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Bundeswehrübung im Landkreis Miesbach

Feuer frei in Holzkirchen

Von Robin Schenkewitz

Ende des Monats erinnern Teile des Landkreises an ein Kriegsgebiet. Im Rahmen einer Abschlussübung rückt die Bundeswehr mit Hubschraubern und Nebelgranaten an. Die Truppen müssen sich dabei auf unwegsames Gelände und „Feindkontakt“ einstellen. Die Bevölkerung soll sich während der Übung von den Soldaten und Sprengstoffen fernhalten.

Der Raum Holzkirchen wird ab 30. November Schauplatz einer Bundeswehrübung. Bild picture alliance/ dpa Peter Steffen
Der Raum Holzkirchen wird ab 30. November Schauplatz einer Bundeswehrübung. Bild picture alliance/ dpa Peter Steffen

Begegnung der gefährlichen Art: Zwischen dem 30. November und dem 4. Dezember müssen sich die Einwohner der Gemeinden Otterfing, Holzkirchen, Valley, Weyarn, Warngau, Waakirchen, Gmund, Irschenberg und Miesbach auf ein Zusammentreffen mit den Soldaten der Bundeswehr einstellen.

Gefechtsimulation und Feinddarstellung

Im Rahmen einer Abschlussübung des „Ausbildungszentrums Spezielle Operationen“ in Pullendorf werden in dieser Zeit rund 100 Soldaten an einer Gefechtsübung im Landkreis teilnehmen. Laut Auskunft von Oberstleutnant Carsten Spiering, werden die Soldaten dabei über freiem Gelände mit dem Fallschirm abgesetzt. Von ihrem Landepunkt aus müssen die Truppen dann an einen definierten Treffpunkt gelangen.

„Panzer werden an der Übung nicht beteiligt“, versichert der Pressesprecher der Bundeswehr für den Bereich Bayern. Das schwerste Fahrzeug sei ein rund sieben Tonnen schweres Transportfahrzeug, mit dem Materialien trasportiert werden sollen, beruhigt Spiering.

Neben den Einsatztruppen sind noch zwei Hubschrauber sowie ein Flugzeug an dem Einsatz beteiligt. Eine Eingrenzung des genauen Einsatzgebiets sei daher schwierig, da die Luftfahrzeuge ein weites Gebiet überfliegen werden, erklärt Spiering. Zur Gefechtssimulation und der Feinddarstellung werden zudem Rauch- und Nebelgranaten eingesetzt, weiß der Experte.

Erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung

„Diese sind für die Bevölkerung aber nicht gefährlich“, stellt Spiering klar. Man müsse sich nur darauf einstellen, dass es ab und zu knalle und Rauch aufsteige, so Spiering. Dennoch bittet das Militär sich von den Einrichtungen der übenden Truppen, sowie eventuell liegengebliebenen Sprengmitteln fernzuhalten. Das Auflesen und Aneignen der Sprengmittel sei strafbar, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Der Fund muss sofort der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden.

Ebenso bitten die Verantwortlichen die Jäger im Landkreis um erhöhte Aufmerksamkeit während der Übung. Nicht nur, dass die Ausübung der Jagd durch das Manöver beeinträchtigt werden könnte. Auch die Manöverteilnehmer könnten durch die Unachtsamkeit eines Jägers in Gefahr geraten.

Sollte durch das Manöver ein Schaden entstanden sein, ist dieser innerhalb eines Monats bei der Gemeinde zu melden. Einwendungen oder Beschwerden gegen die Übung können im Landratsamt Miesbach unter 08025 704 2422 bei Frau Löffler eingereicht werden.

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