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Sponsoren des Bergfilm-Festivals 2017

Gipfeltreffen auf der Galaun

Ohne die zahlreichen Sponsoren würde es das Tegernseer Bergfilm-Festival nicht geben – gestern gab es daher ein ‘Gipfeltreffen’ auf der Galaun. Und Festivalleiter Michael Pause verriet uns jetzt schon die Highlights der Veranstaltung im Oktober.

Gestern lud Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn die Sponsoren des Bergfilm-Festivals zu einem “Gipfeltreffen” ein.

Der Berg rief und viele Sponsoren folgten ihm zum Berggasthof am Riederstein. Eingeladen hatte Bürgermeister Johannes Hagn namhafte Sponsoren zu einer gemütlichen Brotzeit. Darunter waren auch E-Werksleiter Manfred Pfeiler und das Ehepaar Klitzsch der Kreuther Klinik im Alpenpark. Zweck des „Gipfeltreffens“, die Geldgeber bei Laune zu halten, denn ohne deren Finanzspritzen hätte das Bergfilm-Festival nicht den internationalen Ruf, den es genießt.

Es wäre auch „schlicht nicht möglich“, wie Hagn der TS sagte, „denn so eine Ausrichtung kostet gut 160.000 Euro. Alleine könnten wir dies kaum stemmen“. Unbezahlbar seien auch die rund 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter, viele davon vom Alpenverein. „Wir haben etwa 15 Sponsoren, darunter ist auch seit diesem Jahr das Unternehmen Bergzeit. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt. Das gibt uns Planungssicherheit“, so Hagn.

Neues Logo „Bergfilm Tegernsee“

Das Sponsoring von Bergzeit umfasse etwa ein Zehntel des Budgets des Festivals. Hohe Kosten verschlinge beispielsweise die Miete der Projektions- und Tonanlagen in den sechs Vorführsälen, die Reisekosten von Juroren und Preisträgern, die Übersetzung fremdsprachiger Filme und die Bearbeitung mit deutschen Untertiteln, sowie Programmhefte und Preisgelder. Das Engagement der Sponsoren werde auch bei den Preisen des Filmwettbewerbs zu erkennen sein: Der Preis in der Kategorie „Naturraum Berg“ wird künftig den Namen des Sponsors Bergzeit tragen.

Neu sei in diesem Jahr das Logo. Mit „Bergfilm Tegernsee“ sei das eine „gscheite“ Marke, so Hagn. Auch ein Förderverein, die Bergfilmfreunde Tegernsee, unterstützt die Finanzierung, die auch gesichert sein müsse, um notwendige Verbesserungen zu ermöglichen. Denn um bei den steigenden Standards und Zuschaueransprüchen mithalten zu können, müsste derzeit besonders die Bild- und Tonqualität verbessert werden.

Ohne Sponsoren – kein Festival

Dennoch sieht Festivalleiter Michael Pause das Tegernseer Treffen für Bergfreunde gut aufgestellt, da der Bergfilm „eine gute Präsenz in den Medien“ habe. Dies liege zum einen daran, dass es immer noch TV-Sender wie den BR gebe, in dem diese Gattung gespielt werde. Zum anderen gebe es auch einen verstärkten Höhenflug der Outdoor-Industrie und „eine gestiegene Wahrnehmung des Bergsports in der Gesellschaft“, den sich auch die Autoindustrie als Sponsor zunutze mache, so der BR-Bergsportexperte.

„Aber ohne diese Sponsoren geht auch bei den Bergfilm-Festivals nichts“, so Pause. Natürlich könne man sich die Filme auch auf dem Computer ansehen. Doch bei so einem Festival entstünden auch soziale Kontakte und die „sind sehr wichtig, ob bei der großen Berlinale oder bei einem Bergfilm-Festival, wovon es inzwischen 27 weltweit gibt.“ Sichtlich ins Schwärmen kommt er beim Ausblick auf das Programm im Oktober.

Drohnen revolutionieren Bergfilme

Insgesamt wurden in diesem Jahr 165 Filme eingereicht, 85 davon werden in die Säle kommen. Im „Erlebnisbereich“ seien mehrere wirklich „gute Filme“, darunter auch aus dem Bereich der Kletterei. „Zuletzt kam jetzt noch ein Film über eine amerikanische Kletterlegende, mit 94 Jahren eine beeindruckende Person“. Aus Argentinien komme eine Retrospektive über eine Bergkatastrophe am Dhaulagiri, einem Achttausender im Himalaya. Auch ein nahezu „perfekter Film“ sei zu sehen. Er handelt von drei jungen Abenteurern, zwei Männer, eine Frau, deren Kajaktour an der Ostküste Grönlands beginnt. „Zunächst ziehen sie ihre ganze Ausrüstung mit Snowkites über 800 Kilometer auf dem Hochlandeis bis zu einem Gletscherfluss”, schwärmt Pause

Es sind phantastische Farben, die sich da im Eis ergeben. Mit ihren Kajaks folgten sie dem Fluss nach über 50 Tagen bis zum Meer. Dabei entstanden die spektakulärsten Kajakbilder, die ich je gesehen habe.

Insgesamt müsse er sagen, dass die Kameradrohnen den Bergfilm revolutioniert haben. „Mit einem Bergfilm ohne diese neue Technik braucht man gar nicht mehr antreten, denn mit Drohnen sei der Perspektivwechsel möglich“. So eingestimmt werden auch die Macher des Festivals und deren Sponsoren noch lange an einem Seil ziehen.


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