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20 Millionen Euro Grenze erstmals geknackt

Gmund beschließt Rekordhaushalt

Von Christopher Horn

Grundschule, Realschule mit Dreifachturnhalle und Kinderkrippe. Das sind nur drei Großprojekte zu denen die Gemeinde Gmund ihren finanziellen Beitrag leistet. Der Haushalt ist daher auf ein Rekordniveau gestiegen.

Doch Sorgen muss sich Gmund trotz des Investitionsbedarfs nicht machen. Ganz im Gegenteil: Laut dem Haushaltsplan 2014 werden sich die Rücklagen der Gemeinde sogar noch erhöhen.

Im Rathaus in Gmund hat man Mitte März die Hebesätze für die Grundsteuer erhöht.
Die Gemeinde Gmund hat in diesem Jahr einen Rekordhaushalt verabschiedet / Archivbild.

„Das ist ein Rekordhaushalt. In dieser Größenordnung hatten wir das bislang noch nie“, betonte Bürgermeister Georg von Preysing gleich zu Beginn der Haushaltsdebatte im Gmunder Gemeinderat. So beläuft sich das Haushaltsvolumen in diesem Jahr auf insgesamt 21,018 Millionen Euro und überschreitet somit erstmals die 20 Millionen Grenze (2013: 17,168 Millionen Euro).

Der Grund für die hohen Ausgaben liegt vor allem an den bereits begonnen Großprojekten die Gmund 2014 weiter voran treiben will. So beteiligt sich die Kommune beispielsweise mit etwa 2,3 Millionen Euro an den Kosten für die Realschule und die neue Dreifachturnhalle in Finsterwald. Zudem fallen heuer noch 1.9 Millionen Euro für die Sanierung des Altbaus der Gmunder Grundschule an.

Weitere große Posten im Haushalt sind Personalkosten von 3,18 Millionen ( 2012: 2,89 Millionen) und eine Kreisumlage an den Landkreis in Höhe von 3.15 Millionen Euro. (2012: 2,7 Millionen Euro). Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt derzeit 5,59 Millionen Euro was einer durchschnittlichen Pro-Kopf Verschuldung von 818 Euro entspricht. Damit liegt man weiterhin leicht über dem bayerischen Landesdurchschnitt von 768 Euro.

Die Steuereinnahmen sprudeln

Trotz der hohen Ausgaben blicken die Verantwortlichen im Gmunder Rathaus jedoch sehr positiv in das Jahr 2014. Grund ist die im Vergleich zum Vorjahr um 470.000 Euro gestiegene Gewerbesteuer. Gmund wird hier 2014 voraussichtlich rund 3,25 Millionen Euro einnehmen. Und auch bei der Einkommenssteuer ist ein Plus von 115.450 Euro zu erwarten. Die Pro-Kopf Verschuldung ist demnach nun zum dritten Mal in Folge rückläufig. (2012: 862 Euro, 2013: 855 Euro, 2014: 818 Euro) „Wir können das Jahr beruhigt angehen“, zeigte sich von Preysing zufrieden.

Die hohen Kosten für die Real-und Grundschule will die Gemeinde zudem durch die geplanten Grundstücksverkäufe am Landbaderfeld wieder reinholen. „Aufgrund der guten Rahmenbedingungen können wir einen hohen Betrag wieder an die Rücklagen zurückführen“, erklärte Kämmerer Georg Glas. Demnach wird der Rücklagenstand von derzeit 1,47 Millionen damit bis Ende des Jahres auf 4,05 Millionen Euro steigen.

Kommunalunternehmen braucht Geld

Allzu lang werden diese allerdings nicht halten. Im Dezember 2012 kauften Gmund, Tegernsee und das Landkreis Miesbach die Tegernsee Bahn, also den den 12,4 Kilometer langen Schienenstrang zwischen Schaftlach und Tegernsee sowie die Bahnhöfe von Tegernsee und Gmund. Kostenpunkt: 12-Millionen-Euro.

Der Landkreis hält seitdem 10 Prozent an der Tegernsee-Bahn. Die beiden Kommunen Tegernsee und Gmund besitzen jeweils 45 Prozent. Um seine Aufgaben angemessen bewältigen zu können hatte Gmund bereits im Vorfeld ein Kommunalunternehmen gegründet. Im kommenden Jahr will die Gemeinde dieses nun mit 2,77 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage ausstatten.

Sind die großen Bauprojekte abgeschlossen, will Gmund auch das Haushaltsvolumen wieder runterfahren. So planen die Veratwortlichen in den kommenden Jahren mit einen Gesamthaushalt von etwa 18 Millionen Euro. „Die Situation ist sehr erfreulich für uns“, lautete das Fazit des Gmunder Bürgermeisters Georg von Preysing. Auch die Gemeinderäte hatten dem nichts hinzuzufügen und verabschiedeten den Haushaltsplan für das Jahr 2014 einstimmig.


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