Tegernseerstimme

Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr
Anzeige | Hier können Sie werben
Anzeige | Hier können Sie werben

Sanierung von Söllbachau- und Scheibenau-Alm

Haslbergers Idee mit den Schweinen

Von Christopher Horn

Franz-Josef Haslberger will die beiden Hütten Söllbachau-Alm und Scheibenau-Alm zwischen Aueralm und Hirschberg sanieren. Ein vom Landratsamt verhängter Baustopp bereitete ihm zunächst Probleme.

Jetzt wagt der Unternehmer einen neuen Versuch. Die wichtigste Frage: Was hat er mit den Hütten vor?

An der  Söllbach-Alm sollen weitere Arbeiten durchgeführt werden. Archivbild
An der Söllbachau-Alm sollen weitere Arbeiten durchgeführt werden. Archivbild

Neben dem Bauer in der Au, der Söllbachklause und der Niederstubn ist Franz-Josef Haslberger auch im Besitz zweier Almen auf Wiesseer Grund. Die Scheibenau- und die Söllbachau-Alm liegen etwa einen Kilometer voneinander entfernt zwischen Hirschberg und Aueralm. Beide dienen vorgeblich der Viehwirtschaft. Haslberger will an beiden Almen größere bauliche Veränderungen vornehmen. An der Söllbachau-Alm ist das zum Teil schon passiert.

Plan B nach Baustopp

Eine Genehmigung von Seiten der Behörden hatte er dafür allerdings nicht. Daher verhängte das Landratsamt Ende vergangenen Jahres einen sofortigen Baustopp. Nun reichte Haslberger neue Anträge im Wiesseer Gemeinderat ein. Das Ziel: Die Söllbachau-Alm soll grundsaniert und instand gesetzt werden.

Neben Dämmmaßnahmen ist auch ein Eingriff in das Fundament geplant. Auf der Söllbachau-Alm soll zudem ein etwa 40 Quadratmeter großer Raum für den Senner geschaffen werden. „Die Eingriffe in Dach und Fundament gehen eigentlich über das normale Maß einer Instandsetzung hinaus“, erklärte Bauamtsleiter Helmut Köckeis im Bauausschuss.

Knackpunkt landwirtschaftliche Nutzung

Nur wenn Haslberger die Söllbachau- und die Scheibenau-Alm auch weiterhin ausschließlich zu landwirtschaftlichen Zwecken nutzt, sind Eingriffe in dieser Art denkbar. „Das Amt für Landwirtschaft muss diese Nutzung eindeutig bestätigen“, betonte Gemeinderätin Klaudia Martini (SPD).

Zudem wollte der Bauausschuss genau wissen, welche Tiere Haslberger dort künftig unterbringen wird. Kälber, Wollschweine und Hühner habe man bei der Ortsbesichtigung angetroffen, berichtete Köckeis. Die geplante Dämmung der Wände verfolgt demnach das Ziel, auf den Almen künftig Jungtiere bei jeder Witterung gut aufziehen zu können. „Er will es wegen der kleinen Schweinchen“, fügte Köckeis hinzu.

Auf den beiden Almen sollen unter anderem Wollschweine gehalten werden. Bild: Wikipedia/ C.Henker
Auf den beiden Almen sollen unter anderem Wollschweine gehalten werden. Bild: Wikipedia/ C.Henker

Mit der Idee der Sanierung beider Almen konnte sich der Bauausschuss aber grundsätzlich anfreunden. „Da gibt es nichts dagegen zu sagen, wenn jemand seine Almen so hochwertig saniert“, erklärte Florian Sareiter (CSU). Am Ende stimmte der Wiesseer Bauausschuss den Anträgen von Franz-Josef Haslberger zu.

Unter der Bedingung, dass beide Almen auch in Zukunft nur landwirtschaftlich genutzt werden. Ob die Maßnahmen in dieser Form auch tatsächlich zulässig sind, muss jetzt das Landratsamt Miesbach klären. Erst dann kann Haslberger an beiden Almen weiterbauen.

Anzeige | | Hier können Sie werben


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme