Realschule in Gmund: Schritt für Schritt zur neuen Schule

Von Peter Posztos

Sechste Ergänzung vom 23. November / 10:55 Uhr
Es ist schon etwas her, dass sich bei der geplanten Realschule in Gmund etwas getan hat. Und das meiste läuft laut einem Bericht im Merkur im Verborgenen.

Das Landratsamt Miesbach hat sich mittlerweile auf drei Hauptbewerber eingestellt. Die endgültige Auswahl, wer denn die 20-Millionen-Euro teure Schule bauen soll, wird dann im April 2012 bekanntgegeben.

Klar ist mittlerweile, dass die neue Realschule für knapp 500 Schüler erst 2014 fertiggestellt wird und nicht bereits 2013. Der Termin war unter anderem vom Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing kommuniziert worden (siehe Video weiter unten).

Trotz allem stand das Vorhaben vor kurzem mal wieder auf der Tagesordnung des Gmunder Ortsplanungsausschusses. Wie Bauamtsleiterin Christine Lang erläutert, musste der geplante Baugrund in Finsterwald nach Norden hin erweitert werden. Der Grund: die Gebäude sollen, je nach Planung, entzerrt werden können.

Der Allwetterplatz für die Schüler wird nun auch im nördlichen Teil des Grundstücks entstehen. Dagegen bleiben der Parkplatz sowie die Zu- und Abfahrtsstelle für die Busse wie geplant im südlichen Teil.

Fünfte Anmerkung vom 14. November 2010
Der Gmunder Ortsplanungsausschuss hat auf der letzten Sitzung die Stellungnahmen aus der zweiten und letzten Runde der öffentlichen Auslegung für die neu zu erbauende Realschule Tegernseer Tal durchgenommen. Dabei sind dieses Mal nur noch wenige Stellungnahmen seitens der Behörende eingegangen.
Beispielsweise hatte die Untere Naturschutzbehörde das Schallschutzgutachten der Gemeinde überprüft und dabei festgestellt, dass die zukünftige Lärmbelastung für die Anwohner im vertretbaren Rahmen liegen wird. Somit sind weitere Lärmschutzmaßnahmen nicht nötig.

Der Bebauungsplan Realschule Tegernseer Tal wurde schlußendlich vom Gremium einstimmig angenommen und ist mit der öffentlichen Bekanntmachung rechtskräftig.

Laut von Preysing hat die Gemeinde damit ihr Soll erfüllt. Für das weitere Vorgehen ist jetzt das Landratsamt zuständig. Mitte Oktober ist die EU-weite Ausschreibung gestartet. Bis Ende November können sich Firmen nun für den Bau bewerben bzw. Ihre Angebote abgeben.

Spätestens im nächsten Jahr wird die Planung der neuen Realschule konkrete Züge annehmen um dann im Jahr 2013, und damit laut Georg von Preysing ein Jahr früher als ursprünglich geplant, in Betrieb genommen zu werden. Hier noch ein kurzes Interview mit Bürgermeister von Preysing vom 12. Oktober. Darin erklärt er wie es zu dem vorgezogenen Eröffnungstermin kam:

Vierte Anmerkung vom 04. Oktober / 12:25 Uhr mit der Überschrift „Realschule in Gmund: 2,3 Millionen Euro zusätzlich – mindestens“

„Wir sollten jetzt schon an später denken und nicht wie bei der Realschule in Holzkirchen direkt nach der Fertigstellung mit Erweiterungen beginnen.“

so Josef Bierschneider gegenüber der Tegernseer Stimme. Dem Kreuther Bürgermeister und Mitglied des Kreisausschusses ist wichtig, dass beim Bau der neuen Realschule in Gmund nicht nur die jetzige (sehr positive) Entwicklung bei den Realschülerzahlen eingeplant wird.

„Falls die Schülerzahlen auch in den nächsten Jahren weiter so steigen sollten, müssen wir bei der neuen Schule darauf vorbereitet sein. Wenn also 20 oder sogar 22 Klassen gebraucht werden, dann sollte das ohne weiteres möglich sein.“

Der Merkur hatte letzten Donnerstag darüber berichtet, dass aufgrund der gestiegenen Anmeldungen in der Wiesseer Realschule die Anzahl der Klassen in der neu zu erbauenden Realschule in Finsterwald von 14 auf 18 erhöht werden soll. Über diese Erweiterung hatte der Kreisausschuss in Miesbach beraten und sie auch einstimmig abgesegnet.

