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Ermittlungen zum Banküberfall bisher ohne Erfolg

Überfall auf Gmunder Bank – Polizei wendet sich an Aktenzeichen XY

Von Peter Posztos

Zweite Ergänzung vom 11. Dezember / 12:47 Uhr
Fast genau drei Monate ist es nun her, dass zwei maskierte Einbrecher in die Gmunder Raiffeisenbank eingestiegen waren. Bei ihrem versuchten Raubüberfall erbeuteten die beiden jedoch nichts.

Die sofort eingeleitete Großfahndung der Kriminalpolizei Miesbach hatte keinen Erfolg. Die beiden Männer blieben trotz Täterbeschreibung verschwunden. Nun haben die ermittelnden Beamten einen Bezug des Gmunder Falls zu fünf anderen Raubzügen des Duos hergestellt. Der Fall soll nun morgen im Fernsehen bei “Aktenzeichen XY” präsentiert werden.

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So soll es sich bei den Tätern um überregionale Serienbankräuber handeln. Der Raubzug hatte laut Polizeiangaben mit zwei Raubüberfällen in Waldtrudering am 15. September und 24. Oktober 2011 begonnen. In beiden Fällen blieben die Bankangestellten körperlich unverletzt, die Täter konnten unerkannt flüchten.

Weiter ging es ein knappes Jahr später. Ein versuchter Banküberfall in Mayrhofen/Österreich am 05. September 2012 war der Auftakt für eine kleine Serie. Die Gmunder Filiale der Raiffeisenbank war dann vier Tage später dran. In Murnau griffen die Täter ein letztes Mal am 13. September zu.

8.000 Euro Belohnung

Trotz umfangreicher Ermittlungen konnten die beiden Banküberfälle bislang nicht geklärt werden. Aus dem Grund versucht die Polizei nun den Gang an die breite Öffentlichkeit. Zeugen, die auch beim Gmunder Fall vor drei Monaten etwas gesehen oder gehört haben, können sich weiterhin an das Polizeipräsidium München unter der Telefonnumer 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle wenden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Taten beziehungsweise zur Festnahme der Täter führen, ist eine Belohnung von 9.000 Euro ausgesetzt.

Ergänzung vom 11. September / 12:11 Uhr
Kurz nach dem Überfall auf die Filiale der Raiffeisenbank am Freitag hatten wir auf die Täterbeschreibung der Polizei hingewiesen.

Mittlerweile hat die Kriminalpolizei Miesbach darüberhinaus grob rekonstruiert, wie die Flucht der bisher unbekannten Männer möglicherweise vonstatten gegangen ist und ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf.

Nachdem die beiden von einer Angestellten bemerkt wurden, flüchteten Sie wie beschrieben gegen 07:40 Uhr über die Bundesstraße in Richtung Pendlerparkplatz am Gmunder Bahnhof. Kurze Zeit verlies ein heller Kleinwagen mit Steilheck, ähnlich eines VW Polo, Seat oder Skoda, den Parkplatz in Richtung Bad Wiessee.

Laut Aussage der Beamten könnte das flüchtende Fahrzeug die Bundesstraße auf Höhe Gut Kaltenbrunn in Richtung Waakirchen verlassen haben. Auch ist ein Wechsel des Kennzeichens nicht auszuschließen. Desweiteren besteht die Möglichkeit, dass die Täter die Bank bereits am Vortag des Überfalls am Donnerstag, den 06. September ausgekundschaftet haben.

Die Kripo Miesbach nimmt weiterhin Hinweise zu den Tatverdächtigen und dem möglichen Fluchtfahrzeug unter der Telefonnummer 08025 / 299299 entgegen. Die beiden Männer im Alter zwischen 35 und 40 Jahren werden wie folgt beschrieben:

blaue Jeans
schlanke hagere Figur, Stiftenkopf, schwarze Strickmaske
mit ausgeschnittenen Augenöffnungen

hellgraue Kordhose
normale Figur, kurze hellbraune Haare, Haarkranz am
Hinterkopf, schwarze Strickmaske mit ausgeschnittenen
Augenöffnungen

Ursprünglicher Artikel vom 7. September:
Heute morgen ist es in der Gmunder Filiale der Raiffeisenbank zu einem Einbruch mit versuchtem Raubüberfall gekommen. Nach ersten Erkenntnissen waren zwei unbekannte Täter in die Bank eingestiegen.

Bei ihren Bemühungen kamen sie allerdings nicht weit, wie Josef Paul, Vorstand der Gmunder Raiffeisenbank erklärt. “Bis jetzt gehen wir davon aus, dass nichts geklaut wurde”. Derweil läuft die Fahndung nach den flüchtigen Tätern auf Hochtouren.

Die zwei Männer sind scheinbar bereits in der Nacht oder am frühen Morgen über ein rückwärtiges Fenster in die Bankfiliale in der Wiesseer Straße eingestiegen. Dort haben sie in einem Kellerabgang das Eintreffen der Bankmitarbeiter abgewartet.

Eine Angestellte bemerkte die beiden Männer und verständigte über den Filialleiter die Polizei. Die beiden Tatverdächtigen sind daraufhin gegen 07:40 Uhr, noch vor dem Eintreffen der Polizeistreife, über die Bundesstraße in Richtung Pendlerparkplatz am Gmunder Bahnhof geflüchtet. Kurze Zeit später hatte laut Aussage der Polizei ein heller Klein- oder Mittelklassewagen mit Steilheck den Parkplatz in Richtung Bad Wiessee verlassen.

Gegen 8 Uhr wurde dann eine Großfahndung der Wiesseer Polizei mit Unterstützung der benachbarten Dienststellen sowie eines Polizeihubschraubers eingeleitet. Die Kriminalpolizei Miesbach hat die Ermittlungen zum Tathergang übernommen.

Die beiden Männer im Alter zwischen 35 und 40 Jahren, mit blauer Jeans und hellgrauer Kordhose bekleidet, werden wie folgt beschrieben:

– schlanke hagere Figur, Stiftenkopf, schwarze Strickmaske mit ausgeschnittenen Augenöffnungen

– normale Figur, kurze hellbraune Haare, Haarkranz am Hinterkopf, schwarze Strickmaske mit ausgeschnittenen Augenöffnungen

“Letzter Überfall im Jahr 2008”

Das letzte Mal ist die Bank, die sich direkt gegenüber dem Gmunder Bahnhof befindet, vor knapp drei Jahren überfallen worden. Ein damals 42-jähriger Unterhachinger stand zuerst am 11. Dezember 2008 mit einer Sturmhaube auf dem Kopf vor dem Tresen. Nun drei Monate später kam der Mann dann mit vorgehaltener Waffe wieder in die Filiale gestürmt.

Im Mai 2009 wurde er dann gefasst und gestand neben den beiden Überfällen in Gmund auch vier weitere Taten in Oberbayern. Das kuriose für die Gmunder: bis zu dem Doppelschlag war die Filiale noch nie überfallen worden.

Dabei sei der Vorfall laut Paul dieses Mal nicht ganz so dramatisch gewesen, wie noch vor drei Jahren. “Die Bankmitarbeiter haben glücklicherweise keinen direkten Kontakt zu den Tätern gehabt.”

Heute früh kreiste der Polizeihubschrauber über Gmund


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