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Oimara alias Beni Hafner veröffentlicht neues Album

Geht unser „Local Hero“ fremd?

Von Sabiene Hemkes

Der Junge von der Hafner Alm legt sein drittes Album als Oimara vor. Wie gewohnt ist mal wieder alles anders als erwartet. Das hat System. Für die Single-Auskopplung ist der Ur-Tegernseer zum „Wannabe“ mutiert und mal eben in den Süden abgedüst. Seine boarische MundART hat er natürlich auf die Beachmatte mitgenommen.

Viele Gesichter – aber nie um ein Lächeln verlegen – der Oimara alias Beni Hafner/ Quelle: ©Thomas Willibald

Es ist ja nicht so, dass wir keine Promis und solche, die es werden wollen, im Tal haben. Aber so einen richtigen Popmusiker, der auch noch hier geboren wurde und in dem Dialekt des Tals singt, den würden wir vergebens suchen. Wäre da nicht der 30-jährige Beni Hafner von der gleichnamigen Alm. Ein musikalischer Tausendsassa, der scheinbar das Herz auf dem rechten Fleck hat und sich selbst nicht immer so ernst nimmt. Als „Oimara“ veröffentlicht Hafner gerade nach „Bierle in da Sun“ (2018) und „A Quantum Prost“ (2020) sein drittes Album inklusive Single-Ausklopplung und Video.

Ein „Wannabe“ mit Riesenschwan und Liebespuppe

Ist der Hafner Beni auf dem Sprung in den Musikerolymp? Sieht fast so aus. Sein drittes Album „Wannabe“ jedenfalls ist wieder eine bunte, schrille und manchmal auch melancholische Auseinandersetzung mit all dem, was das Laben so bietet und vorenthält – oder was man so gar nicht braucht. Bei aller Heimatverbundenheit mag der Hafner auch das Meer und die Sonne sehr. Kein Wunder, hat er doch vier Jahre auf Mallorca gelebt. In seinem Video zur Singleauskopplung treibt den Oimara deshalb wohl auch mit einem aufblasbaren Riesenschwan und Liebespuppe durch den südländischen Pool. Halt ein echter „Wannabe“!

In der nächsten Woche treffen wir den Beni mit seiner Gitarre irgendwo an seinem Lieblingsplatz am See. Zuvor bekommt ihr noch die Chance, bei der TS zwei Tickets für die kleine, aber feine „Record Release Party“ für das „Wannabe“ Album am nächsten Donnerstag in München zu gewinnen. Vorab gibt uns der Oimara alias Beni Hafner gleich noch einige Antworten auf dringende Fragen.

Das Cover-Bild der neuesten Oimara Produktion: Ein pinker „Wannabe“ alias der Hafner, Beni / Quelle: ©Thomas Willibald

Und, was ziehst du vor – Salz – oder Süßwasser?

Beni Hafner: Zum Nudeln kochen auf jeden Fall Salzwasser.

Wie ist Wannabe entstanden und wie war denn die Studioarbeit diesmal für dich?

Beni Hafner: Das Album ist so über die Zeit entstanden und nicht an einem Stück. Auch die Studioarbeit fand mal in der Schweiz statt, mal zu Hause und mal bei meinem Manager und gutem Freund in der Nähe von Erding. Aber nach wie vor liebe ich die Studiozeit, da ist man einfach in seinem Kosmos und vergisst mal alles andere.

Wie viel von „hier“ ist in deiner Musik?

Beni Hafner:

Der Titel Wannabe wäre wahrscheinlich nicht entstanden, wäre ich in Wilhelmshaven statt am Lago die Bonzo aufgewachsen (lacht). Die Antwort ist also „viel“.

Was war in der Pandemie die größte Herausforderung bei der Produktion für dich?

Beni Hafner: An der Anzahl der Songs mangelt es eigentlich nicht, da würde ich sagen, habe ich sogar fast schon ein viertes Album in der Hinterhand. Das Schwierigste ist dann immer, sich für ein paar Songs zu entscheiden. Während der Pandemie hat man einerseits viel kreative Zeit gehabt, andererseits aber auch wenig erlebt, worüber man hätte schreiben können, außer über die eigenen vier Wände.

Was bedeutet dir deine Heimat, der Tegernsee?

Beni Hafner: Hier habe ich natürlich einen Großteil meines Bekannten- und Freundeskreises, auch wenn der sich mittlerweile auch etwas ausweitet und nicht mehr so lokal gebunden ist. Aber der Tegernsee ist halt einfach ganz plump gesagt der Ort, wo ich herkomme.

Manche zieht es aus ihrer Heimat weg, mich aber gerade nicht unbedingt, da ich auch schon einige Zeit weg war und sowieso oft rauskomme, um dem Kesselkoller nicht zu verfallen.

Was wird immer vom Tegernsee bleiben, auch wenn du jetzt auf den ganz großen Bühnen auftrittst?

Beni Hafner: Bleiben werden mir hoffentlich immer die Familie und Freunde, die Liebe zum Bier und die Wunschvorstellung von bezahlbarem Wohnraum.

Wo willst du persönlich hin: Einfach gut leben können von der Musik oder ist da noch was anderes, was dich antreibt?

Beni Hafner: Gerade lasse ich alles so ein bisschen auf mich zukommen, weil echt ziemlich viel passiert. Aber natürlich will der Ehrgeiz in einem dann insgeheim doch immer mehr, als man schon hat.

Ich muss zugeben, die innere Zufriedenheit und Ruhe hält immer nur kurz an und dann sucht man wieder nach einer neuen Herausforderung.

Auch das Kochen ist nach wie vor ein Teil von mir, und mal schauen, vielleicht spielt das ja irgendwann auch mal wieder eine größere Rolle, als gerade eben.

Weißt du, welche Leute eigentlich deine Musik hören?

Beni Hafner: Wissen kann man das natürlich nicht genau, aber ich bin immer wieder überrascht, wie weit gefächert eigentlich mein Publikum ist. Vom kloana Buam, der gerade noch in den Kindergarten geht, bis zur 80-jährigen Oma war schon alles vertreten.

Wann bist du wieder hier Live zu hören und nicht nur in der Warteschleife des LRA?

Beni Hafner: (lacht) Bei #wiesseerocks spielen wir dieses Jahr noch am 26. August.

Wir danken dem Hafner Beni für das kleine Interview.


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