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Wie Flüchtlinge im Tegernseer Tal die Feiertage verbringen

Euer Ostern, unser Ostern

Von Maxi Hartberger

Ostern ist im Jahresverlauf für die Christen die bedeutendste Zet. Mit Gottesdiensten, Traditionen und viel Brauchtum wird das Kirchenfest begangen. Doch was bedeutet Ostern für die Flüchtlinge im Tal und wie verbringen sie die Feiertage?

Auch Kinder in Flüchtlingsunterkünften können sich über Geschenke vom Osterhasen freuen. (Quelle: Landratsamt Miesbach, FreeImages.com/Mihai Eustatio, Montage)
Auch Kinder in Flüchtlingsunterkünften dürfen sich über Geschenke freuen. (Quelle: Landratsamt Miesbach/Archiv, FreeImages.com/Mihai Eustatio, Montage)

Die Christen feiern mit dem Osterfest die Auferstehung Jesu, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Gottesdienste und Messen erinnern an diese für Christen besonders wichtigen Tage. Im Laufe der Zeit entwickelten sich viele Traditionen rund um die Osterzeit: Es werden Eier bemalt, Osterlämmer gebacken, Gottesdienste besucht und Ostermärkte veranstaltet.

Doch wie verbringen Christen das Osterfest, die hier nicht zu Hause sind? Und was tun Diejenigen, die diesen Glauben nicht einmal teilen? Für manche Asylbewerber ist das kommende Wochenende wohl nichts Besonderes, doch ein paar Flüchtlinge haben sogar ihre eigene Ostertradition. Hajo Fritz vom Helferkreis Gmund erklärt:

Viele der christlichen Asylbewerber treffen sich in München in einer Nigerianischen Kirche, um Ostern zu feiern, aber einige gehen auch hier bei uns in den Gottesdienst.

Da knapp die Hälfte der in Gmund untergebrachten Flüchtlinge jedoch Moslems seien, habe man ihnen letzte Woche die Feiertage erklärt. „Die Helfer haben sie auch nochmal darauf aufmerksam gemacht, vor den Feiertagen noch rechtzeitig einzukaufen.“ Denn auch über das Osterwochenende sollen die Asylbewerber weiterhin selbstständig sein und sich selbst versorgen.

Ein ganz normales Wochenende

Am Ostersonntag werde der Pfarrer nach der Messe in der Gmunder Unterkunft vorbeischauen. Außerdem bringen die Helfer Osternester und andere Kleinigkeiten vorbei. „Im vergangenen Jahr haben auch ein paar Nachbarn den Asylbewerbern einen Osterbesuch abgestattet“, so Fritz.

Auch in Tegernsee ist keine größere Osteraktion geplant, „aber wir werden den Männern in der Turnhalle mit Sicherheit ein paar kleine Osternester und Schokoeier vorbeibringen“, sagt Friederike Enders vom Helferkreis Tegernsee. Da sich unter Tegernser Asylbewerbern nur noch knapp zwölf Christen befinden, habe man auch hier die Übrigen über die Feiertage und deren Bedeutung informiert. „Aber für die Meisten ist das einfach ein ganz normales Wochenende – nur etwas länger“.

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