Bettelhochzeit in Waakirchen
Heiraten mal anders

von Filiz Eskiler

Zwei Verliebte, die sich das Ja-Wort geben wollen. Ein Mann und eine Frau. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Nur dieses mal werden die Rollen getauscht. Wie das geht? Auf nach Waakirchen, dort kann man es sehen.

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Am Faschingsdienstag läuten in Waakirchen die Hochzeitsglocken. Für alle, die schon wissen, wie es auf einer Bettelhochzeit zugeht, wird es sicher ein Riesenspaß. Alle, die noch nie auf einer waren, sollten sich überzeugen lassen von diesem uralten Brauch.

Einst war dies eine willkommene Alternative für einfache Leute, die sich den Besuch auf einem Faschingsball nicht leisten konnten. Heute nimmt fast das ganze Dorf mit Freude daran teil. Das liegt vor allem daran, dass dieses kuriose Event an Lustigkeit kaum überbieten werden kann. Das wurde schon im vergangenen Jahr in Kreuth bewiesen.

Misthaufen als Location

Der Bräutigam? Eine Frau. Die Braut? Ein Mann. Der Traualtar? Ein Misthaufen. Am 56. Tag des Jahres 2020 findet das Spektakel üblicherweise statt. Und das ist der Faschingsdienstag, der 25. Februar.

Vor der eigentlichen Trauungszeremonie um 11:59 Uhr (auf keinen Fall um Punkt zwölf!) gibt es einen großen Hochzeitszug durch das ganze Dorf. Bei der “Zoaßner´ischen Miststod” findet dann der Festakt statt. Nach dem Ja-Wort gibt es einen zweiten Hochzeitszug der geladenen Gäste zum „Vergnügungszentrum“ (= Wirtshaus).

Dass einer nicht satt werden könnte, darum muss man sich nicht sorgen. Denn „für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Bettlhochzeitgesellschaft freut sich auf viele Zuschauer“, heißt es von Seiten der Organisatoren, dem “spinnaden Kochelscheider Komitee“.

 


 

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