Zu den vier zusätzlichen Klassen sollen noch ein Chemie- und ein Übungssaal für den Biologie-Unterricht hinzukommen. Inklusive der größeren Schulaula und des vergrößerten Lehrer-Bereichs werden insgesamt 540 qm mehr Platz benötigt. Bedeutet Mehrkosten von gut 2,3 Millionen Euro.

Dass man daran nicht vorbeikommt, zeigen auch die sehr positiven Meldezahlen in der Realschule in Bad Wiessee. Alleine in diesem Jahr wurden 78 Kinder neu angemeldet. Die Dreizügigkeit ist somit, anders als ursprünglich geplant, bereits ab der fünften Klasse notwendig. Und die Zeichen stehen auf weiteres Wachstum.

Dritte Anmerkung vom 15. September / 09:22 Uhr
Ortsplanungsausschuss in Gmund, gestern Abend. Das große Thema: Die Behandlung der Stellungnahmen im Rahmen der ersten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans für die neue Realschule.

Insgesamt 13 Anmerkungen waren seitens der Träger öffentlicher Belange (u.a. Behörden) eingegangen. Und alle 13 mussten einzeln behandelt, sprich vorgelesen und vom Ausschuss abgesegnet, werden. Um einen Eindruck zu bekommen wer da alles „seinen Senf“ zu so einem großen Bauvorhaben gibt, hier mal eine kurze Auflistung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Landratsamt Miesbach Wasserrecht, Straßenbauamt Rosenheim, Regierung von Oberbayern, Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, Erdgas Südbayern, E-Werk Tegernsee, EON Bayern AG, Telekom, Tegernseebahn Betriebsgesellschaft….

Braucht es wirklich einen 5 Meter hohen Maschendrahtzaun?

Wirklich weltbewegendes kam allerdings nicht zusammen. Und somit wurden die meisten Einwände auch ohne große Diskussionen durch gewunken und fließen in den Bebauungsplan ein.

Von der Tegernseebahn Betriebsgesellschaft kamen allerdings einige diskussionswürdige Anmerkungen. Und die hatten nichts mit dem neuen Haltepunkt der BOB auf Höhe der Schule zu tun. Dieser ist laut Bahn übrigens prinzipiell möglich. Erste positive Gespräche zwischen den Verantwortlichen hat es bereits gegeben. Klar ist, der Haltepunkt muss auf gerader Strecke gebaut werden. Wo genau kann letztlich aber erst entschieden werden, wenn man weiß wo das Schulgebäude steht. Auf dem folgenden Plan sieht man aber, dass es da eigentlich nicht viel Spielraum gibt. In Höhe der dünneren roten Linie könnte der „Bahnhof Realschule Tegernseer Tal“ gebaut werden. Mehr Optionen gibt es eigentlich nicht.

So stellt sich die Bahn die Schutzmaßnahmen vor.

Viel interessanter als die Frage nach dem Bahnhof war für die Mitglieder des Ausschusses die von der Bahn geforderten Sicherungsmaßnahmen gegen abkürzende Schulkinder und fliegende Sportgeräte. Die sicherlich sinnvolle Prämisse der Bahn lautet dabei: Nichts darf auf die Gleis kommen und die Bahn gefährden.
Ihr Plan: Ein 2,5 bis mindestens 5 Meter hoher Maschendrahtzaun auf Höhe der Gleise und nördlich des Schulgeländes im Übergangsbereich zum Dürnbach.

„Da kommt doch ein Gefängnisgefühl auf“ so Bürgermeister von Preysing zu den Vorstellungen. Gerade der mindestens 5 Meter hohe Zaun auf Höhe des Sportplatzes störte alle Anwesenden.

Der Kompromiss sieht nun folgendermaßen aus: Die Einwände werden in den Bebauungsplan mit aufgenommen. Im Nachgang werden dann nochmal Gespräch geführt, wie man den Schutz vor Fußbällen und anderem fliegenden Gerätschaften punktuell, zum Beispiel durch ein Netz, sicherstellen kann.

