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Gmunder Ortsmitte

Muchs Variante zu „massiv“?

Von Nicole Kleim

Michael Much hält sich mit der geplanten Erweiterung seines Wohn- und Geschäftshauses gegenüber vom Maximilian an den Bebauungsplan. Barbara von Miller (SPD) stört sich dennoch an der „Massivbebauung“.

So schaut der von der Gemeinde einstimmig genehmigte Bauplan aus. / Quelle: M. Much

Zweimal hatte der Gmunder Unternehmer Michael Much für das ehemalige Frank-Haus in der Tegernseer Straße 10 bereits seine Pläne bei der Gemeinde eingereicht. Im Februar vergangenen Jahres stellte er erstmals einen Antrag, das Haus in Richtung Seeglas erweitern zu dürfen.

Um für seine Kinder Wohnraum zu schaffen, reichte er ein paar Monate später einen Tekturantrag für einen querliegenden Mittelbau im ersten Obergeschoss ein. Weil dieser allerdings vom Bebauungsplan abwich und deshalb nicht genehmigt wurde, habe er seinen geplanten Neubau ein weiteres Mal “bebauungsplankonform” gestalten müssen, wie er auf Nachfrage sagt.

Damit gewinnen wir sogar noch eine zusätzliche Wohnung mit Seeblick im zweiten Obergeschoss, die wir nach Fertigstellung zur Vermietung anbieten können.

Stellplätze reichen aus

Dieser Tekturantrag lag nun am vergangenen Donnerstag auf dem Tisch des Gmunder Ortsplanungausschusses. Stellplätze seien ausreichend vorhanden, erklärte Gmunds Bauamstleiterin Christine Wild. Neun gebe es im Hof, vier an der Tegernseer Straße, vier löse Much ab, zwei weitere befänden sich auf anderen Grundstücken.

Bürgermeister Alfons Besel (FWG) betonte, dass der von Much eingereichte neue Bebauungsplan der „klassischen Architektur“ entspreche und somit „den Vorfahren gerecht“ werde. Im Hinblick darauf, dass die beiden gegenüberliegenden Gebäude – Rewe und Maximilian – ebenfalls „groß“ seien, füge sich das Wohn- und Geschäftshaus nach jetziger Planung optisch „gut in die Gmunder Ortsmitte ein“.

„Ansehnlich“ contra „massiv“

Da außerdem Wohnraum für Familien geschaffen werde, so Besel, spreche nichts gegen das Bauvorhaben. Auch Franz von Preysing (CSU) fand das Modell „ansehnlich und gut“. Einzig die vier Stellplätze vorm Haus stellte er in Frage. „Reichen die aus, um alle Wohneinheiten zu bedienen?“ hakte er nach und machte deutlich, dass es wichtig sei, dass „die Gäste gescheit parken können“, sonst würden sie nämlich nicht kommen.

Einzig Barbara von Miller (SPD) empfand die neu eingereichte Variante als viel zu „massiv“. „Mir hat die Aufteilung vorher besser gefallen“, sagte sie und fügte hinzu: „Gerade, weil wir drum herum eine Massivbebauung haben, sollten wir hier zurückfahren“. Schließlich handele es sich hier um die Ortseinfahrt von Gmund, weshalb man sich Gedanken darüber machen sollte, wie das aufs Ortsbild wirke.

Wo, wenn nicht hier?

Diese Argumentation konnte Christine Zierer (FWG) nicht nachvollziehen: „Wir haben so viel Außenlandschaft, wo man nicht bauen darf. Wir können die Bebauung nur im Innenbereich zulassen. Wo denn sonst?“ Mit Much habe man einen Bauwerber, der sich an den Bebauungsplan hält, so Zierer. Wenn der Bebauungsplan keinen Bestand mehr habe, so Zierer weiter, hätte man diesen vor zehn Jahren ändern müssen.

Zustimmendes Klopfen im Zuschauerraum. Unter der Voraussetzung, dass die zusätzlichen Stellplätze auf der Südseite geprüft werden, segnete der Ortsplanungsausschuss den Tekturantrag einstimmig ab. Baubeginn soll laut Much im Herbst sein. Er rechnet mit einer Fertigstellung bis Ende 2019.


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