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Hochwasserrisiko für den Tegernsee weiterhin gering

Weiße Gipfel, graues Tal

Von Maxi Hartberger

Aktualisierung vom 21. Mai 2015 / 13:07 Uhr
Acht Grad kalt, dauernder Nieselregen im Tal und Schnee auf den Bergen. Der Winter steht kurz vor der Tür … Zumindest sagt das einem das eigene Empfinden. Doch in der Realität ist es Mai, die Pfingstferien beginnen bald und doch herrscht wegen tagelangem Dauerregen die Sorge vor dem Hochwasser. Jetzt gibt es Prognosen für die kommenden Tage.

Auf dem Wallberg sieht es momentan aus wie im tiefsten Winter. Bildquelle: Wallberghaus
Auf dem Wallberg sieht es momentan aus wie im tiefsten Winter. Bildquelle: Wallberghaus

Seit Tagen ist das Wetter grau in grau. Die Temperaturen fühlen sich winterlich kalt an und der Regen sorgt für nervöse Gemüter. Das Hochwasser im Tegernseer Tal ist kaum zwei Jahre her, die Angst vor einer erneuten Katastrophe ist in vielen Köpfen verankert.

Bereits in den vergangenen zwei Tagen berichtete die TS, dass es bisher keinen akuten Grund zur Sorge gibt. Der stellvertretende Leiter des Wasserwirtschaftsamts, Andreas Holderer, bestätigte gestern, dass man von einem Katastrophenszenario wie 2013 noch weit entfernt sei.

Keine Verbesserung am Wochenende

Aktuelle Daten des Hochwassernachrichtendienstes belegen, dass bis morgen zwar noch eine Warnung für Hochwasser gilt, doch der Tegernsee auch weiterhin nicht einmal Meldestufe 1 erreichen wird. Ganz anders sieht es da beim Deutschen Wetterdienst aus.

Der DWD gibt bis morgen eine weitere Warnung vor Dauerregen im Landkreis bekannt. Zu den bereits gefallenen Mengen können örtlich noch bis zu 30 Liter pro Quadratmeter hinzukommen. Und auch für das Wochenende wird weiterhin Regen bei kalten Temperaturen vorausgesagt. Zwar besteht noch immer keine Gefahr im Tegernseer Tal, dennoch werden die Bergspitzen wohl noch eine Weile weiß bleiben.

Ursprünglicher Artikel vom 20. April 2015 mit der Überschrift: „Hochwasserwarnung für den Landkreis“
Der Tegernsee erreichte neue Höchststände, Straßen wurden überflutet, Häuser überschwemmt, 600 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Das Jahrhunderthochwasser im Tegernseer Tal vor zwei Jahren ist noch vielen Einheimischen präsent. Nun sorgt das Tief Diethelm seit Tagen für Regen – und schürt die Angst vor einer neuen Katastrophe.

Der prognostizierte Pegelstand erreicht wohl nicht einmal annähernd die Werte von 2013. Quelle: WWA Rosenheim
Der prognostizierte Pegelstand erreicht wohl nicht einmal annähernd die Werte von 2013. Quelle: WWA Rosenheim

Genau zur selben Zeit vor zwei Jahren kam es im gesamten Tegernseer Tal zu einer katastrophalen Flut. Tagelang herrschte Ausnahmezustand. Der Schaden wurde im Nachhinein auf 2,4 Millionen Euro geschätzt. Über 600 Einsatzkräfte waren während der Überflutungen im Einsatz, haben Keller ausgepumpt, Straßen gesichert, Dämme und Rückhaltebecken stabilisiert – es wurde getan, was möglich war.

Den Einheimischen schwebt dieses Bild noch sehr genau vor Augen. Daher sorgt der Dauerregen der vergangenen Tage für Unruhe. Bereits gestern berichtete die TS von Unwetterwarnungen für die Region, doch bisher galt kein Hochwasserrisiko für den Tegernsee.

Vorwarnung vor Hochwassergefahr

Doch der deutsche Wetterdienst warnt nun vor ergiebigem Dauerregen, der sich bis in das kommende Wochenende erstrecken kann. Auch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat vor wenigen Minuten eine Vorwarnung vor Hochwassergefahr für den Landkreis Miesbach bekannt gegeben. Diese gilt bis einschließlich Freitag, 22. Mai.

Diese Warnung betrifft hauptsächlich Leitzach und Schlierach, deren Meldepegel in den kommenden Tagen vermutlich Meldestufe 1 erreichen werden. Einen Anstieg auf Stufe 2 schließt man derzeit noch aus. Doch es gibt Entwarnung: Der Pegel des Tegernsees wird laut Berechnungen nicht einmal Meldestufe 1 erreichen.

Das kann uns auch Andreas Holderer, stellvertretender Leiter des Wasserwirtschaftsamts, persönlich bestätigen:

Nach derzeitigem Wissen erwarten wir erhöhte Pegelstände, aber von einem Katastrophenszenario wie 2013 sind wir noch weit entfernt.

Der Pegel der Rottach sinke bereits wieder. Doch Holderer räumt ein, dass das alles nur Prognosen nach derzeitigem Wissen seien. Für das Wochenende könne man noch keine belastbaren Aussagen treffen. „Aber wir kontrollieren die Pegelstände natürlich jederzeit, dafür sind wir da“, beruhigt er.

Außerdem steht das Wasserwirtschaftsamt in ständiger Verbindung zum Katastrophenschutz des Landratsamts, sodass rechtzeitig reagiert werden kann. Insgesamt sieht es bisher nicht nach einer erneuten Katastrophenflut aus. Die TS hält Sie aber weiterhin auf dem Laufenden.

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