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Nach Loipen-Zwist in Bad Wiessee

Fockensteinweg: Jetzt lenkt Gemeinde ein

Nachdem der Loipenbetrieb in Bad Wiessee gerettet ist, bleibt die Frage: Wie haben sich die fünf Landwirte mit der Gemeinde beim Thema „Fockenstein-Bergweg“ geeinigt?

Die Loipensperrung ist vom Tisch – die Kündigung der Vereinbarung zum Fockenstein-Bergweg auch? / Archivbild TTT

Am 12. Oktober erhielt die Gemeinde Bad Wiessee ein Schreiben, in dem fünf Landwirte die Bereitstellung ihrer landwirtschaftlichen Flächen für den Loipenbetrieb in der kommenden Saison aufkündigten (wir berichteten). Anlass dafür war wiederum eine von der Gemeinde zuvor aufgekündigte, seit Jahren bestehende Vereinbarung zum „Fockenstein-Bergwerg“.

Laut dieser Vereinbarung war die Gemeinde verpflichtet, für den Unterhalt und die Pflege dieses Wanderwegs aufzukommen. Kleinere Reparaturen hatte der Bauhof übernommen. Ohne Vorwarnung hatte die Gemeinde diese Vereinbarung nun im Januar dieses Jahres gekündigt. Georg Erlacher, einer der Landwirte, war darüber ebenso überrascht wie die restlichen Anlieger.

Gemeinde muss schnell handeln

Als Begründung gab die Gemeinde an, die Bewirtschaftung deshalb nicht mehr machen zu wollen, weil sie keinen Grundbesitz am Weg habe. Die Landwirte suchten das Gespräch mit der Gemeinde. Diese wiederum spielte den Ball zurück und bat die Anlieger, selbst nach einer Lösung zu suchen. Für die Betroffenen ein No-Go. Der Weg werde sowohl von Wanderern als auch von Radfahrern touristisch genutzt, so argumentierten sie, weshalb die Gemeinde ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten sollte. Außerdem kassiere sie ja die Parkgebühren, von denen “noch kein einziger Euro angekommen” sei.

Als Druckmittel entschieden sich die Landwirte dann heuer ihr Wiesen nicht mehr für Loipen zur Verfügung zu stellen. Der Loipen-Zwist wurde bei der Sitzung des Wiesseer Gemeinderats am 14. November thematisiert. Kurt Sareiter drängte darauf, baldmöglichst das Gespräch mit den Landwirten zu führen. Unternehme die Gemeinde nichts, so Sareiter, werde die CSU initiativ.

Gemeinsamer Vorschlag zum Fockenstein-Bergweg erarbeitet

Zwei Tage später zogen die Landwirte auf einmal ihre Kündigung zurück. „Auch wir Landwirte sind Vermieter“, hieß es in einer Pressemitteilung. Keinesfalls habe man mit der Kündigung der Langlaufloipen Gäste verprellen oder jemandem Schaden wollen. Zu diesem Schritt habe man sich nach „zahlreichen, sehr konstruktiven Gesprächen“ mit TTT-Chef Christian Kausch entschlossen.

Nach Aufhebung der Loipensperrung blieb eine Frage offen: Wie geht es mit dem Fockenstein-Bergweg weiter? Gestern nun trafen sich die Landwirte mit Vertretern der Gemeinde zu einem abschließenden Gespräch. Vereinbart wurde, dass allein die Gemeinde eine Stellungnahme dazu abgibt. Auf Nachfrage bei Geschäftsleiter Hilmar Danzinger gibt dieser zu verstehen, dass man „einvernehmlich einen gemeinsamen Vorschlag“ erarbeitet habe.

Am 13. Dezember weiß man mehr

Wie dieser konkret ausssieht, soll in der Gemeinderatssitzung am 13. Dezember dargelegt, und dem Gremium dann zur Abstimmung vorgelegt werden. Zumindest soviel verrät er: Die Gemeinde werde „womöglich weiterhin beim Fockenstein-Bergweg involviert sein.“ Wie berichtet hatte die Gemeinde den betroffenen Anliegern zur Auflage gemacht, einen Wege-Ausschuss zu gründen.

Deren einziger Wunsch bestand darin, dass die Gemeinde bei der Abrechnung behilflich ist. Denn von den Betroffenen will sich keiner den Schuh anziehen und privat haften müssen. Ob die Gemeinde nun weiterhin für die Unterhaltung und Pflege des Weges zuständig sein wird, oder lediglich bei der Rechnungsstellung und Umlegung auf die Landwirte behilflich ist, wird sich zeigen.


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