Tipps und Tricks gegen die schwarz-gelben Nervtöter

Hau ob, du blede Weps!

Ein leckeres Eis, ein süßer Cocktail, oder saftiges Obst. Die Freude über diese sommerlichen Genüsse ist oft schnell verflogen – denn wo es Süßes gibt, bleiben auch Wespen meist nicht fern. Wir haben die wichtigsten Fakten und Tipps zusammengefasst.

Die Wespenköniginnen bauen ihre Nester im Frühjahr, ziehen dort ihre Jungtiere auf und nerven uns Menschen im Sommer dann beim Grillfest oder bei Kaffee und Kuchen. Zwar steigt derzeit der Beratungsbedarf des Bund Naturschutzes bundesweit an, doch von einer Wespenplage kann in diesem durchwachsenen Sommer keine Rede sein.

Sollte aber doch mal ein schwarz-gelber Plagegeist nerven, haben die folgenden Verhaltensweisen oberste Priorität, wie Tina Theml, Umweltberaterin des Bund Naturschutzes München, erklärt:

Das Wichtigste ist Ruhe zu bewahren. Außerdem sollte man im Freien süße Getränke nach Möglichkeit abdecken.

Denn zwei von zehn Wespenarten in Deutschland bevorzugen zuckerhaltige Lebensmittel. Zuhause sollte man möglichst wenige Speisen und Getränke ins Freie bringen und mit einer Kuchenglocke abdecken. Kinder sollten aus dünnen Strohhalmen trinken, durch die keine Wespe passt. Sind die Tiere erst einmal in den Geschmack süßer Speisen gekommen, sind sie lästig und nur schwer wieder loszubekommen.

Aber nicht nur Süßes steht auf dem Speiseplan der kleinen Tiere. Sie bedienen sich auch gerne an Fleisch- oder Wurstwaren. “Für die Aufzucht der Brut jagen die ausgewachsenen Tiere nach Insekten, die den Jungen als Nahrung dienen. Ausgereifte Tiere decken ihren Kohlenhydratbedarf vorzugsweise aus süßem Blütennektar”, erklärt Theml.

Kleinkinder: Was tun bei einem Stich?

Bei einem Stich besteht grundsätzlich kein Grund zur Panik. Wegen einer möglichen allergischen Reaktion sollte der Gestochene aber aufmerksam sein und möglicherweise eine zweite Person informieren. Doch für Kleinkinder können die schmerzhaften Stiche durchaus gefährlich werden, bestätigt auch Daniela Kober, Ärztin der Kinderarztpraxis Tegernseer Tal.

Wird ein Kind gestochen, muss man unterscheiden, ob es sich um eine lokale Reaktion oder eine Allergie gegen Wespenstiche handelt.

Bei Ersterem tritt eine Rötung an der Einstichstelle auf, die mit Juckreiz verbunden sein kann. Entsteht aber eine starke Rötung, sollte man zum Kinderarzt gehen. “Es kann dann sein, dass sich das Kind durch den Wespenstich eine Infektion zugezogen hat”.

Falls das Kind stärkere Reaktionen, wie beispielsweise einen Asthmaanfall oder Erbrechen zeigt, kann man von einer allergischen Reaktion ausgehen. Dann muss sofort der Notarzt geholt werden. Um Wespenstichen vorzubeugen, sollten Eltern süße Speisereste aus dem Mundbereich der Kleinen nach dem Essen umgehend entfernen. Außerdem rät die Kinderärztin weiterhin:

Im Kioskbereich sollten süße Getränke abgedeckt werden sowie den Kindern Schuhe angezogen werden.

Alle, die nicht allergisch auf einen Stich reagieren, müssen sich nicht weiter sorgen. Der Schmerz ist zwar unangenehm, aber meist ist der Schreck größer. Als wirksame Sofortmaßnahme helfen kühlende Quarkwickel. Ein Stachel bleibt auch, anders als beim Bienenstich, nicht zurück.

Um Wespen vom Esstisch fernzuhalten, helfen beispielsweise Duftkerzen mit Zitrusgeruch oder aufgeschnittene Zitrusfrüchte gespickt mit getrockneten Nelken. Auch Basilikum soll die Plagegeister abschrecken. Süß riechende Düfte oder bunte Kleidung sollten möglichst vermieden werden.


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