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Landratsamt rechtfertigt neues Catering für Tegernseer Asylbewerber

Essenspakete statt Mensa

Von Christopher Horn

Seit einigen Tagen werden die Asylbewerber in der Tegernseer Turnhalle von einem neuen Caterer versorgt. Bislang hatte das die Mensa des Tegernseer Gymnasiums übernommen. Das Landratsamt Miesbach rechtfertigt nun die Entscheidung zugunsten des „Alten Wirts“ in Weyarn, macht der Mensa aber auch noch mal Hoffnung.

Bislang wurden die Tegernseer Asylbewerber im der Mensa des Gymnasiums verpflegt.
Bislang wurden die Tegernseer Asylbewerber in der Mensa des Gymnasiums verpflegt. Nun übernimmt erstmal der „Alte Wirt“ in Weyarn.

„Wir hätten gerne weitergemacht, uns hat das hier großen Spaß gemacht“, betonte der Koch der Tegernseer Mensa, Rolf Ziesing, am Freitag. Für ihn war die Versorgung der Asylbewerber eine Herzensangelegenheit. Trotzdem hat das Landratsamt den Auftrag zur Versorgung der Flüchtlinge nun vorübergehend den Verantwortlichen des Alten Wirts in Weyarn übertragen.

„Wichtigstes Ziel für uns war die Sicherstellung der Versorgung, speziell zu den bevorstehenden Feiertagen“, erklärt der Sprecher des Landratsamts, Gerhard Brandl. Das kann die Tegernseer Mensa allerdings nicht leisten. Auch an den Wochenenden ist die Mensa im Tegernseer Gymnasium geschlossen.

Ziesing hat daher künftig eine Art Arbeitsteilung vorgeschlagen. Der Alte Wirt versorgt die Flüchtlinge an den Wochenenden und an Feiertagen, die Tegernseer Mensa an Werktagen. „Wenn das Landratsamt sagt, ich soll durchgängig liefern, mache ich das gerne. Ich will helfen. Ich bin aber auch gesprächsbereit, wenn es eine andere, für die Asylbewerber bessere Lösung gibt“, erklärt Dirk Meyer vom Alten Wirt in Weyarn.

Neue Gespräche Anfang des Jahres

Anfang des neuen Jahres soll es nun noch mal Gespräche zwischen allen Beteiligten, den Betreibern der Tegernseer Mensa, Dirk Meyer vom Hotel Alter Wirt und dem Landratsamt Miesbach geben. Man werde versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden, erklärt der Sprecher des Landratsamts, Gerhard Brandl.

In den nächsten Wochen erhalten die Flüchtlinge zunächst ihre Essenspakete. Auch auf religiöse Vorgaben und Gewohnheiten der verschiedenen Flüchtlinge wollen die Verantwortlichen weiterhin achten. So dürfen einige der Flüchtlinge kein Fleisch oder keinen Fisch essen, oder nur manche Sorten. 

„Bis jetzt ist uns nur ein Fall bekannt, bei dem das ausgehändigte Essenspaket unberührt zurückgegeben wurde. Auch dazu fanden zwischen den Verantwortlichen Gespräche statt, welche speziellen Essen verabreicht werden sollten“, so Brandl abschließend.


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