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Neue Entwicklung in Tegernsee

Flüchtlinge im Bastenhaus: Bald beginnt der Umbau

Seit März letzten Jahres sind die Flüchtlingzahlen im Landkreis stetig zurückgegangen. In den Talgemeinden hat sich die Anzahl der Flüchtlinge inzwischen weitestgehend eingependelt. Doch nun steht fest: im Tegernseer Bastenhaus ziehen sicher bis zu 60 Asylbewerber ein.

Seit Leerstand des Bastenhaus sind über 200.000 Euro an Pacht angefallen / Archivbild

Mit Stand vom 31. März 2017 lebten im Landkreis noch 897 Flüchtlinge. Diese Zahl hatte sich bis Ende September auf 820 reduziert und lag zum Ende des Jahres bei 775. Leicht angestiegen ist dagegen die Zahl der anerkannten, bleibeberechtigten Asylbewerber. Waren es im März und April vergangenen Jahres noch 199, so stieg die Zahl im Mai zunächst auf 210 und im Juni auf 222 an. Diese Zahl hatte sich bis Ende des Jahres auf 212 Asylbewerber eigependelt.

In Tegernsee waren zuletzt 16 Asylbewerber untergebracht. Diese Zahl ist auch in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres konstant geblieben. Nur im Dezember kam noch einer dazu. Die meisten Asylbewerber sind in Gemeindewohnungen untergebracht. Davon besitzt die Stadt 140.

Umbau am Bastenhaus soll bald beginnen

Dass sich diese Zahl im Laufe des Jahres deutlich erhöhen könnte, ist auch dem Stadtrat bewusst. Denn das Landratsamt plant im ehemaligen Hotel Bastenhaus, für das die Behörde seit eineinhalb Jahren Miete zahlt, bald bis zu 60 Asylbewerber unterzubringen. So mussten sich die Tegernseer am vergangenen Dienstag mit dem Antrag auf Nutzungsänderung für das Gebäude auseinandersetzen.

Der Zustimmung gingen ein paar Wortmeldungen voraus. So erklärte Thomas Mandl von der SPD, dass nicht die Flüchtlinge Schuld seien an der langen Verhandlung, sondern die Sorge des Stadtrates, dass der Eigentümer nach dem Ablauf der Pacht das Haus als Wohnanlage nutzen könnte. Die Stadt möchte, das haben die Verantwortlichen immer wieder betont, das Bastenhaus langfristig als Hotel erhalten.

Bis zum 31. Mai 2026 darf das Landratsamt das Haus nun als Flüchtlingsheim betreiben. Doch bis es soweit ist, sind umfangreiche Baumaßnahmen nötig. Geplant sind neue Gemeinschafts- und Wohnräume. Für den Brandschutz ist eine Fluchttreppe nötig. Den Aufwand für die Umbauarbeiten schätzt die Behörde auf 80.000 Euro. Weitere 300.000 Euro dürfte der Brandschutz verschlingen. Dazu kommt die Pacht, die das Landratsamt schon länger für das leere Gebäude zahlt: bisher rund 210.000 Euro.

Einzug steht weiter in den Sternen

Daher will nun das Landratsamt so schnell wie möglich mit dem Umbau beginnen. Doch vorher soll alles noch ausgeschrieben werden. Dass das nicht so einfach ist, betonte bereits im vergangenen Jahr der Sprecher des Landratsamts. Auf Nachfrage erklärte Birger Nemitz, dass „momentan die Auftragsbücher der Unternehmen sehr voll sind“. Doch man hoffe, die Arbeiten im Laufe von 2018 abschließen zu können.

Wann es dann los geht mit dem Flüchtlingsheim und der Unterbringung von bis zu 60 Asylbewerbern, ist noch völlig offen. Zu einem Termin hat sich die Behörde noch nicht geäußert.


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