Grillen, aber richtig: Tipps und Tricks für einen sicheren Abend

Von Peter Posztos

Ergänzung vom 31. August / 14:04 Uhr
Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß – Grillen gehört an lauen Spätsommerabenden für die meisten Menschen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Auf was man beim Grillen essenstechnisch achten sollte, darauf sind wir im ursprünglichen Artikel eingegangen.

Doch was tun, wenn der Grillabend aufgrund leichtsinnigem Umgang mit dem Feuer, ein jähes Ende nimmt?

Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn Ungeduldige Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Auch aufgewirbelte Glut kann zu Verletzungen führen.

Besonders gefährdet sind beim Grillen umstehende Kinder, denn aufgrund ihrer Körpergröße befindet sich der Grillrost oft in Kopfhöhe, so dass Flammen sie im Gesicht schwer verletzen können.

Nur kein eiskaltes Wasser

„Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen, Gelenken oder den Genitalien sofort unter 112 den Rettungsdienst rufen“, erklärt Kurt Sägenschnitter, Erste-Hilfe-Ausbilder der Johanniter im Tegernseer Tal. „Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe rufen.

Wichtig ist, dass die Brandwunden steril abgedeckt werden, damit sie sich nicht entzünden. Dafür kann zum Beispiel steriles Verbandtuch aus dem PKW-Verbandkasten verwendet werden. Bei kleinflächigen Verbrennungen, etwa von einem Finger, kann zur Schmerzlinderung, rund zwei Minuten, auch gekühlt werden, aber nicht mit eiskaltem Wasser.“

Wenn die Kleidung einer Person durch Stichflammen Feuer gefangen hat, ist schnelles Handeln lebensrettend: Mit einer Decke können die Flammen erstickt werden, alternativ sollten die Helfer die betroffene Person auf dem Boden hin- und her wälzen und sie mit Wasser übergießen.

Vorsicht ist beim Verwenden von Feuerlöschern geboten. Die Düse darf auf keinen Fall auf das Gesicht des Verletzten gerichtet sein. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen: „Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft“, rät Sägenschnitter.

Ursprünglicher Artikel vom 07. Juli:
Für viele von uns ist der Sommer die schönste Jahreszeit. Und das nicht zuletzt weil es sich an lauen Sommerabenden auch besonders gut grillen lässt.

Ob im heimischen Garten, am See oder auf dem Balkon. Wo es irgendwie möglich (und erlaubt) ist, liegt Grillduft in der Luft. Am authentischsten ist das Grillen natürlich mit Holzkohle.

Die Männer machen Feuer, stehen am Grill, während die Frauen Salate vorbereiten oder gemütlich miteinander quatschen. Doch damit ein Grillabend so richtig perfekt wird, gibt es einige Tipps zu beherzigen!

Am See grillen - nicht überall ist das erlaubt

Einkaufen:
Oberste Prämisse und trotzdem schwer zu beherzigen, auf Qualität achten. Gesundheitsexperten empfehlen mageres bis leicht durchwachsenes Fleisch zu verwenden, da so die Bildung krebserregender Stoffe verhindert werden kann. Je magerer das Fleisch ist, desto weniger Fett tropft in die Glut.

Dicke Fettränder schneidet man am besten vorher ab. Um zu verhindern, dass das Grillfleisch zu lange auf dem Rost liegt, sollten die Stücke einigermaßen dünn sein. Tipp: Beim Einkauf auf gut abgehangene Sorten achten, denn so können sich Grillfans sicher sein, dass das Fleisch nach dem Grillen auch zart ist.

Grillrost nicht zu tief hängen:
Etwa eine Handbreit sollte der Abstand zwischen Glut und Rost mindestens betragen, damit das Grillgut nicht verbrennt. Bei Fisch kann es sogar noch mehr sein, weil der zarter ist als Fleisch.

Grillgut nicht zu früh auflegen:
Auf den Grillrost darf, was schmeckt. Egal ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Desserts. Doch erst dann, wenn die Kohle wirklich durchgeglüht ist und keine Flammen mehr zu sehen sind. Denn dann gibt die Glut gleichmäßig Wärme ab und die Grilldelikatessen werden zeitgleich fertig.

Wenn jedoch Fett oder Soße in die Glut tropft, verbrennt und sich so kleinere Flammen und Rauch entwickeln, ist Vorsicht geboten: Verbranntes oder Verkohlte nicht mitessen, sondern am besten alle Stellen abschneiden!

Bier lieber trinken:
Ähnlich verhält es sich mit der beliebten Bierdusche für das Grillgut. Eingefleischte Grillfans sind sich sicher, dass so der Geschmack intensiver wird, gesund ist das allerdings nicht. Denn alles, was neben dem Steak in die Glut tropft, verraucht dort. So gelangen Aschepartikel ans Fleisch.

Grillschalen und Öl verwenden:
Beim Gebrauch von Alufolie oder Grillschalen aus Alu oder Edelstahl kann man sicher gehen, dass kein Fett oder andere Flüssigkeit in die Glut tropfen. Damit das Grillgut aber nicht kleben bleibt, sollte die Grillschale zuvor mit etwas Öl bestrichen werden.

Fleisch ist zwar lecker. Grillen kann man aber so gut wie alles: Fisch, Gemüse, Ananas...

Kartoffeln in die heiße Glut legen:
Zum Grillen eignen sich am besten kleine bis mittelgroße Kartoffeln. Leicht und unkompliziert: Kartoffeln mit etwas Olivenöl bestreichen und in Alufolie wickeln. Sie werden direkt in die Glut gelegt, damit sie zeitgleich mit Grillfleisch und Würstl fertig sind.

Mit anderem Gemüse – entweder auf Spießen oder in Scheiben – funktionierts ähnlich: Einfach mit einem kleinen Stück Kräuterbutter in Alufolie wickeln und neben dem Fleisch auf den Rost legen.

Fisch mit Kräutern aromatisieren:
Auch einige Fische eignen sich wunderbar für den Grill, vor allem fett- und festfleischige Fische wie Lachs, Hering oder Makrele. Ob ganz oder als Filet, hängt von der Sorte ab. Fettärmere Fische wie zum Beispiel Forelle und Karpfen eignen sich wunderbar für die Alufolie. In Kräutern oder Gemüse eingewickelt bekommen sie auf dem Grill ein feineres Aroma.

Und jetzt viel Spass beim Grillen!


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