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Gut Kaltenbrunn auf der Zielgeraden

Exklusiver Blick in Käfers Rinderstall

Ab 1. Oktober ist es soweit. Dann wird der „Rinderstall“ samt Tenne seiner Bestimmung übergeben. Weitere 1.000 Gäste finden dann Platz am Gut Kaltenbrunn. Noch ungelöst aber ist das Parkplatzproblem. „Da müssen wir noch daran arbeiten“, erklärt Gastronom Michael Käfer gegenüber der Tegernseer Stimme.

Eine exklusive Führung mit Michael Käfer durch die Säulenhalle im Rinderstall
Eine exklusive Führung durch die Säulenhalle im Rinderstall

Die ersten Eindrücke sind gewaltig. Da, wo vor knapp 200 Jahren 60 Kühe, 65 Stück Jungvieh und 30 Kälber im ehemaligen Herzoglichen Gut Kaltenbrunn gehalten wurden, öffnet sich nun der Blick im Erdgeschoß in eine riesige Säulenhalle. Der Boden ist verlegt, alles ist in Weiß gehalten, die Lampen, noch verhüllt, hängen schon. „Jetzt fehlt nur noch unsere Inneneinrichtung“, sagt Käfers Geschäftsführer Markus Kemeter bei einem kurzen Rundgang.

Überall wird mit Hochdruck gearbeitet, denn die Zeit drängt. Wenn der Rinderstall von der Blue Lion GmbH nicht pünktlich zum 1. Oktober übergeben werden könne, drohe deren Besitzerin Alexandra Schörghuber sogar eine Geldbuße. „Den 1. Oktober aber haben wir definitiv sicher, der ist sogar mit einer Konventionalstrafe vertraglich belegt“, erklärt Michael Käfer auf Anfrage.

Allein der Rinderstall biete mit seinen 819 Quadratmetern Grundfläche Platz für bis zu 600 Gäste, versichert der 50-jährige Kemeter. Die gleiche Anzahl könne auch in der darüber liegenden Tenne, die noch 50 Quadratmeter mehr aufweist, bewirtet werden. Gewaltige Dachkonstruktionen bleiben unverkleidet und geben ein Bild davon, wie aufwändig dieses historische Gebäude einst gebaut wurde. Gedacht ist der Rinderstall in erster Linie für Hochzeiten, deren komplettes „Arrangement“ man übernehme, von Kutschfahrten, Luftballons steigen lassen oder ein individuelles „Rahmenprogramm mit einem bestimmten Künstler.”

Die Außenansicht vom Rinderstall in Kaltenbrunn
Die Außenansicht vom Rinderstall in Kaltenbrunn

Der parallel zur Bundesstraße verlaufende Pferdestall, in dem einst über 20 Rösser standen, soll zu Beginn des nächsten Jahres fertiggestellt sein. Im Obergeschoß ist eine durchgängige Eventfläche geplant „Somit ist das komplette Ensemble, ein Vierseithof, wieder zugänglich“, hofft Kemeter. Ist das Ziel erreicht, steige eine riesige Feier, von wem, will der Geschäftsführer noch nicht verraten.

Dann dürfte aber auch das Parkplatzproblem sich noch deutlicher verschärfen, als es ohnehin schon ist. Denn bereits mit der Fertigstellung des Rinderstalls bietet Käfer mit seinen bisherigen Räumlichkeiten in Kaltenbrunn rein rechnerisch bereits Platz für 1.800 Gäste. Doch dies ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Mit Inbetriebnahme des Pferdestalls im nächsten Jahr dürften weitere Heerscharen an Gästen folgen.

1000 Gäste mehr – 150 Parkplätze mehr

Zwar plant Käfer Stellplätze für bescheidene 120 bis 150 Autos oberhalb der Bundesstraße auf einer gepachteten Wiese, doch ob diese allein reichen werden, ist mehr als fraglich. Es sei zwar keine Asphaltfläche geplant, sondern ein naturnaher Parkplatz, doch bislang liege dafür noch keine Genehmigung vor. Aus der Gemeinde und dem Landratsamt aber habe man kürzlich positive Signale bekommen. „Da muss man abwarten, was da kommt“, sagt Käfer.

Dass die Fahrzeuge auch auf der Bundesstraße stehen, ist ein Problem, da müssen wir daran arbeiten. Wichtig ist, dass der Parkplatz noch vor dem Hauptgeschäft im Sommer zur Verfügung steht.

Doch Käfers Pläne mit Kaltenbrunn reichen weiter. Er will die Gäste nicht nur verköstigen, sie sollen auch etwas Nachhaltiges erleben: einen Naturlehrpfad. Eine Schaupresse für Obstsäfte, ein Bienenhaus, einen Obst- und Gemüsegarten, auch an einen Hofladen denkt Käfer.

„Im Frühjahr nächsten Jahres wollen wir uns die ganzen Naturbereiche anschauen, ob wir da Wege oder kleine Pfade bauen dürfen“, sagt der umtriebige Gastronom Käfer, der auch in Tegernsee ein Almdorf plant. Mehrere Chalets auf einem 4.500 Quadratmeter großen Grundstück sollen sich mit ihrem Bauernhausstil in die Landschaft einfügen. Auch hier könnte es bald losgehen. Dann tanzt Feinkost-König Käfer im Tal auf zwei Hochzeiten.

Tenne mit 870 Quadratmetern
Tenne mit 870 Quadratmetern

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