Nach der Absage des Mountainbike Festivals
Optimistisch in die Zukunft

von Robin Schenkewitz

Das Jubiläum ins Wasser gefallen. Die monatelangen Vorbereitungen umsonst. Für die Organisatoren des Mountainbike-Festivals war heuer kein gutes Jahr. Wegen des Hochwassers musste die Veranstaltung mit mehr als 3.000 Teilnehmern kurzfristig abgesagt werden.

Nun folgt die Aufarbeitung. Die Frustration ist mittlerweile allerdings schon leiser Zuversicht für 2014 gewichen.

Florian Hornsteiner (links)
Florian Hornsteiner (links) hatte viel zu tun in den letzten Tagen

Anzeige

Der Samstag begann noch planmäßig für alle Beteiligten. Der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee Kids-Cup konnte wie geplant stattfinden. Und auch der Haibike Pull-Contest, bei dem knapp 20 Teilnehmer versuchten, Gewichte auf Schlitten über eine festgelegte Strecke zu ziehen, konnte man noch kurzerhand ins Zelt verlagern.

Doch am Sonntagmorgen musste OK-Chef Florian Hornsteiner dann die endgültige Entscheidung treffen: Das Festival wird abgesagt. Der Krisenstab, die Feuerwehr und das Rote Kreuz hatten sich für diese Lösung ausgesprochen.

Dank und Entschuldigung

Die überfluteten Zufahrtsstraßen hätten einen reibungslosen Ablauf unmöglich gemacht. „Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, Helfern, Behörden und Beteiligten. Die Zusammenarbeit war einfach phänomenal“, so Hornsteiner im Nachhinein.

Am Ende sei die Situation einfach zu gefährlich geworden, erzählt der OK-Chef, der sich auch noch mal bei allen Teilnehmern entschuldigt:

„Es tut uns furchtbar leid, aber der andauernde Regen und die Folgen haben uns die zehnte Auflage vermasselt.“

Herrschte am Sonntag noch tiefe Enttäuschung bei allen Beteiligten vor, so bekam der Veranstalter nach eigenen Angaben das Chaos nach und nach in den Griff. Und man zeigte sich solidarisch mit den Flutopfern.

Essen verschenkt

Verzehrbons, die von den Teilnehmern gebucht, jedoch nicht eingelöst wurden, übergab man an eine Spendenaktion zugunsten der Hilfskräfte und Hochwasseropfer im Tegernseer Tal. Außerdem wurden noch die übrig gebliebenen Lebensmittel verteilt.

Streckenchef Stefan Niedermaier übergab beispielsweise die Obstkisten, die eigentlich für die Verpflegungsstellen gedacht waren, an die Schüler der Grund- und Mittelschule Rottach-Egern.

Die Veranstalter stellen das übrig gebliebene Obst den Kindern der Rottacher Mittelschule zur Verfügung
Die Veranstalter stellten am Montag das übrig gebliebene Obst den Kindern der Rottacher Grund- und Mittelschule zur Verfügung

Und auch die Käsestücke der Naturkäserei Tegernseer Land, die die Mountainbiker im Ziel hätten verköstigen sollen, wurden im Laufe der Woche an die Gmunder Tafel übergeben.

Verluste noch nicht abzusehen

Das Startgeld bekamen die Teilnehmer allerdings nicht wieder zurück. „Eine Rückerstattung der Startgelder ist nicht möglich, da bereits alle Leistungen im Voraus bezahlt wurden“, so Hornsteiner. Als kleine Entschädigung habe man allerdings bereits am Sonntag beschlossen, jedem Teilnehmer sein Trikot kostenlos zuzuschicken. Zudem überlegt das Team, wie man die Teilnehmer für das nächste Jahr entschädigen kann.

Insgesamt sei der finanzielle Verlust für flowmotion allerdings noch nicht abzusehen. „Hier sind wir noch am Aufarbeiten“, weiß Hornsteiner. An Anteilnahme hat es allerdings nicht gemangelt. Generell sei das Verständnis für die Absage bei Sponsoren, Ausstellern und Teilnehmern sehr groß. Die Macher stimmt das optimistisch für das 11. Mountainbike-Festival 2014.

Viele Teilnehmer hätten dafür sogar schon ihrerseits die Werbetrommel gerührt. So machte ein Mountainbiker den Machern per E-Mail Mut und unterbreitete einen Vorschlag:

„Lasst uns doch da einfach mit den Trikots von heuer starten und die zehnte Auflage nachfeiern.“

SOCIAL MEDIA SEITEN

Anzeige
Aktuelles Allgemein

Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus