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Wiessees Bürgermeister noch nicht auf dem Damm

Höß erklärt, wie es um ihn steht

Ende Juni wurde Peter Höß an der Halswirbelsäule operiert. Doch seine Genesung dauert weitaus länger als prognostiziert. Sein Auftritt als Rathauschef bei der Bürgerversammlung in Bad Wiessee war für ihn wohl auch ein Test, was körperlich wieder möglich ist.

Bürgermeister Peter Höß vor der Wiesseer Kulisse / Fotos K.Wiendl

Man sieht es Höß an, dass er noch nicht wieder ganz gesundet ist. Sein rechter Arm liegt fast bewegungslos am Körper an. Der Unterarm hat beim Händeschütteln noch wenig Spielraum. Ein untrügerisches Zeichen, dass die Folgen der Operation für Höß noch nicht ganz überwunden sind. Daher war es ihm offensichtlich ein Anliegen, die Zuhörer im großen Saal des Gasthof Zur Post über seine gesundheitliche Situation zu  informieren. „Ich bin froh, dass ich wieder da sein kann, aber bis ich wiederhergestellt bin, wird es noch eine Zeit dauern“, sagte Höß eingangs.

Die Operation an der Halswirbelsäule sei am 28.06.2018 gewesen. Er habe wohl „den Fehler gemacht“, die Operation zu weit hinauszuschieben. „Denn seit gut einem Jahr habe ich Taubheitsgefühle an der rechten Hand. Sie stammen von einer deutlichen Verengung des Spinalkanals. Damit waren die Nervenstränge zum Hirn eingeschränkt“. Dies führte bei Höß zu bestimmten Lähmungserscheinungen. Die Medizin könne dies heute schon beheben, „aber durch die doppelt so lange als geplante Operation sind auch die Nerven des rechten Oberarms, wie Bizeps und Trizeps, in Mitleidenschaft gezogen worden“. So ein Nerv, wenn er mal „beleidigt“ sei, erhole sich einen Millimeter pro Tag. „Bei mir sind etwa 30 Zentimeter geschädigt“, deshalb rechnet Höß noch mit einem Jahr  bis zur weiteren Genesung.

Intensive Reha weiterhin erforderlich

In dieser Zeit müsse er „intensive Reha“ wie Trainings- und Elektrotherapien machen. „Wenn ich diese Zeit jetzt nicht nutze, bildet sich der Muskel zurück“. Dann werde daraus Bindegewebe „und dann geht nichts mehr“. Er habe keine Wahlmöglichkeit als nun intensiv daran zu arbeiten. Auch andere Leidensgenossen hätten es wieder weitestgehendst geschafft. Eine hundertprozentige Heilung sei nicht mehr möglich, aber 80 bis 90 Prozent. „Das ist eine gute Perspektive, die es lohnt, dran zu bleiben“.

Die Wiesseer Bürger zeigten Ihr Interesse an den Themen des Bürgermeisters – der Gasthof zur Post war gut besucht

Wie sich dies organisatorisch im Rathaus regeln lasse, würden die nächsten Tage und Wochen entscheiden, so Höß. Sein Dank galt vor allem seinem Vize Robert Huber, der ihn in den letzten dreieinhalb Monaten „vollumfänglich“ vertreten habe. „Auch die Verwaltung hat meine Fehlzeiten mit großem Einsatz ausgeglichen und auch auf Urlaub verzichtet“. Hervorragend seien die Dinge in seinem Sinn weitergeführt worden.

„Es ist wichtig, dass man sich auf seinen Vertreter hundertprozentig verlassen kann“. Dies sei auch ein Teil der Genesung. Aber auch Kurt Sareiter galt der Dank. Der habe in dieser Zeit Gratulationen für Geburtstage und Jubiläen übernommen, „Damit auch hier die Gemeinde präsent war“. Wie es bei ihm weitergehe, haben die Ärzte zu entscheiden, „die haben das letzte Wort“.


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