Ermittlungen der Kripo laufen in andere Richtung
Gerüchte um Mord im Altersheim

von Maxi Hartberger

Es klingt wie im Krimi: Eine ältere Dame stirbt ganz unerwartet und wird beerdigt. Jetzt gibt es Gerüchte über einen vermeintlichen Mord an der Kreutherin. Doch die Kripo ermittelt nun in eine ganz andere Richtung.

Nach aktuellen Informationen ermittelt die Kripo im Fall eines Antiquitäten-Raubes. / Fotomontage: Archiv
Nach aktuellen Informationen ermittelt die Kripo im Fall eines Antiquitäten-Raubes. / Fotomontage: Archiv

Eine Seniorin aus Kreuth starb Ende März überraschend in einem Altenheim am Tegernsee. Früher betrieb die Dame ein Antiquitätengeschäft in Rottach-Egern. Doch in letzter Zeit war sie gesundheitlich angeschlagen und konnte daher nicht mehr selbstständig in ihrer Villa leben.

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Wie es scheint, befand sie sich auf dem Weg der Besserung, dachte sogar darüber nach, wieder nach Hause nach Kreuth zu gehen. Doch bevor sie das Altersheim verlassen konnte, starb sie unerwartet und wurde dann auch beerdigt. Wie der Merkur berichtet, wirft der überraschende Tod der Seniorin aber Fragen auf.

Kripo ermittelt wegen Raub

Anscheinend zweifeln Manche daran, dass die eigentlich wieder gesunde Dame an einem natürlichen Tod gestorben ist – sogar von Mord ist die Rede. Immer mehr Gerüchte verbreiten sich um den ominösen Fall. Den Stimmen zufolge soll die Kripo Ermittlungen aufgenommen haben. Von einer Exhumierung sei die Rede, also von dem Ausgraben der Leiche zur Untersuchung der Todesursache.

Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, bestätigt zwar auf Nachfrage, dass die Kripo derzeit in dem Fall ermittelt, jedoch in eine ganz andere Richtung:

Der Fokus liegt darauf, dass einige Personen nach dem Tod der Frau in ihr Haus eingestiegen sind und Antiquitäten gestohlen haben.

Vielleicht basieren die Gerüchte auf einem Fall vor vier Jahren. Im Mai 2012 starb eine 81-jährige Frau an einem Medikamenten-Cocktail. Lange war nicht klar, ob es sich um Suizid oder Mord durch ihre Pflegerin handelt. Diese musste sich vor Gericht verantworten.

Erst zwei Jahre nach dem Tod der Seniorin wurde ein Urteil gesprochen – zwar konnte der Pflegerin kein vorsätzlicher Mord nachgewiesen werden, doch die Frau erhielt ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung wegen Unterschlagung und Medikamentenmissbrauch. Nähere Informationen zu dem aktuellen Fall sollen in Kürze veröffentlicht werden.

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