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Köck setzt auf 24-Stunden-Parkticket

Rottacher Tiefgarage: selten zugeparkt

Zwar verfügt Rottach-Egern seit Juli 2016 über 57 Stellplätze in seiner Tiefgarage, doch dies ist offenbar etlichen Einheimischen wie Gästen entgangen. Die Attraktivität der Parkgarage an der Fürstenstraße soll nun ein 24-Stunden-Ticket erhöhen.

Relativ unbekannt und deshalb selten genutzt: Die Rottacher Tiefgarage an der Fürstenstraße. / Foto: K. Wiendl

Rund 1,3 Millionen Euro hat sich die Gemeinde die Tiefgarage auf einer Gesamtfläche von knapp 2.000 Quadratmeter kosten lassen. Sie erhoffte sich auch einen entsprechenden Zuspruch. Doch der lässt offenbar noch auf sich warten, wie die Gemeinderatssitzung am Dienstagabend zeigte. Das Problem sieht Johanna Ecker-Schotte (FWG) im Bekanntheitsgrad der Tiefgarage: „Sie glänzt nicht gerade durch Überfüllung“. Weil man sie kaum kenne, ergänzte Fraktionskollege Andreas Erlacher, „wird die Tiefgarage nicht so genutzt, wie sie genutzt werden könnte“.

Ein Manko sehe er darin, dass viele Veranstalter nicht auf die Parkmöglichkeit in der Fürstenstraße hinweisen würden. „Hier sollten wir uns noch ein Konzept überlegen“. Auch dem Rathauschef sei dies schon aufgefallen. Christian Köck (CSU) plädierte für eine bessere Beschilderung am Kurpark, wo die wenigen Parkplätze schnell belegt seien. „Dann wird umeinander gekreiselt“. Peter Hagn (FWG) hofft, dass diese Parkmöglichkeit künftig auch auf den Navigationsgeräten aufscheint.

Parken – und einen über den Durst trinken

Bis es soweit ist, will Köck mit einem 24-Stunden-Parkticket Anreize schaffen. In der letzten Zeit hätten die Gemeinde einige Anfragen der umliegenden Gastronomie und der Gästehäuser erreicht, so Köck, ob man nicht die Möglichkeit eines 24-Stunden-Parktickets schaffen könne, damit Fahrzeuge auch über Nacht dort geparkt werden können, damit Fahrer auch einen über den Durst trinken könnten.

Bislang hat die Parkgarage nur von 6 bis 22 Uhr geöffnet. Die technische Umstellung des Parkautomaten um ein Modul sei laut Verkehrsreferat möglich, sagte Köck. Schon bei der Inbetriebnahme der Garage vor eineinhalb Jahren sei klar geworden, dass man im Laufe der Zeit an dem ein oder anderen „Stellschräubchen“ nachjustieren müsse. „Diese 24-Stunden-Karte ist ein weiteres Angebot an Einheimische wie Gäste, um die Attraktivität zu steigern“, glaubt Köck.

Bisher habe man für die Tageskarte einen „moderaten“ Preis von fünf Euro im Vergleich zur Stadt München bezahlt. Acht Euro soll dann das 24-Stunden-Parkticket kosten. Dies sei fairer Tarif für alle Beteiligten, so Köck, und er hoffe, dass dieser auch so angenommen werde. „Haben die Gästehäuser denn keine ausgewiesenen Stellplätze“, fragte die wegen ihrer Heiserkeit schwer verständliche Anastasie Stadler (CSU).

Dauerparker unerwünscht

Die Nachfrage komme aus dem Tourismus, erwiderte Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Vor allem im Winter sei ein Tiefgaragenstellplatz über Nacht „kommod“, ergänzte Köck, „bevor jemand am nächsten Morgen sein Auto abkratzen muss“. Ob denn auch über mehrere Tage das Abstellen in der Parkgarage möglich sei, „damit man nicht jeden Tag acht Euro zahlen muss“, fragte Jakob Appoltshauser (SPD).

„Wir wollen keine Dauerparker mit Oldtimern“, wie die Gemeinde öfters angefragt werde, stellte Köck klar. Damit würde die öffentliche Garage zugestellt werden und ihren eigentlichen Zweck verlieren. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die 24-Stunden-Parkkarte für acht Euro. Jetzt muss die Parkgarage auch am Kurpark nur noch bekannter werden. Eine kleine, nicht repräsentative Umfrage dort unter Einheimischen zeigte, dass niemand die etwa 800 Meter entfernte Tiefgarage kannte.


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