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Wegen Schaben-Alarm

Gaseinsatz in Kreuther Flüchtlingsunterkunft

Das Landratsamt Miesbach lässt die Flüchtlingsunterkunft am Riedlerberg in Kreuth begasen. Der Grund: Die Deutsche Schabe.

Ein “Preuße”, die Deutsche Schabe ist der Grund für den Gaseinsatz am Riedlerberg.

Schaben-Alarm in der Flüchtlingsunterkunft am Riedlerberg in Kreuth. Aufgrund eines massiven Schädlingsbefalls lässt das Landratsamt Miesbach das gesamte Gebäude begasen. Es wurde schon hermetisch eingehüllt. Die Bewohner mussten die Unterkunft verlassen und wurden in anderen Wohnungen untergebracht.

Am Morgen hielten sich in der Unterkunft noch vier Frauen mit sieben Kindern auf. Sie wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes in die neue Unterkunft begleitet. Um eine Übertragung der Schädlinge zu vermeiden, war es wichtig, dass keine Lebensmittel, Möbel, Einrichtungsgegenstände oder Kleidung in die neue Unterkunft mitgenommen wurden, teilt das Landratsamt mit.

Alle Gegenstände müssen jetzt im Haus mit begast werden. Nach Untersuchungen der Experten handelt es sich bei dem Befall um einen Vorratsschädling, die “Blattella Germanica”, auch „Deutsche Schabe“ genannt. Zu dem Termin am Morgen waren auch zwei Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes anwesend. Sie hatten neue Kleidung für die Frauen und Kinder dabei, sowie Windeln und Spielzeug.

Übertragung muss vermieden werden

Für die medizinischen Mitarbeiterinnen war vor allem die Gesundheit der Bewohner wichtig, ebenso aber auch eine Nicht-Weiterverbreitung der Schädlinge. „Das Wichtigste sind die Schuhe“, erklärte Amtsärztin Dr. Renate Glaser, „hier besteht hohes Übertragungspotential durch Schuhsohlenübertrag“.

Die Helfer trugen deshalb Überschuhe, die nach der Benutzung weggeworfen wurden. Das weitere Vorgehen ist so geplant: Die Anwohner werden schriftlich über das Vorhaben informiert, das Gelände wird von einem Bauzaun abgeschirmt, dann wird ein Zelt über dem Haus errichtet.

Das Türschloss des Hauses wurde bereits ausgetauscht, damit niemand unberechtigt eindringen kann. Ein Sicherheitsdienst wird das Gelände bewachen. Der Aufbau des Zaunes und des Zeltes wird etwa zwei Tage dauern. Vom 6. November bis zum 10. November 2017 erfolgt dann die Begasung mit Schwefelsauerstoff und Fluor. Wie das Landratsamt berichtet, werden die Arbeiten von einem Fachbetrieb im Zeltbegasungsverfahren durchgeführt.

Ab 11. November wieder beziehbar

Da eine Bekämpfung mit Fallen vorher versucht worden war, aber nicht den gewünschten Erfolg brachte, setze man nun das Gas ein, heißt es seitens des Landratsamtes. Das verflüssigte Gas aus Stahlflaschen werde durch Ventilatoren im Gebäude verteilt.

Es hafte nicht an, sondern habe ein hohes Eindringvermögen. Nach dem erfolgreichen Einsatz werden die Gase von der Fachfirma komplett abgesaugt – in die Umwelt gelangt nichts von den Stoffen. Nach dem Lüften könne die Unterkunft ab dem 11. November 2017 wieder bezogen werden.

Die Medizinerinnen des Gesundheitsamtes wollen in den neuen Unterkünften Schulungen für die Bewohnerinnen und Bewohner anbieten. Dabei gehe es um die sachgerechte Unterbringung von Lebensmitteln und um allgemeine Hygienevorschriften. Die Helferkreise vor Ort sollen in diese Schulungen eingebunden werden.

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