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Morgen werden die Bauarbeiten wieder aufgenommen

Flut verzögert Stegbau in Tegernsee

Von Peter Posztos

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Aktualisierung vom 11. Juni / 16:28 Uhr
Vor sechs Wochen haben die Bauarbeiten für den Seesteg in Tegernsee begonnen und eigentlich lief alles nach Plan. Noch vor den Sommerferien hätte das Vorhaben laut Bürgermeister Peter Janssen fertig sein sollen. Doch das Hochwasser hat auch hier die Arbeiten zeitweise zum Erliegen gebracht.

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Verzögerung um zwei Wochen

Nach einer langen Debatte um den Bau eines Stegs in Tegernsee zwischen Länd und August-Macke-Anlage, haben sich am 07. April in einem Bürgerentscheid die Mehrheit der Tegernseer Bürger für den Steg ausgesprochen. Bereits drei Wochen später rückte die beauftragte Baufirma mit Bagger, Baucontainer und Holzstelzen an.

Doch die starken Regenfälle der letzten Wochen haben auch ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. “Die Bauarbeiten sind zwischenzeitlich abgesoffen”, erklärte Bürgermeister Peter Janssen gestern auf Nachfrage. Bis auf die vorraussichtliche Verzögerung umd rund zwei Wochen seien jedoch keine Schäden entstanden, so Janssen weiter. Die Pfosten sind fast vollständig gesetzt und schon morgen werden die Arbeiter ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.

Ursprünglicher Artikel vom 24. April mit der Überschrift: “Das soll kein Feier-Steg werden”
Am heutigen Mittwoch haben die Bauarbeiten für den Tegernseer Seesteg zwischen Länd und August-Macke-Anlage begonnen. Läuft alles nach Plan, können Einheimische und Touristen schon in drei Monaten über das letzte Teilstück flanieren. Auch ein Konzept zur Einbindung der Hauptstraße an den Steg liegt der Stadt schon länger vor. Nun hat sich Bürgermeister Janssen erstmals dazu geäußert.

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Lange hatte es gedauert, bis die Entscheidung für den Seesteg gefallen war. Gegner und Befürworter hatten sich bis zuletzt eine erbitterte Debatte geliefert. Am Ende musste ein Bürgerentscheid her, um den Weg für den Steg frei zu machen. 57 Prozent der Tegernseer hatten sich am 7. April für den Bau ausgesprochen.

Doch offenbar war man im Tegernseer Rathaus auch vor der Abstimmung bereits guter Dinge. Bereits seit Ende März lag den Verantwortlichen ein Konzept zur umfassenden Belebung des geplanten Seestegs und der angrenzenden Hauptstraße vor. Vor allem die Geschäfte sollten davon profitieren.

Der Seeuferweg als Kunst- und Erlebnismeile

“Der Seeuferweg als Plattform für Musik, Kultur und Heimat,” so nennt Horst Veith sein kostenloses Konzept. Mit dieser Idee war der Rottacher Unternehmer bereits vor einiger Zeit an die Stadt herangetreten. “In Tegernsee fehlt es an Attaktionen und Darstellung. Mit meiner Idee wollte ich dazu beitragen, den Steg und die Stadt zu beleben,” so Veith auf Nachfrage. Dieses Konzept hat Veith der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Horst Veith ist Unternehmer und Erfinder

Der Steg sollte damit auch als Ausstellungsfläche für heimische und überregionale Künstler
genutzt werden, die ihre Werke auf Staffelagen den Fussgängern präsentieren. Dazu gibt es Musik, heißt es in Veiths Konzept weiter.

Viele Museen verfügen in Archiven über Exponate, welche aus Platzgründen bisher nicht gezeigt wurden. Der Seeuferweg hätte den entsprechenden Platz dafür.

Darüber hinaus könnten, so Veith weiter, auf einer Projektionsfläche besondere Fotos und Videos bestaunt werden. Und auch die Vereine im Tal sollten Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren.

Tegernseer Geschäftswelt könnte profitieren

Alles in allem verfolgt Veith mit seinem Konzept aber noch einen größeren Ansatz. Denn: Auch die Geschäfte in Tegernsee sollen von einer Idee eines lebendigen Stegs profitieren.

Die Läden könnten in die Ausstellungen mit eingebunden werden, indem sie zum Beispiel in einem Teil Ihrer Schaufenster und im Geschäftsraum die weiteren Ausstellungsstücke zeigen.

Über eine klare Wegführung sollen die Besucher dann vom Seesteg in die Haupt- und weiter in die Rosenstraße geführt werden. Am Ende könnte ein Gewinnspiel den Touristen und Einheimischen einen Anreiz liefern, neben dem Steg als touristischen Magneten auch alle teilnehmenden Geschäfte zu besuchen und dort beispielsweise nach einem Lösungswort zu suchen. “Dafür ist es natürlich notwendig, gemeinsam mit den Tegernseer Geschäftsleuten ein Konzept zu erstellen und sie mit einzubeziehen,” so Veith.

Bürgermeister Peter Janssen zeigt sich nicht abgeneigt vom Konzept des Rottachers, betont aber, dass der Steg ein Fussgänger- und kein Feiersteg sei. “Das Ganze soll auf keinen Fall ein dauerhaftes Konzept werden. Es ist zunächst einmal aber für den Tag der Stegeröffnung interessant.” Auch Veith kann mit dieser Einschränkung leben, stellt aber gleichzeitig fest: “Sollte das Ganze gut angenommen werden, spreche eigentlich nichts dagegen, den Seeuferweg häufiger als Ausstellungs- und Aktionsfläche zu nutzen.”

Bauarbeiten haben begonnen

Um das Konzept Veiths testen zu können, muss allerdings der Steg erstmal gebaut werden. Heute hatte die Baufirma mit den vorbereitenden Maßnahmen begonnen. Am Nachmittag rückte der erste Bagger an, ein LKW platzierte Baucontainer auf dem Gelände der Bayern-Versicherung.

Heute Nachmittag haben die Bauarbeiten am Steg begonnen.
Heute Nachmittag haben die Bauarbeiten am Steg begonnen.

Anfang kommender Woche wirds dann richtig ernst. Eine von der Stadt beauftragte Firma, die auch schon an Bau des Steges beim Cafe Kreutzkamm mitgewirkt hat, wird mit speziellem Gerät die Pflöcke ins Wasser stoßen. Ist der Steg fertig, wird eine Brücke über den Alpach errichtet und der private Bootshafen der Familie Heinzelmann versetzt.

Läuft alles nach Plan, soll der Steg noch vor den Sommerferien fertig sein. Bürgermeister Janssen zeigt sich auf alle Fälle zuversichtlich: “Ich hoffe das klappt. Sollte sich die geplante Bauzeit um wenige Tage verzögern, wäre das aber auch kein Beinbruch.”

Häuser der Anlieger werden begutachtet

Einige Anlieger stehen dem Stegbau unterdessen noch immer ablehnend gegenüber. Die Stadt will daher vor dem Baubeginn den Zustand von drei Häusern entlang des geplanten Verlaufs von einem Gutachter untersuchen lassen. Ist der Steg fertig, werden die Experten nochmals anrücken, und die Häuser begutachten.

„Es geht um die Beweissicherung“, erklärt Janssen. Damit soll geklärt werden, ob Risse an Gebäuden bereits zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden sind oder erst im Zuge der Bauabreiten entstanden sind. Das sei eine übliche Vorgehensweise, eine Absicherung für die Hausbesitzer und die Stadt, so der Bürgermeister.

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