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In Wiessee soll eine neue Pflegeeinrichtung entstehen

Geldanlage für den guten Zweck

Von Robin Schenkewitz

Wiessee haftet im Tegernseer Tal ja gern das Merkmal an, die älteste Gemeinde im Tal zu sein. Nur konsequent also, wenn sich auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Edelweiß nun ein Seniorenwohnheim ansiedeln will.

Der neue Investor ist die gemeinnützige Unternehmensgruppe SeniVita. Finanziert werden soll das neue Heim zu einem Großteil aus so genannten Genussrechten.

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Das ehemalige Hotel Edelweiß könnte schon bald zu einer Pflegeeinrichtung werde
Das ehemalige Hotel Edelweiß könnte schon bald zu einer Pflegeeinrichtung werden

2,4 Millionen Pflegebedürftige gibt es derzeit in Bayern. Rund 70 Prozent davon werden von Angehörigen gepflegt. Die Betreuung der restlichen 30 Prozent werden dann von anderen Einrichtungen wie zum Beispiel der SeniVita Gruppe übernommen.

Gemeinnützige Unternehmensgruppe

Für Bad Wiessee hat die Gruppe nun einen Bedarf von 67 Betten ermittelt. Und genau dieses Potenzial will Geschäftsführer Dr. Horst Wiesent ausschöpfen und im ehemaligen Hotel Edelweiß eine Pflegeeinrichtung betreiben. „Bad Wiessee hat eine Altersstruktur, die für Seniorenbetreiber sehr gut ist“, meint Wiesent.

Wie der Geschäftsführer weiter erklärt, ist die SeniVita eine gemeinnützige Unternehmensgruppe. „Das bedeutet, die Überschüsse bleiben in der Firma“, so Wiesent. Derzeit belaufe sich dieser Überschuss auf circa 1,5 Millionen Euro pro Jahr.

„Die Firma SeniVita ist ein sehr renommiertes Unternehmen und hat außerordentlich gute Referenzen“, weiß Bürgermeister Peter Höß. Und auch Hartwig Bayerschmidt (CSU) konnte diesen Eindruck bei der gestrigen Gemeinderatssitzung bestätigen. Er kenne Leute, die bereits einmal in einer Einrichtung von SeniVita waren und könne davon nur positives berichten.

Altenpflege 5.0

Betrieben werden soll die neue Einrichtung nach eigenen Angaben mit der so genannten Altenpflege 5.0. Hierbei steht Privatheit und Selbstbestimmung an erster Stelle. Die Bewohner haben eigene Wohnungen mitsamt Küche und Bad. Dadurch können die Angehörigen auch immer an der Seite ihrer Verwandten sein.

Zusätzlich gibt es noch eine Tagespflege in einem großen Aufenthaltsraum, mit gemeinsamen Kochen, Singen oder Spazieren gehen. Durch diese Art der Nutzung müssen jedoch an dem bestehenden Gebäude des früheren Hotel Edelweiß einige Veränderungen vorgenommen werden. Einen Erhalt der Fassade hält Wiesent nach Rücksprache mit seinem Architekten daher für „sehr problematisch“.

„Mein Vorschlag wäre, das Gebäude abzureißen und die Fassade dann originalgetreu wieder aufzubauen“, so der Vorschlag der neuen Betreiber. Eine Tatsache, die Bürgermeister Höß sehr wichtig wäre, denn die Fassade sei „ortsprägend“.

Genussrechte

Finanzieren wird sich die Einrichtung zum Teil aus Eigenkapital und einem Bankdarlehen. Der Großteil wird jedoch aus sogenannten Genussrechten kommen. Diese sind im Prinzip eine private Kapitalanlage. Und damit natürlich auch risikobehaftet. Die Interessenten werden vor dem Zeichnen aber auch durch eine externe Firma beraten und darauf hingewiesen, wie Wiesent erklärt. Verzinst wird die Anlage mit knapp sieben Prozent. Für den Geschäftsführer liegt der Vorteil auf der Hand: „Das Geld aus dem Ort wird auch hier wieder investiert.“

Die Gemeinderäte standen dem Vorhaben auf jeden Fall sehr positiv gegenüber. Eine Entscheidung ist gestern allerdings noch nicht gefallen. Sollten sich die Räte noch in diesem Jahr für den Investor aussprechen, dann könnte nach den Plänen von Wiesent die Einrichtung bereits 2015 ihre Pforten öffnen.


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