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Klausur des Wiesseer Gemeinderates

Höß: Wir haben viel zu bereden

Zahlreiche künftige Bauprojekte in Bad Wiessee stehen auf der Tagesordnung einer geheimen Klausur, die kommende Woche stattfindet. Im Gespräch mit der TS erklärt Bürgermeister Peter Höß, was die Wiesseer derzeit am meisten bewegt.

Im Gespräch mit der TS: Wiessees Buergermeister Peter Höß / Archivbild

Wo genau die Klausur kommende Woche stattfindet, verriet Wiessees Bürgermeister Peter Höß im Gespräch mit der Tegernseer Stimme nicht – nur, dass es ein Hotel im Landkreis ist. Gesprächiger war Höß dann bei den „anstehenden Baumaßnahmen“, die man wegen ihrer „Komplexität“ nicht im Rahmen einer Gemeinderatssitzung behandeln könne.

Denn im Bauamt würden sich die Bauwerber die Klinken in die Hand geben, daher solle Amtschef Helmut Köckeis die zahlreichen Anfragen in einer Klausur erläutern. „Diese werden das künftige Ortsbild entscheidend prägen.“ Allein im Ortskern an der Münchner Straße sind es drei Bauvorhaben, die fast nebeneinander in einer Reihe stehen und bereits neue Eigentümer haben oder noch zum Verkauf stehen.

Im Eigentum der Gemeinde ist lediglich das Haus Rheinland. Dieses stellt Wiessee dem Landratsamt für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung. Langfristig hat die Gemeinde mit der Immobilie wieder eine Nutzung für den Fremdenverkehr im Auge. Unmittelbar am Lindenplatz steht das Haus Ursula, das ein Investor aus Ismaning erworben hat. Doch dessen erste Neubaupläne wurden Anfang Dezember vom Gemeinderat einstimmig abgeschmettert.

Hotel Ritter steht zum Verkauf

Bei der Klausur geht es auch um das Hotel Ritter in der Münchner Straße, über dessen Verbleib seit längerem Gerüchte in Umlauf sind. Höß sorgt nun für Klarheit und verrät: “Das Hotel soll verkauft werden.” Dies bestätigt auch das von der Erbengemeinschaft beauftragten FALC Immobilienbüro in Neubiberg. „Richtig ist, dass wir das Objekt im Vertrieb haben und uns in Gesprächen mit Interessenten befinden“, so Michael Georg auf Anfrage.

Da noch nicht entschieden ist, was dort geschehen soll, möchte ich weder Gerüchte bestätigen noch einen Anlass für neue geben. Ein Käufer wird hier sicherlich seine Pläne mit den Behörden abstimmen und die letztendliche Entscheidung diesbezüglich erst einige Zeit nach dem Kauf treffen.

Aus dem Jahr 1928 stammt das 60-Zimmer-Hotel, das einst von Architekt Lorenz Grühn gebaut und seinen drei Kindern vermacht wurde. Nachdem es einmal Hotel Florida hieß, bekam das Haus mit dem neuen Pächter Oliver Michael Ritter auch dessen Namen.

Betroffen wäre bei einer neuen Bebauung des Grundstücks auch der Pavillon von Optik Riedel, der ebenso von der Erbengemeinschaft Grühn gepachtet ist. Bei Riedel ist man über die Verkaufsabsichten wenig erfreut, „da die Inneneinrichtung ganz auf die Räume zugeschnitten ist“. Noch ist auch nicht klar, wie der Baukörper aussehen soll, der etwas entfernt in gleicher Front Straßenfront entstehen soll. Dort, wo einst das Hotel Edelweiß stand. Zwar wurde schon mit dem Aushub begonnen, doch ein genehmigter Bauplan für ein Pflegewohnheim der Bayreuther Betreibergesellschaft SeniVita existiert noch nicht.

Was wird aus dem „Handwerkerhof“?

Während Thomas Strüngmanns Hotelpläne an der Seepromenade laut Höß nicht auf der Agenda stehen, werde auch über die Zukunft des einstigen „Handwerkerhofs“ neben dem Rathaus in der Sanktjohanserstraße 10 beraten, der im Eigentum der Gemeinde ist. Einst waren hier eine Druckerei, eine Glaserei und ein Orthopädie-Geschäft. Seit geraumer Zeit stehen die Räume leer.

Noch steht nicht fest, was mit dem Gelände in der Ortsmitte geschehen soll. Sicher ist aber, dass die Gebäude mittelfristig abgerissen werden. In den Neubauten wird jedoch wahrscheinlich wieder Gewerbe angesiedelt werden, verriet einst Bauamtsleiter Helmut Köckeis. Darüber hinaus gebe es auch Überlegungen, Büroräume der Gemeinde auszulagern, da die Kapazitäten im Rathaus erschöpft seien.

Viel Gesprächsstoff also für die Klausur am 2. Februar, die sich womöglich auch nochmals den umstrittenen Jodbad-Plänen widmet.


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