Ab Mitte Juni müssen Wanderer ausweichen
Fockensteinweg wird saniert

von Nina Häußinger

2018 kam es zu einem Streit zwischen Gemeinde und Landwirten in Wiessee. Der Grund: Die Gemeinde wollte nicht mehr für einen Weg bezahlen. Nachdem eine Einigung gefunden wurde, startet nun die Sanierung. Das dürfte vor allem Wanderer betreffen.

Der Weg zum Fockenstein wird saniert. / Quelle: Archiv

Es war ein großer Disput, den die Gemeinde 2018 mit den Wiesseer Landwirten ausdiskutieren musste. Im Januar 2018 hatte die Gemeinde ohne Vorwarnung eine seit 1999 bestehende Vereinbarung gekündigt. Darin war festgehalten, dass Bad Wiessee den Unterhalt für den Fockensteinweg übernimmt. Kleinere Reparaturen hat der Bauhof übernommen. Die Kosten wurden dann unter den rund 27 Anliegern aufgeteilt.

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Nach der Kündigung drohten fünf Grundstücksbesitzer mit der Sperrung ihrer Wiesen für Loipen. (August Höß (Manglhof), Korbinian Knabl (Fischerhof), Gemeinderat Georg Erlacher (Scheuerhof), Hubert Maier (Schustermannhof) und Alois Fichtner (Oberreiterhof)).

Nach zahlreichen Gesprächen, bei denen auch TTT-Chef Christian Kausch mitgewirkt hatte, konnte man sich doch auf eine Lösung einigen. Die Gemeinde wird nun auch künftig 3000 Euro pro Jahr als Entgelt für die Nutzung der Rodelbahn beisteuern und die Kasse führen.

Fockensteinweg ab Mitte Juni teils gesperrt

Für den Wegebau selbst sind weiterhin die Landwirte zuständig. Und für die Sanierung und Reparaturen gibt es nun einen Zeitplan, wie Georg Erlacher (CSU) in der gestrigen Gemeinderatssitzung verkündete.

„Nach langem Ringen, steht die Sanierung kurz bevor.“ Starten wolle man Mitte Juni. „Wir bitten die Bürger jetzt schon um Verständnis“, so Erlacher. Der Weg wird für ein bis eineinhalb Monate gesperrt oder nur bedingt nutzbar sein. Dann müssen Wanderer über den Parkplatz am Zeiselbach ausweichen.

„Ich bin dankbar, dass wir die Kuh vom Eis gekriegt haben“, sagt Erlacher. Der momentane Zustand des Weges sei gefährlich und es sei höchste Eisenbahn, dass hier was passiert. „Ich hoffe, dass wir in Zukunft Ruhe haben mit dem Weg“, so Erlacher abschließend.


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