„Ich vertraue bei der Beurteilung dieser Situation voll und ganz auf das medizinische Knowhow der Ärzte unseres Gesundheitsamtes“, versichert der Landrat Wolfgang Rzehak in einer Mitteilung. Bei dieser Situation handelt es sich um eine Fahndung nach einem 22-jährigen Flüchtling aus Eritrea, der dringend medizinisch untersucht werden muss.
Dieser wurde bei seiner Ankunft im Dezember 2015 nach den gesetzlichen Vorgaben in München untersucht. Der Brustkorb des jungen Mannes wurde aufgrund eines Verdachts auf eine Infektion geröntgt. Da es keinen eindeutigen Befund gab und weitere Untersuchungen keine infektiöse Krankheit bestätigten, wurde er nach Tegernsee in die Turnhalle verlegt.
Aufenthaltsort des Flüchtlings nicht bekannt
Im Januar forderte das Gesundheitsamt Miesbach den Mann mehrfach dazu auf, zu einer Untersuchung und zur Beobachtung zu erscheinen. Doch der Flüchtling tauchte nicht auf. Die Behörden wissen nicht, wo er sich aufhält: „Er hat die Leistungen bisher nicht in Anspruch genommen, sprich er war bereits im Januar bei der Geldauszahlung nicht da“, so Pressesprecher des Landratsamts Miesbach Birger Nemitz.
Das Landratsamt informierte die Bundespolizei. Der Asylbewerber sei zwar laut den Ärzten des Gesundheitsamtes nicht infektiös, dennoch wurde eine Fahndung nach ihm eingeleitet. Sein Gesundheitszustand soll dringend untersucht werden, um eine potentielle Gesundheitsgefährdung für ihn selbst auszuschließen. Rzehak erklärt:
Zwar könnte von Manchem unsere Informationsvermittlung als übertrieben kritisiert werden, aber mir ist sehr wichtig, dass die Öffentlichkeit hier mit größtmöglicher Transparenz informiert wird.
Sollte der Mann von der Polizei verhaftet oder bei der Kasse, dem Sicherheitsdienst, dem Landratsamt Miesbach oder der Stadt Tegernsee vorstellig werden, könnte eine Untersuchung auch unter Zwang vorgenommen werden.
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