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Zusammenlegung von drei Kindergärten ab 1. September

Franz Hafner wird Herr über 300 Kinder

Die katholischen Kindergärten in Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee sollen ab September in einem neuen Verbund zusammengeführt werden. Das wurde auf der letzten Sitzung des Wiesseer Gemeinderats bekannt. Dessen Leiter wird Franz Hafner, Rottachs ehemaliger Bürgermeister. Doch was ändert sich durch den Zusammenschluss für Erzieherinnen und Eltern?

Auch der Kindergarten in Bad Wiessee wird künftig Teil des Verbundes sein
Auch der Kindergarten in Bad Wiessee wird künftig Teil des Verbundes sein.

Bereits Anfang April wurden die 35 Mitarbeiterinnen der katholischen Kindergärten Maria Himmelfahrt, St. Laurentius und St. Quirinus informiert, dass zum 1. September organisatorische Veränderungen anstehen. „Hintergrund ist zum einen, Synergien bei der Verwaltung zu entwickeln, und zum anderen, die Pfarrer aus dieser rein administrativen Tätigkeit einer Kindergartenleitung herauszunehmen“, erklärte Franz Hafner seinen neuen Job als „Kindertagesstätten-Verbund-Leiter“. Die Kindergärtnerinnen seien auch über die arbeitsrechtlichen Konsequenzen informiert worden.

Hafner sieht die neue Entwicklung für die Mitarbeiterinnen nicht „sonderlich problematisch“, denn es würden zum Beispiel keine neuen Arbeitsverträge nötig werden. „Die Mitarbeiter werden eins zu eins übernommen, ohne irgendwelche Abstriche.“ Es ändere sich im Prinzip jetzt gar nichts. Neue Verträge allerdings würden dann mit dem Kindergarten-Verbund als neue Trägerin abgeschlossen werden. „Alle Arbeitsverträge werden aber formell an den neuen Arbeitgeber, die Kath. Kirchenstiftung St. Quirinus Tegernsee, übergeleitet“, so Hafner.

Kindergärtnerinnen müssen anderenorts aushelfen

Ein Vorteil dieses Verbundes sei, dass Ausfälle von Erzieherinnen wegen Krankheit so besser durch Personal aus anderen Kindergärten ausgeglichen werden könnten. Doch dies sei das allerletzte Mittel, wenn alle Stricke rissen, versicherte Hafner auf einer Personalversammlung am Montag vergangener Woche den besorgten Mitarbeiterinnen. Zwar hätten Menschen bei Veränderungen immer Angst, doch in der Personalversammlung sei es diesbezüglich nicht zu größeren Diskussionen gekommen.

Bestätigt wird der TS das auch durch einige Erzieherinnen. Zwar sei das vorgesehene Einspringen für erkrankte Kolleginnen in anderen Kindergärten über dem See nicht sonderlich erfreulich, doch insgesamt sähen sie diesen neuen Verbund positiv. Denn alle „vereinbarten arbeitsvertraglichen Regelungen (z.B. Vergütung, Zusatzversorgung, Beihilfe) gelten unverändert weiter“, heißt es in einem Schreiben des Wiesseer Pfarrers Wieland Georg Steinmetz an die Mitarbeiter/Innen der Kinder-Tageseinrichtungen. Gleiches gelte auch für erreichte Entgeltstufen und erworbene Anwartschaften auf Zusatzversorgung.

Hafner ist Angestellter der Erzdiözese

Der ganze Aufbau des Verbundes wird von der Diözese München-Freising finanziert. Auch Hafners Tätigkeit als Leiter. „Vom Ordinariat wurde meine Tätigkeit als Angestellter mit 14 Stunden pro Woche vorgegeben. Noch sind es jetzt aber beim Aufbau dieser neuen Struktur wesentlich mehr Stunden. Doch das wird sich wahrscheinlich nach dem 1. September einspielen“, hofft Hafner.

Doch mit einer Tatsache sieht sich auch Hafner jetzt schon konfrontiert: „Wir haben das Problem, dass die Personalsuche nicht einfach ist, vor allem bei Erzieherinnen.“


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