Von Bürgern kamen übrigens keine Einwände. Vielleicht ja dann zur zweiten Auslegung.

Zweite Anmerkung vom 29. Juli / 00:40 Uhr
Am Dienstag Abend war es soweit. Fast parallel zur Gemeinderatssitzung in Rottach fand die Informationsveranstaltung der Gemeinde Gmund im Neureuthsaal statt.

Bei der Veranstaltung ging es um die Grundschule in Gmund, die Hauptschule und die neue Realschule. Das Interesse war relativ groß. Neben Vertretern aus den beiden Gemeinderäten Gmund und Waakirchen war Schulrat Peter Huber (zuständig für die Grund- und Hauptschulen) und die drei Direktoren der Schulen in Gmund, Rottach und Wiessee anwesend. Und das wichtigste, eine Menge Eltern und interessierter Bürger aus dem Tegernseer Tal und aus Waakirchen waren ebenfalls gekommen. Insgesamt etwa 60 Personen.

Georg von Preysing, der durch die Veranstaltung führte, zeigte sich auf alle Fälle sehr zufrieden mit dem Interesse der Bürger:

Wir wussten nicht wie groß das Interesse und der Andrang sein wird. Aber jetzt sind wir froh, dass so viele gekommen sind.
Das Ziel heute soll sein, dass Informationen direkt an die Bürger fließen und zweitens, dass von euch Anregungen oder Bedenken kommen, damit wir wissen ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Bürgermeister von Preysing bei der Eröffnungsrede.

133 Mio. Euro gibt der Landkreis in den nächsten 5 Jahren für Schulen aus

In der Veranstaltung gab es vom Bürgermeister erstmal einen Gesamteindruck über die Schulthemen und vor allem die Kosten im gesamten Landkreis Miesbach. Insgesamt 133 Mio. Euro muss der Landkreis in den nächsten 5 Jahren für die diversen Schulneubauten oder Sanierungen aufbringen. Etwa 30 Mio. kommen als Zuschuss vom Staat. Der Rest muss selbst gestemmt werden. Die Realschule Gmund ist in diesen Planungen mit etwa 25 Mio. Euro Baukosten veranschlagt. Die Gemeinde Gmund übernimmt davon 2 Mio. Euro für die Hälfte der Turnhalle. Desweiteren kommen in den nächsten Jahren 3,5 Mio. Euro für den Umbau der Grundschule hinzu. Soweit die Kostenfrage. Dann ging von Preysing auf die betroffenen Schulen im Tal ein.

Grundschule Gmund: Die Notwendigkeit zum Umbau liegt erstens an der Bevölkerungsentwicklung. Derzeit schwankt man in Gmund zwischen 2- und 3-Zügigkeit. Je nach Entwicklung der Geburtenzahlen. Denn diese pendelt zwischen 41 und 78 Kinder pro Jahr. Kommentar von Preysing:

Das liegt daran weil sich unsere Weiber nicht entscheiden können, was Sie wollen.

Zweitens wird von der Regierung und den Eltern eine Ganztagesbetreuung gewünscht. Der Geburtenentwicklung und dem Trend zur Ganztagesschule muss auch Gmund Rechnung tragen. Die genaue Ausgestaltung der Grundschulsanierung (was wird abgerissen, neugebaut, saniert) werden wir noch in einem eigenständigen Artikel beleuchten. Das wäre hier an dieser Stelle zu umfangreich.

Was man sagen kann ist, dass es noch nicht sicher ist bis wann die Sanierung der Grundschule fertiggestellt wird. „Spätestens bis zum Start des Schuljahres 2013/2014 – gerne aber auch früher“ so von Preysing. Mehr Informationen wird es dazu erst Ende des Jahres geben.

Hauptschule / Mittelschule: Langfristig sollen aus den Hauptschulen Mittelschulen werden. Das Ziel dieser Umgestaltung ist mehr praxisorientierter Unterricht und insgesamt (auch durch den M-Zug) eine Aufwertung des Abschlusses. Einen Kommentar zum bisherigen Verlauf der Hauptschule/Mittelschul-Problematik im Tegernseer Tal haben wir in diesem Artikel beschrieben.

