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Warum sich Manuel Neuer am Tegernsee wohlfühlt

„Hier kann ich abschalten“

Erstmals äußert sich Welttorhüter Manuel Neuer, warum es ihm in seiner neuen Wahlheimat am Tegernsee so gut gefällt. Veröffentlicht wurde das Interview am Wochenende im Mitglieder- und Fanmagazin des Rekordmeisters.

Manuel Neuer in der Nähe seines Hauses am Tegernsee. / Quelle: Bayern Magazin; Fotograf: Christian Kaufmann.

„Heimatgefühle“ lautet die Schlagzeile auf dem Cover. Auf drei Seiten erklärt der gebürtige Gelsenkirchener vor allem seine Liebe zum Tegernsee. In seinem neuen Haus besuchte ihn das Bayern Magazin. Zu sehen bekam es sein dreistöckiges Traum-Domizil mit eigenem Kino, Wellness-Oase samt Fitness-Raum und Pool, Tiefgarage und Gartenhaus. Seit er von der Münchner City an den Tegernsee gezogen sei, genieße er die Vorzüge dieses ganz besonderen Fleckchens Erde, vertraut Neuer dem Magazin an. Es führte mit dem Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft ein Gespräch über das Leben am See und über Abhärtungseinheiten mit der Familie in den Bergen.

Warum er denn gerade hier am Tegernsee gebaut habe?
Neuer: „Wegen der schönen Landschaft und der Ruhe, die man hier genießt. Und man wird fast dazu gezwungen, sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder auch auf dem Wasser. Ich mag Stand up Paddling, dabei kann ich ganz wunderbar entspannen“.

„Tegernsee Connection“ mit Lahm und Hoeneß?

Ob es denn schon eine „Tegernsee Connection“ mit einem Stammtisch gebe, nachdem mit Philipp Lahm und Uli Hoeneß auch der Kapitän und der Präsident hier im Tal leben? Noch nicht, erwidert Neuer.

Aber wir tauschen uns sehr intensiv über die Geschehnisse im Tal aus. Und beide haben sich gefreut, mich begrüßen zu dürfen.

Als Spieler des FC Bayern sei er das ganze Jahr viel unterwegs. Wie wichtig ist daher dieses Zuhause am Tegernsee als Rückzugsort? „Sehr wichtig“, so Neuer. „Bei all dem Trubel habe ich es sehr gerne, Zeit für mich zu haben und abschalten zu können. Wenn ich von München hierher fahre, nutze ich die Zeit im Auto für Telefonate und um Dinge zu regeln. Sobald ich hier in die Garage reinfahre, kann ich abschalten. Ich versuche dann auch an den seltenen fußballfreien Tagen wirklich keine Termine zu haben“.

Auf die Frage, ob er die Umgebung hier auch schon erkundet hat, erklärt Neuer: „Ein wenig, ja. Ich habe schon ein paar Wanderungen hinter mir und bin einige Hütten angelaufen. Und dabei habe ich auch schon den einen oder anderen Lieblingsplatz gefunden, aber da gibt es für mich hier noch Einiges zu entdecken“. Seit seiner Kindheit kenne er die Berge, da er mit seinen Eltern sehr oft in den Winter- und Osterferien beim Skilaufen war. Damals noch in einem bescheidenen Wohnmobil. “Das war logistisch jedes Mal eine kleine Herausforderung, vor allem wenn nachts die Gasflasche für die Heizung leer war. “Ich kenne mich also auch als Junge aus dem Pott sehr gut mit winterlichen Verhältnissen aus”, meint Neuer rückblickend.

Die Einheimischen lassen mich in Ruhe

„Gibt es bestimmte Dinge, die Du brauchst, um Dich daheim zu fühlen“, fragt das Bayern Magazin. Neuer: „Klar, das sind zum einen die Menschen um einen herum, die einem dieses Gefühl vermitteln. Und dann ist mir die Privatsphäre sehr wichtig“.

Manuel Neuer / Quelle: Bayern Magazin; Fotograf: Christian Kaufmann.

Ob der Manuel Neuer in der Öffentlichkeit der gleiche wie im Privatleben sei, will das Club-Magazin wissen. „Prinzipiell achte ich immer darauf, dass ich in allem so dargestellt werde, wie ich auch wirklich bin“. Da er immer im Visier der Öffentlichkeit stehe, selten unbeobachtet sei und die Autogrammjäger immer im Nacken habe. Den Preis für das privilegierte Leben als Fußballprofi beim FC Bayern findet Neuer zumindest nicht schlimm.

Man lernt im Laufe der Karriere ja auch, mit diesen Dingen umzugehen, schaut in jungen Jahren vielleicht auch, wie die älteren Spieler das machen. Es ist in München und auch am Tegernsee eher so, dass die Einheimischen dich in Ruhe lassen, denn für sie ist es auch nichts Neues, mich oder andere Fußballer zu sehen.

Es seien eher die Touristen, die für Autogramme oder Fotos auf einen zukommen. Damit habe Neuer auch grundsätzlich kein Problem. “Das mache ich gerne. Nur wenn Leute dann bei mir an der Haustüre klingeln, finde ich es nicht mehr so gut“.

Manuel Neuers Blick auf die Egerner Bucht. / Quelle: Bayern Magazin; Fotograf: Christian Kaufmann.

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