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Jod Schwefelbad Bad Wiessee stellt Studienergebnisse vor

Heilwasser lindert „signifikant“ Post-Covid Effekte

Von Sabiene Hemkes

Corona hat seinen Schrecken verloren. Jedenfalls aktuell in Europa und bei allen die nach einer Infektion völlig wiederhergestellt wurden. Was ist mit all denen, die immer noch unter den Folgen der heimtückischen Infektion leiden? Eine Studie aus Kurbad macht Hoffnung.

Dr. Szyper stellt die Ergebnisse der empirische Studie zur Wirksamkeit der Inhalation des Jod-Schwefel Heilwassers in Bad Wiessee vor – Impressionen.

In Deutschland haben sich bisher 25 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Im Landkreis sind es fast 100.000 Fälle. Es wird davon ausgegangen, dass 10 % der Infizierten danach unter Problemen der oberen Atemwege und anderen Spätfolgen leiden. Dauern diese länger als 12 Wochen an, spricht die Wissenschaft von einem Post-Covid Symptom.

Studie bestätigt Beobachtungen des letzten Sommers

Im Sommer des letzten Jahres hatten die Betreiber des Jod-Schwefelbades so eine Ahnung. Bei Untersuchungen von Personen, die an einer der Folgeerkrankungen einer Coronainfektion litten, sei es Dank der Inhalation des Bad Wiesseer Jod-Schwefel-Wassers zur Linderung der Beschwerden gekommen.

Helmut Karg, Geschäftsführer des Gesundheitszentrum Jod-Schwefelbad GmbH, und sein Team wollten es genau wissen. Sie starteten in Zusammenarbeit mit der Praxis des Hals, Nasen, Ohren Arztes Dr. Michael Szyper aus Holzkirchen eine empirische Studie.

Insgesamt 50 Probanden nahmen an der Studie teil. Voraussetzung für die freiwillige und kostenfreie Teilnahme an der Studie war eine überstandene Corona Infektion mit darauffolgende Post-Covid Symptomen. Dreimal pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen inhalierten die ausgewählten Probanden das Jod-Schwefel-Heilwasser.

Verbesserungen von über 30 Prozent

Szyper zeigt sich in seiner Präsentation der Ergebnisse der Studie nicht überrascht. Vielmehr habe er schon zu Beginn mit einem deutlichen positiven Effekt durch das Heilwasser gerechnet. Bereits in der Vergangenheit habe er bei Patienten mit „Problemen bei den oberen Atemwegen“ eine deutliche Besserung der Leiden beobachtet. Dieser Effekt habe sich auch bei den Probanden der Studie beobachten lassen:

Konkret konnten wir signifikante Verbesserungen hinsichtlich der Schleimhautentzündungen, Nasen- und Nebenhöhlenbeschwerden, sowie im Geruchsempfinden verzeichnen.

Die Verbesserungen pendelten sich, führt Szyper weiter aus, in der Auswertung der Patientenbefragung im Durchschnitt bei einem Wert von 30 Prozent und besser ein. Die Ergebnisse der empirischen Studie beruhen auf einem Fragenkatalog, der von den Patienten vor und nach dem Ende der jeweils zwölf Jod-Schwefel-Wasser Inhalationen ausgefüllt wurde.

HNO-Mediziner beobachtet erhöhte Lebensqualität

Als besonders erfreulich wertete der HNO-Mediziner die ebenfalls von den Probanden empfundene Steigerung ihrer Lebensqualität. Diese machten die Patienten an ihrem verbesserten Schlafverhalten, einem höheren Maß an Lebensenergie und eine deutlich höhere Konzentrationsfähigkeit nach den Anwendungen fest. Für Szyper steht der Erfolg der Studie außer Frage:

Das Heilwasser verschafft Menschen, die an Post-Covid erkrankt sind, eine signifikante Linderung ihrer Symptome.

Auch Karg ist sehr zufrieden mit Ergebnissen der Studie. Ihn überrasche immer wieder die vielseitige Kraft des Jod-Schwefel-Heilwassers. Nun auch Menschen, die unter den Spätfolgen der Corona Infektion leiden, Hilfe anbieten zu können sei wunderbar. Der Geschäftsführer zeigt sich sehr erfreut, dieses Angebot in der Zukunft vielen betroffenen Landkreisbewohnern aber auch Kurgästen und Besuchern zugänglich machen zu können.

Tipp vom Mediziner für die Kasse

Im Jod-Schwefel-Bad des beschaulichen Kurortes am westlichen Seeufer ist man gerüstet für die neuen Gäste. Auch Einheimische an Post-Covid erkrankte Menschen sind ausdrücklich eingeladen. Der Anwendungen im Ruhe und Entspannung versprechenden Wellnesstempel steht nicht nur Kurgästen und betuchten Hotelgästen offen, betont der Geschäftsführer.

Vom Mediziner gibt es in diesem Zusammenhang noch einen Tipp: „Bekanntermaßen brauchen die Kassen immer sehr lange bis sie neue Krankheiten und Heilverfahren eindeutig spezifizieren und einordnen können.“ Das sei bei Post-Covid nicht anders, erklärt Szyper weiter. Daher sei es das Einfachste eine Erkrankung der oberen Atemwege als Grund für die Beantragung der Jod-Schwefel Inhalationen anzugeben. Es seien ja die Symptome und nicht die Ursache erheblich in diesem Fall. Sichtlich zufrieden ergänzt er:

Und die werden, wie auch die jetzt vorgelegte Studie belegt, durch das Heilwasser in Bad Wiessee deutlich gelindert.

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