Das Ziel ist der Verband im Verbund

Das Ziel im gesamten Tegernseer Tal muss im Interesse der Schüler die Mittelschule sein, so von Preysing. Der Weg dahin aber wird von einigen unterschiedlich gesehen. Und wenn jetzt einer dieser Wege verbaut ist, hat sich von Preysing eine Alternativlösung mit Waakirchen im Verband zusammen mit der Hauptschule Rottach im Verbund ausgedacht. Was es mit dem Verbund und dem Verband auf sich hat, wurde im Nachgang der Präsentation von Peter Huber ausführlich erklärt. Hier ein kleiner Exkurs:

Ein Schulverband ist ein Zusammenschluss von Gemeinden die auf ein Gebäude / eine Schule zugreifen. Beim Schulverbund geht es dagegen eher um inhaltliche Themen. Ein Verbund verschiedener Gemeinden kann z.B. gemeinsam versuchen die Kritierien einer Mittelschule zu erfüllen.

Der Beschluss aus Gmund ist auf alle Fälle eindeutig und einstimmig: Es wird der skizzierte Verbund / Verband angestrebt. Eine Alternativlösung mit Holzkirchen oder Miesbach im Verbund wird aufgrund der langen Fahrwege für die Schüler nicht in betracht gezogen.

Realschule Gmund:
Es gibt einen unumstößlichen Landkreisbeschluss. Die Realschule wird in Gmund gebaut. Bis dahin ist sie zwar in Bad Wiessee stationiert. Aber das ist nur eine vorübergehende Lösung. Zukünftig wird die Realschule 3-zügig. Und so wird auch das Gebäude geplant. Die ersten Pläne haben wir im ursprünglichen Artikel weiter unten veröffentlicht. Die Fertigstellung der neuen Realschule ist zum Schuljahresbeginn 2013/2014 geplant.

Ganztagesschule – Fragen – Antworten – Fazit

Nach dieser ausführlichen Vorstellung der einzelnen Schulen und deren Herausforderungen gab es ausführlichere Informationen zur Ganztagesthematik in der Gmunder Grundschule. Unter anderem stellte Gudrun Klotzsche (Rektorin Grundschule) die Vor- und Nachteile dieses Konzeptes vor.

Danach ging es noch ein wenig weiter mit Fragen und Anregungen. Das meiste war aber schon von der Präsentation und den Expertenaussagen ausreichend geklärt. Was bleibt ist eine interessante Veranstaltung mit vielen Informationen zu einem Thema, dass viele tangiert und somit auch interessiert.

Wir meinen: So bindet man die Bürger in politische Entscheidungen ein und gibt Ihnen das Gefühl, dass Sie mit Ihren Fragen nicht alleine gelassen werden. Das Tegernseer Tal könnte mehr davon gebrauchen.

Der Neureuthsaal in Gmund. Während der Veranstaltung waren dann alle Plätze belegt.

Anmerkung vom 26. Juli / 09:40 Uhr
Das Schulthema bewegt Verantwortliche und Eltern. Und da die Gemeinde Gmund nicht in die gleichen Probleme reinlaufen möchte wie Rottach-Egern, hat man sich entschlossen für die Bürger eine Info-Veranstaltung abzuhalten. Diese findet am morgigen Dienstag, 27. Juli, ab 20 Uhr im Neureuthsaal in Gmund statt. Alle derzeit aktuellen Schulthemen, wie Realschule. Turnhalle, Hauptschule / Mittelschule und Grundschulumbau werden dabei diskutiert.
Also wer an der Diskussion teilnehmen möchte oder sich auch nur mal informieren will, ist morgen herzlich eingeladen. Die Initiatoren, allen voran der Bürgermeister Georg von Preysing, hoffen auf rege Beteiligung.

Ursprünglicher Artikel vom 24. Juli:
Das Thema Schule wurde ja auf der letzten Gemeinderatssitzung relativ ausführlich diskutiert. Ein Teil der Diskussion drehte sich um die Realschule und sogenannte Sonderwünsche der Gemeinde Gmund. So zumindest stand es auf der Tagesordnung. In der Sitzung wurde dann klar, es geht einerseits um die Tribüne der neuen Turnhalle und deren zu erwartenden Kosten. Und andererseits um den grundsätzlichen Bebauungsplan für die Realschule.

