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Gemeinderat entscheidet über Zukunft des Spielbankareals

High Noon in Bad Wiessee

Von Robin Schenkewitz

Nichts weniger als die zügige Umsetzung eines Hotelprojektes hatte Thomas Strüngmann den Wiesseer Gemeinderäten versprochen, als er 2012 das ehemalige Spielbankgelände erwarb. Doch passiert ist bislang wenig. Nun fordern zahlreiche Gemeinderäte den Rückkauf des Grundstücks. Eine Kampfabstimmung steht bevor.

Gemeinderätin Klaudia Martini fordert den Rückkauf des Spielbankareals durch die Gemeinde.
Gemeinderätin Klaudia Martini fordert den Rückkauf des Spielbankareals durch die Gemeinde.

„Ich halte diesen Zustand für nicht länger hinnehmbar“, betonte die Wiesseer Gemeinderätin Klaudia Martini (SPD) im Juli 2015 und bemängelte den Entwicklungsstillstand rund um das ehemalige Wiesseer Spielbankgrundstück.

Martini fordert Abkehr von Strüngmann

Vor fast drei Jahren hatte Thomas Strüngmann der Gemeinde Bad Wiessee das Gelände für 4,7 Millionen Euro abgekauft. Seitdem wurde viel spekuliert. Kauft Strüngmann auch das benachbarte Lederer-Areal der Firmengruppe RDR oder kommt es zu einem gemeinsamen Projekt? Doch passiert ist bis heute nichts.

Gemeinderätin Martini fordert daher eine Abkehr von Strüngmann und eine Rückabwicklung des 2012 geschlossenen Kaufvertrages. Das benachbarte Hotel Lederer soll nach dem Willen Martinis weitgehend erhalten bleiben und wieder als Hotel betrieben werden. Mit einem entsprechenden Antrag wird sich der Wiesseer Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag um 18 Uhr nun befassen. Auch Robert Huber (SPD), Fritz Niedermeier, Markus Trinkl und Birgit Trinkl (alle drei Wiesseer Block) stehen offenbar hinter Martinis Forderung.

Strüngmann kontert

Grundstücksinhaber Thomas Stüngmann zeigte jüngst auf Anfrage der Tegernseer Stimme zwar Verständnis für Ungeduld der Gemeinderäte und bezeichnete die heute Situation auch aus seiner Sicht als „unbefriedigend“. Gleichzeitig konnte er die Forderung nach einem Rückkauf durch die Gemeinde jedoch nicht nachvollziehen und stellte die kaufmännischen Kenntnisse seiner Kritiker in Frage.

Im Wiesseer Gemeinderat dürfte es am kommenden Dienstag indes spannend werden. Ob der Antrag von Martini und Co eine Mehrheit findet ist derzeit völlig ungewiss. Jupp Brenner (Wiesseer Block) hat Martini offenbar bereits die Gefolgschaft verweigert.

„Ich kann die Ungeduld der Antragssteller verstehen“, erklärt Bürgermeister Peter Höß auf Nachfrage der Tegernseer Stimme. Es gehe darum die Möglichkeiten eines Rückkaufs zu prüfen, so Höß weiter. Genauer wollte er sich im Vorfeld der Abstimmung aber nicht äußern. Zünglein an der Wage werden am Dienstag wohl die Stimmen der CSU-Fraktion und die ranBW-Gruppe sein. Anbei die komplette Tagesordnung der Sitzung am kommenden Dienstag.

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