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FWG-Landratskandidat Norbert Kerkel stellt erstmals seine Ziele vor

„Gemeinden müssen handlungsfähig bleiben“

Von Robin Schenkewitz

Am vergangenen Mittwochabend stellte der FWG-Landratskandidat Norbert Kerkel erstmals sein Programm für den Wahlkampf vor. Aus Kerkels Sicht muss die Politik den Bürgern in jedem Alter Hilfeleistung geben.

Seine Schwerpunkte setzt der Kandidat aber bei der Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze, einer Lösung für den Verkehr, dem Rekordschuldenstand sowie der Sicherung von Trinkwasser. „Das betrifft uns alle.“

Anlässlich eines Informationsabends der FWG Kreuth sprach Landratskandidat Norbert Kerkel erstmals über seine Ziele
Anlässlich eines Informationsabends der FWG-Kreuth sprach Landratskandidat Norbert Kerkel erstmals über seine Ziele.

Bei einer Veranstaltung der Freien Wähler Kreuth stellte Norbert Kerkel am Mittwochabend vor seinem „Premierenpublikum“ das erste Mal seine Ziele für die kommende Legislaturperiode vor. „Verzeiht mir den einen oder anderen Fehler. Das ist das erste Mal, dass ich auf so einer Veranstaltung rede“, bat Kerkel seine Zuhörer um Nachsicht.

Tourismus stärken

Der 49-Jährige möchte sich zunächst für eine Stärkung des Tourismus einsetzen. Der Ausbau müsse hier aber naturverträglich vonstatten gehen. Schließlich kämen die Urlauber hierher, um sich zu entspannen und zu erholen. Die Zusammenführung der beiden großen Organisationen TTT und ATS sei grundsätzlich der richtige Weg, betonte Kerkel. Allerdings dürfe man in dieser Sache nichts übers Knie brechen. „Alle Beteiligten müssen ein gutes Gefühl haben“, so der Landratskandidat.

Die Stärkung des Tourismus hätte jedoch einen großen Vorteil. Damit würde man weitere Arbeitsplätze schaffen. Aus Kerkels Sicht ist das ein kleiner Baustein, um auch die Verkehrsprobleme im Landkreis in den Griff zu bekommen.

Akzeptanz von RVO verbessern

Denn gerade im Tegernseer Tal ist das Verkehrsproblem allgegenwärtig. An eine große Lösung glaubt Kerkel, ähnlich wie Amtsinhaber Jakob Kreidl, allerdings nicht. Vielmehr setzt er darauf, dass der Öffentliche Personennahverkehr eine Entlastung bringen kann.

Dafür sei aber auch eine Erhöhung der BOB-Kapazitäten notwendig. Diese könne beispielsweise durch eine Elektrifizierung der Strecke nach Bayrischzell möglich werden. Gleichzeitig fordert er jedoch auch eine Taktverdichtung bei den Bussen der RVO. „Mehr Haltestellen und bessere Anlaufpunkte würden hier mehr Akzeptanz schaffen“, findet Kerkel. Außerdem müssten in Zukunft auch Ideen wie die Ringbahn oder die Einbindung der Schifffahrt überdacht werden.

Es sollen mehr Leute für das Busfahren begeistert werden
Es sollen mehr Bürger für das Busfahren begeistert werden.

Ein besonders wichtiger Punkt für den FWG-Landratskandidaten sei die Begrenzung der Wasserschutzgebiets-Ausweisungen für die Stadt München. Hier laufe derzeit ein Verfahren. Sollte er gewählt werden, so werde er als Landrat das Verfahren ganz genau überwachen.

Denn die Stadtwerke München GmbH ist, wie der Name schon sagt, zwar im Besitz der Stadt, jedoch als GmbH ein gewinnorientiertes Unternehmen. Diesem dürfe nicht die Hoheit über die Flächen gegeben werden. Daher fordert Kerkel: „Diese neuen Ausweisungen müssen mit allen Möglichkeiten verhindert werden.“

Hoher Schuldenstand ein Problem

Der 49-Jährige betonte auf der Veranstaltung allerdings erneut, dass er großen Respekt habe vor dem Schuldenberg, den der Landkreis künftig zu Schultern hat. Knapp 133 Millionen Euro soll der Schuldenstand Ende dieses Jahres betragen. „Das ist eine Rekordverschuldung“, stellt auch Kerkel fest.

Und diese setze natürlich auch den Handlungsrahmen für die kommende Legislatur fest. Daher sei in erster Linie Haushaltsdisziplin gefragt. Eine erneute Erhöhung der Kreisumlage sei nämlich nicht mehr möglich.

Die Gemeinden zahlen schon 55 Prozentpunkte und damit knapp 50 Millionen Euro an den Landkreis. Eine weitere Erhöhung, verbunden mit den immer größeren Pflichtaufgaben der Gemeinden, würde sie handlungsunfähig machen.

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