Fangen wir mit dem zweiten Punkt, dem Bebauungsplan, an. Die schiere Größe ist schon beeindruckend. Aber es ist ja auch eine große Schule, die laut Bürgermeinster von Preysing mit aller Wahrscheinlichkeit 3-zügig sein wird. Und dazu noch eine 3-fach Turnhalle. Insgesamt entstehen in Finsterwald knapp 11.000 Quadratmeter Fläche. Davon 3.800 qm für die Turnhalle und 6.300 qm für das Schulgebäude. Das Gebäude hat übrigens eine Höhe von 14 Metern.

Hier die Pläne so wie sie vorgestellt wurden:

Die Schule und die Sporthalle werden sich im großen weißen und blauumrandeten Bereich - neben den Sportplätzen (hellgelb) befinden.

Der Bebauungsplan wurde auch nicht sehr groß diskutiert sondern einstimmig durchgewunken.

Die Tribüne wurde ausführlichst diskutiert

So wenig beim Bebauungsplan diskutiert wurde, so ausführlicheren Redebedarf hatten die Mitglieder des Gemeinderates beim zweiten Punkt, der Tribüne der neuen Turnhalle.

Zuerst stellte von Preysing die Varianten und deren voraussichtliche Kosten vor. Und dass die Kosten das entscheidende Argument sind, wurde klar, als von Preysing in Erinnerung rief, dass sich die Gemeinde Gmund an den Gesamtkosten der neuen Turnhalle (voraussichtlich 4 Mio. Euro) zur Hälfte beteiligen muss. Der Grund für die Beteiligung: Gmund darf die Halle auch außerhalb der Schulzeiten komplett eigenständig für Veranstaltungen, Turniere etc. nutzen.

Hier ganz kurz die Alternativen so wie sie von Preysing vorgestellt hat:

1. Feste Tribüne: Für ca. 300-400 Zuschauer. Baukosten von 1.000.000 Euro.

2. Mobile Tribüne: Ausfahrbar. Für ca. 300-400 Zuschauer. Baukosten voraussichtlich 600.000 Euro.

3. Verbreitung Ganggallerie: 3- bis 4-reihige Verbreiterung. Für ca. 300-400 Zuschauer. Baukosten 500.000 Euro.

4. Verbreitung Ganggallerie: 1 Reihe. Für ca. 50-100 Zuschauer. Baukosten von 140.000 Euro.

Die grundsätzlichen Fragen, die danach diskutiert wurden, waren „Wollen wir uns die Problematik mit der bayerischen Versammlungsstättenverordnung (das Gesetz greift ab 200 Zuschauern) antun“ und vor allem „Wie wahrscheinlich ist eine ausreichende Auslastung einer großen Tribüne“?

Einige Gemeinderäte waren pro große Tribüne:

„Wenn man es einmal macht, sollte man es richtig machen“ (Christine Zierer, FWG)

„Wir haben jetzt eine einmalige Chance die Infrastruktur zu verbessern. Wir sollten jetzt nach vorne schauen und die Chance ergreifen.“ (Anton Grafwallner, FWG)

Andere wiederrum gegen eine große Lösung:

„Wir brauchen keine große Tribüne. Wir haben das Geld nicht. Und ich bitte den Gemeinderat, wie auch in der Vergangenheit, auf das Geld zu achten. Und nicht einfach ins blaue hinein eine große Lösung zu beschließen.“
(Wolfgang Rzehak, Bündnis90/Grüne)

„Die Investitionen in den nächsten Jahren sind enorm. Nutzen wir die Tribüne wirklich so oft, dass wir die Ausgaben begründen können?“ (Georg von Preysing, CSU)

Die Frage nach der Nutzung wurde bei der Abstimmung mit einem knappen Nein beantwortet. Der Punkt mit dem Geld eigentlich auch. Denn Variante 1 und 3 wurden einstimmig abgelehnt. Für Variante 2 (mobile Lösung / 600 TSD Euro) waren 8 Gemeinderäte. Und für die günstigste und kleinste Lösung, die Variante 4, haben sich am Ende 13 Gemeinderäte ausgesprochen.

Die Vernunft hatte gesiegt. Die Perspektive verloren.


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