Gmunder Asylhelfer formieren sich neu

von Maxi Hartberger

Vor dem Auszug der Asylbewerber aus der Gmunder Seeturnhalle lief in der Unterkunft so einiges schief. Mittlerweile hat sich die Situation beruhigt und der Helferkreis hat eine neue Leitung. Doch wie funktioniert die Organisation?

Dr. Otmar Straßmüller war zuvor schon für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge verantwortlich – nun hat er eine neue Aufgabe.

„In der Gmunder Seeturnhalle ist einige Tage vor dem Auszug der Asylbewerber ziemlich was schief gelaufen“, erinnert sich der neue Sprecher des Helferkreises und Gemeinderatsmitglied, Dr. Otmar Straßmüller. Damals habe es über einen längeren Zeitraum kein warmes Wasser in der Unterkunft gegeben und die Temperatur in der Halle lag nur bei knapp zehn Grad. Doch mittlerweile sei man auf einem guten Weg.

Straßmüller war zuvor schon als medizinischer Betreuer im Gmunder Helferkreis tätig und übernahm deshalb gemeinsam mit Fritz Wax den Posten als Sprecher, nachdem Hajo Fritz sein Amt aus „gesundheitlichen Gründen“ niederlegte. Doch die Aufgaben seien gleich geblieben: „Wir kümmern uns weiterhin in erster Linie um Arbeitsbeschaffung und besuchen die Asylbewerber regelmäßig in den Wohnungen.“

Arbeitsalltag für Gmunder Asylbewerber

Derzeit leben knapp 25 Flüchtlinge in der Gemeinde Gmund – acht Asylbewerber aus der Seeturnhalle sind in Gemeindewohnungen, im Pfarrheim sowie bei privaten Vermietern in Dürnbach und Finsterwald untergekommen. „Es läuft alles gut“, betont Straßmüller:

In den Gemeindewohnungen sind insgesamt zehn Asylbewerber untergebracht – dort wohnen ja auch Gmunder und das Zusammenleben funktioniert bestens.

Die übrigen 15 Flüchtlinge seien in privaten Wohnungen untergebracht, „darunter sind auch ein paar Familien mit Kleinkindern.“ Besonders zufrieden ist Straßmüller vor allem mit den Arbeitsstellen. So gut wie alle Asylbewerber haben derzeit einen Job. „Einzig die Mütter bleiben zu Hause, da die Kinder teilweise noch im Säuglingsalter sind.“ Die älteren Kinder gehen aber schon in den Kindergarten, „wie alle anderen eben auch.“

Die Integrations- und Sprachkurse laufen wie bisher: „Teilweise fahren die Asylbewerber weiterhin nach Holzkirchen, teilweise gehen sie hier in die Volkshochschule.“ Da der Helferkreis allerdings nach dem Abschied von Hajo Fritz neu strukturiert wurde, gebe es noch ein paar organisatorische Dinge zu klären: „Anfang Februar werden wir uns nochmal zusammensetzen und die Aufgabenverteilung neu besprechen“, betont Straßmüller. Danach, so hofft er, dürften auch die letzten Fragen geklärt sein.


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