der E-Mobilität kann am besten aus der „überschäumenden“ Nachfrage von Staatszuschüssen für E-Fahrzeuge abgelesen werden.


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