160.000 Euro alleine für Energieversorgung
Gymnasiasten präsentieren Forschungsprojekt vor Aigner

von Christopher Horn

Physik Unterricht ist nicht nur theoretisch verschult, sondern liefert auch wichtige Erkenntnisse für die Forschung. Diesen Beweis haben zwei Schüler des Gymnasimus Tegernsee im Rahmen einer eineinhalb jährigen Projektarbeit geliefert. Sie haben Luftströme im Klassenzimmer genauer untersucht.

Software liefert Daten, Schüler werten diese aus

Die beiden Schüler Wilhelm Enders (Bild, zweiter von links) und Louis Huebser (vierter von links) wurden dabei von der der Otterfinger Firma Ansysm unterstützt. Ziel der Forschungsarbeit war die Untersuchung des Klimas und der Luftströme in einen Klassenimmer, um somit Rückschlüsse für eine höhere Energieeffizienz zu gewinnen. Dies soll auch dazu beitragen die jährlichen Energiekosten des Gymnasiums Tegernsee in Höhe von 160.000 Euro zu senken.

Konkret hieß dass, soviel Frischluft wie möglich generieren, ohne jedoch unnötig Wärme im Klassenzimmer zu verschwenden. Im Zuge der Untersuchung wurden sowohl die Raumtemperatur, das Strömungsverhalten als auch der CO2 Gehalt herangezogen. Die Werte wurden dann mittels einer Software zur geometrischen Raumberechnung ermittelt.

Auf Basis des Datengerüstes errechnete die Software mit Hilfe eines Rechennetz die verschiedenen Strömungen und Temperaturschichten im Raum. “Wir haben jeden Millimeter im Raum vermessen”, erläuterte Wilhelm Enders bei der Präsentation der Ergebnisse am vergangenen Freitag.

Gymnasium will Projekt fortführen – auch Aigner begeistert

Wie so oft bei praktischen Versuchen in der Physik, mussten die Schüler aber auch einige Faktoren berücksichtigen, die die Messwerte der Software beeinflussten. Hier galt es vor allem die Oberflächentemperatur der im Raum anwendenden Schüler und die Strömungsgeschwindigkeit an Fenstern und Türen zu berücksichtigen. Da dies bei der Auswertung der Daten berücksichtigt wurde, war das Projekt ein durchaus aufschlussreich, ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen.

Wir wollen das Projekt gerne weiterführen und hoffen, dass wir wieder engagierte Schüler finden, die das in Angriff nehmen, so der Physikfachbetreuer Matthias Schweinberger. Auch die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigener lobte die “tolle Forschungsarbeit” ausdrücklich. Sie war am Freitagnachmittag auch ins Gymnasium gekommen, um sich die Ergebnisse der beiden Schülern präsentieren zu lassen.

Ergebnisse, die der Schule möglicherweise viel Geld sparen könnten. Je nachdem ob das Projekt auch tatsächlich Weiterverfolgt wird. Das soll allerdings erst in zwei Jahren klar sein.


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