Doch keine Flüchtlingscontainer neben Wiesseer Grundschule
Höß-Grundstück wird wieder Wiese

von Peter Posztos

In Bad Wiessee soll der einstige Übergangs-Standort der Realschule zurück gebaut werden. Wo bis vor zwei Jahren Container für die Schüler standen, hätte das Landratsamt eventuell Flüchtlingsunterkünfte hinstellen wollen. Doch das ist jetzt nicht mehr nötig.

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Das Höß-Grundstück war bis vor zwei Jahren Standort für die Realschul-Container.

Bis 2014 standen an der Hauptstraße die Behelfsbauten Realschule. Seit dem Umzug nach Gmund wartet die Kiesfläche auf eine Renaturierung. Diese forderte unter anderem auch die Orts-CSU immer wieder im Gemeinderat von Bad Wiessee.

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Erst Ende Juli beantragten die Christsozialen den endgültigen Rückbau des früheren Container-Stellplatzes. Ein „nicht akzeptabler Zustand“ des „gut einsehbaren Grundstücks“ nördlich der Grundschule hieß es im CSU-Antrag. In der Tat ragen auch lange nach dem Abbau des „Containerdorfs“ die Anschlüsse für Strom und Wasser noch aus dem Boden.

Zudem sprießt dort Unkraut, aber kein Rasen, wie vor der Nutzung als Behelfsunterkunft. „Der Rückbau wurde trotz bereits erfolgter Aufforderung bisher nicht vollzogen“, zitierte Florian Sareiter (CSU) den gemeinsamen Antrag. „Den Besitzern soll hierfür von Seiten der Verwaltung eine Frist bis Jahresende gesetzt werden“, so Sareiter.

Landratsamt will Rückbau starten

Im aktuellen Wiesseer Gemeindeboten erklärt nun Wiessees Bürgermeister Peter Höß als einer der Eigentümer, dass “der Pachtvertrag für das Areal, den der Landkreis Miesbach hierfür mit der Gemeinde Bad Wiessee schloss, mit dem Auszug der Realschule, dem Abbau der Container und damit zum Ende des Jahres 2014 beendet” wurde.

Die Vertreter des Landratsamtes baten jedoch darum, den Zustand nach Abzug der Container beizubehalten, um so eine eventuelle Fläche für spätere Container zur Unterbringung von Asylbewerbern pachten und nutzen zu können. Die weitere Entwicklung der Asylfrage zeigte jedoch, dass diese Fläche nicht mehr benötigt werden sollte.

Nun, so Höß weiter, stehe dem Rückbau und der zukünftigen Nutzung als landwirtschaftliche Fläche nichts
mehr im Wege. “Das Landratsamt Miesbach ist vertragsgemäß zum Rückbau verpflichtet und wird diesen in absehbarer Zeit in Auftrag geben.” Die Vertreter des Landratsamtes warten allerdings noch auf eine konkrete Anfrage, welche Arbeiten genau durchgeführt werden sollen. Das erklärt Pressesprecher Birger Nemitz.

Einbahnregelung am Kindergarten soll bleiben

Ebenfalls zurück gebaut werden soll die provisorische Straßenverbindung östlich des Kindergartens. Zwar hatte die CSU hier beantragt, die Zufahrt soll in „einem langfristigen Pachtvertrag mit den Besitzern über die Nutzung des westlichsten Grundstücksteils als Einbahnstraßenregelung für den katholischen Kindergarten ausgehandelt werden“. Damit, so der Wunsch der Christsozialen, solle der sichere Verkehrsfluss beibehalten und durch anschließendes Teeren noch verbessert werden.

EInbahnstraßenregelung
Die Einbahnstraßenregelung zum Kindergarten könnte beibehalten werden.

„Die Einbahnstraßenregelung zum Kindergarten hat sich eindeutig bewährt“, erwiderte dagegen Herrmann auf der letzten Gemeinderatssitzung. Und Höß erklärt den Grund für den Rückbau nun ebenfalls im Gemeindeboten:

Mit dieser Verbindungsstraße ist die Verlegung des Schuleingangs auf die Nordseite des Schulgebäudes möglich geworden und die Gemeinde konnte das neue Feuerhaus in Ruhe planen und alle Beteiligten sparten sich dadurch eine Menge Geld.

Zwischenzeitlich sei die Feuerwehr umgezogen, so dass diese Verbindungsstraße nicht mehr erforderlich sei und nun ebenfalls zurückgebaut wird.

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