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Während Sanierungsarbeiten am Rottacher Pfarrhof

Bauarbeiter entdecken historischen Brunnen

Von Nicole Kleim

Über Jahrhunderte lag der Tiefbrunnen auf dem Gelände des Pfarrhofs in Rottach-Egern unter Steinen vergraben – jetzt sind Bauarbeiter wieder auf ihn gestoßen. Ein historischer Fund.

Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des Rottacher Pfarrhofs entdeckten Bauarbeiter diesen alten Brunnen. / Foto: N. Kleim

Die Sanierungsarbeiten beim alten Pfarrhof in Rottach-Egern sind in vollem Gange. Errichtet werden soll ein neuer, für 100 Personen ausgerichteter Pfarrsaal samt Ausstellungsraum. Das alte Gebäude ist inzwischen entkernt, die Garagen und Toiletten abgerissen worden. Erhalten bleiben soll der historische Dachstuhl. In diesem will das katholische Pfarramt St. Laurentius Egern künftig seine Kunstgegenstände unterbringen.

Aktuell werden Fernwärmeleitungen zur Kirche verlegt. Wie der Merkur nun berichtet, haben Bauarbeiter bei den dafür notwendigen Ausgrabungen eine historische Entdeckung gemacht: Mit ihrer Baggerschaufel stießen sie auf einen vier bis fünf Meter tiefen Brunnen. Archäologen untersuchen jetzt den Fund.

Über Jahrhunderte verschüttet: Der Tiefbrunnen. / Foto: N. Kleim

Die Legende der Geheimgänge

Kirchenpfleger Kajetan Liedschreiber vermutet, dass aus diesem Brunnen jahrhundertelang Wasser für Mensch und Tier geschöpft wurde. Seine scherzhafte Annahme, es könne sich womöglich um einen Geheimgang handeln, ist der Legende von angeblichen Geheimgängen geschuldet, die das Kloster Tegernsee einst mit dem Kapelle St. Quirin verbunden haben sollen.

Das Ordinariat und das Denkmalamt sind über den Fund bereits informiert. Fachleute werden die Ausgrabungsarbeiten weiter verfolgen und begleiten. Die Bauarbeiten werden dadurch in keinster Weise behindert. Denn der Brunnen befindet sich an einer Stelle, wo keine Überbauung geplant ist. Lieschreiber kann sich sogar vorstellen, den Brunnen Bestandteil des künftigen Pfarrgartens werden zu lassen.


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