“Für uns ist der Fall abgeschlossen”

von Nadja Weber

Vergangene Woche entdeckten Passanten einen Ölfilm auf dem Tegernsee. Die Feuerwehren Tegernsee und Bad Wiessee waren sofort zur Stelle um das Öl aufzufangen. Auch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat sich eingeschaltet. Auch wenn das Ölleck nicht gefunden wurde, hat man den Fall nun abgeschlossen. 

Die Ölsperren sind derzeit wieder alle aus dem See entfernt. Nach dem Ölleck wird noch gesucht.
Die Ölsperren sind wieder alle aus dem See entfernt. Nach dem Ölleck wird aber noch gesucht.

Der schimmernde Film auf dem Tegernsee muss die Passanten wohl aufmerksam gemacht haben. Am vergangenen Mittwoch entdeckten sie an der Seepromenade in Bad Wiessee eine Ölspur auf dem Tegernsee. Die Einsatzkräfte reagierten mit Ölsperren und brachten die Situation unter Kontrolle. “Trotz einer betroffenen Fläche von 1.500 Quadratmetern sind Flora und Fauna nicht in Mitleidenschaft gezogen worden”, erklärte Christian Stiglmeier, Kommandant der Wiesseer Feuerwehr.

Ursache nicht endgültig identifiziert

Bei der Verunreinigung handelt es sich wohl um ausgetretenes Heizöl. Die Ursache vermuten die Experten bei einer undichten Stelle auf dem Baugrundstück des Hotel Edelweiß. Im Raum steht, dass eine Tankreinigung auf der Baustelle für die Verschmutzung sorgte und die Flüssigkeit über den Moosbach auf den Tegernsee gelangte. “Dort wurden jetzt alle Rohre abgedichtet”, berichtete Kommandant Stiglmeier.

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Um der Ursache auf den Grund zu gehen, veranlasste das Wasserwirtschaftsamt zusammen mit dem Fachbüro GeoPol – Bulenda & Hirschmann GbR vergangenen Donnerstag eine Erkundung des Grundstücks. “Bis die Ergebnisse vorliegen, das kann dauern”, so Andreas Holderer, Stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamtes.

Vor-Ort-Erkundung soll Klarheit schaffen

Derzeit wurden alle Ölsperren wieder aus dem See entfernt. Nur noch eine Sperre versiegelt das Abrissgrundstück und den Moosbach. “Dadurch wird verhindert, dass durch Regenwasser weiteres Öl vom Grundstück in den Bach gelangt”, so Holderer.

Je nachdem, wie viel Öl auf dem Grundstück ausgetreten ist, müsste man entsprechende Maßnahmen ergreifen. Holderer erklärt: “Im schlimmsten Fall kann es sein, dass Erdboden abgetragen muss. Aber hier würde es wahrscheinlich reichen, wenn man den beschädigten Tank austauscht.” Auch wenn 1.500 Quadratmeter des Tegernsees mit Öl bedeckt waren, schätzt der stellvertretende Leiter die ausgetretene Ölmenge als sehr gering ein.

Zumindest für den See können die Experten des Wasserwirtschaftsamtes heute Entwarnung gegeben. Die Ortserkundung hat ergeben, dass keine Verunreinigung des Wassers mehr stattfindet, erklärt Holderer. “Damit ist der Fall aus unserer Sicht abgeschlossen.” Zwar konnte man den genauen Austrittsort des Öls nicht nachvollziehen. Doch man kann sich sicher sein, dass keine Rückstände mehr in den See fließen, erklärt der stellvertretende Leiter abschließend.

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