Frau von BOB überrollt

Heute Vormittag ist es an einem Bahnübergang in Holzkirchen zu einem schweren Unfall gekommen. Eine Fußgängerin ignorierte die geschlossene Schranke und überquerte die Gleise. Daraufhin wurde sie von dem Zug erfasst und starb.

Eine Anwohnerin erzählt, dass es schon häufiger zu gefährlichen Situationen gekommen ist. / Foto: Thomas Gaulke
Eine Anwohnerin erzählt, dass es schon häufiger zu gefährlichen Situationen gekommen ist. / Foto: Thomas Gaulke

Der Unfall hat sich heute Vormittag am beschrankten Bahnübergang in Holzkirchner am Valleyer Weg ereignet. Eine 69-jährige Frau wurde dabei von einer BOB erfasst und starb.

Anwohner berichten, dass die 69-Jährige zuerst lange am Bahnübergang hinter den Schranken wartete. Allerdings kann diese Wartezeit fünf bis zehn Minuten dauern. Und das ging der Dame offenbar nicht schnell genug. Sie schlüpfte unter der geschlossenen Schranke hindurch und wollte die Gleise überqueren.

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Tödliche Entscheidung

Als der Zugführer der BOB in Richtung Bayrischzell die Dame bemerkte, hupte er und löste die Schnellbremse aus. Aufgrund der bereits hohen Geschwindigkeit konnte er jedoch nicht mehr rechtzeitig halten. Laut zwei Zeugen stand die Dame zu diesem Zeitpunkt auf dem Gleis in Richtung Tegernsee und wäre somit nicht von dem Zug erfasst worden. Aufgeschreckt durch das Signal, versuchte sie jedoch tragischerweise den Übergang noch schnell zu überqueren.

Dadurch bemerkte sie auch nicht, dass der Zug auf die Gleise in Richtung Bayrischzell umgeschwenkt war, welche sich kurz vor der Überquerung teilen. Die Frau wurde von dem Triebwagen erfasst. Der 33-jährige Zugführer aus dem Landkreis Miesbach erlitt einen Schock. Für die Dame kam allerdings jede Hilfe zu spät.

“Die sofort gerufenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Dame feststellen”, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der BOB. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand schließt die Polizei einen Suizid aus. Laut Angaben von Anwohnern kommt es an besagter Stelle immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Schranke würde permanent von Fußgängern um- oder untergegangen werden, so eine Holzkirchnerin.

Ich habe sogar einmal einen alten Mann mit Gehstock bei solch einer lebensgefährlichen Aktion beobachtet.

Dabei weist ein Hinweisschild die Fußgänger extra auf die lange Wartezeit der Schranke hin. Gegen 14.15 Uhr konnte heute nach dem tragischen Unglück die Strecke wieder freigegeben werden. Diese war zwischen Holzkirchen und Miesbach komplett gesperrt. Allerdings kann es noch zu leichten Verspätungen kommen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Holzkirchen und Otterfing sowie mehrere Ersthelfer vom BRK.

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Hier einige Bilder von dem heutigen Einsatz – alle Fotos Thomas Gaulke:

Feuerwehr - Gefahrgutunfall

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