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Holzkirchen hat mehr Arbeitslose

Von Nicole Kleim

1.192 Bürger sind derzeit im Landkreis Miesbach ohne Arbeit. 745 Arbeitslose sind bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet. Doch obwohl die Arbeitslosenquote hier leicht anstieg, ist sie landkreisweit gesunken.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen in den Landkreisen mit Stand Oktober. / Statistik: Agentur für Arbeit in Rosenheim

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.192 Bürger ohne Erwerbstätigkeit. Daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote für den Monat Oktober von derzeit 2,2 Prozent. Im Vormonat waren es 0,1 Prozentpunkte mehr. Das heißt, die Arbeitslosigkeit hat sich von September auf Oktober um 16 Personen verringert. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 57 Arbeitslose weniger.

Bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen sind 745 gemeldet, 12 mehr als im Vormonat. Arbeitslosengeld II erhielten 447 Personen, 28 weniger als im September. Hier liegt die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen derzeit bei 2,2 Prozent.

Ein Jahr zuvor lag die Arbeitslosenquote zur gleichen Zeit bei 2,4%. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.402 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 307 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 4.610 Personen, die ihre Arbeitslosigkeit beendeten.

Weniger freie Arbeitsstellen

403 Personen meldeten sich neu oder erneut bei der Agentur in Holzkirchen arbeitslos. Das sind 31 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 420 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Dabei sank der Bestand an Arbeitsstellen im Oktober geringfügig. Und zwar um 3 auf 712.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 23 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Oktober 151 neue Arbeitsstellen, das sind 38 weniger als das Jahr zuvor. Seit Januar gingen 1.566 Arbeitsstellen ein. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Abnahme von 172. Dr. Nicole Cujai, Chefin der Rosenheimer Arbeitsagentur, zeigt sich erfreut:

Viele Personengruppen von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren: Männer, Frauen, die unter 25- und die über 55-Jährigen sowie Ausländer – bei ihnen allen ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zurückgegangen.

Die Rosenheimer Agenturleiterin betont jedoch, dass es einige Betroffene bei der Stellensuche nach wie vor schwer haben. Deshalb appelliert sie an Unternehmen, bei der Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsstellen auch vermeintlich Schwächeren eine Chance zu geben.

„Auch Bewerber, die aufgrund ihres Lebenslaufes und/oder ihrer Zeugnisse nicht immer überzeugen, oder nach einer Familienpause in den Beruf zurückkehren wollen, können perfekt zur Arbeit und zu dem Personal in Ihrem Betrieb passen. Geben Sie ihnen eine Chance.“

Landkreis hat noch freie Lehrstellen

119 freie Lehrplätze hat der Landkreis Miesbach noch zu vergeben. Nahezu alle Jugendlichen seien versorgt, heißt es seitens der Rosenheimer Arbeitsagentur. Im letzten Jahr habe sich die Situation für die Jugendlichen, die sich für eine duale Ausbildung entschieden haben, sehr positiv entwickelt, so Dr. Nicole Cujai, Chefin der Rosenheimer Arbeitsagentur.

Die Unternehmen hier in der Region würden ein breites Spektrum an betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten anbieten. Noch immer sei aber die Suche nach einem Auszubildenden für manche Firma schwierig, sagt sie. Vor allem, wenn der Ausbildungsberuf nicht so bekannt ist, oder der Ausbildungsbetrieb sehr schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist.

Eckdaten des Arbeitsmarktes im Geschäftsstellenbereich Holzkirchen / Statistik: Agentur für Arbeit Rosenheim

Für junge Menschen mit einer guten schulischen Voraussetzung sei es einfacher, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Gute Chancen hätten inzwischen auch diejenigen, bei denen allein das Zeugnis vor einigen Jahren schon zur Absage geführt hätte. Hoch im Kurs stehen nach wie vor bei den Jungs die Berufe Kaufmann im Einzelhandel, Kfz-Mechatroniker, Verkäufer und Industriemechaniker. Bei den Mädchen rangieren die Medizinische Fachangestellte und die Kauffrau für Büromanagement ganz vorne, gefolgt von der Kauffrau im Einzelhandel.

Ungefähr 60 Flüchtlinge konnten ebenfalls mit einer betrieblichen Ausbildung starten. relativ unproblematisch läuft es bei denjenigen, die aus Ländern mit hoher Bleibeperspektive kommen. Bei allen anderen hängt es von der Einzelprüfung des Ausländeramtes ab, ob mit einer Ausbildung begonnen werden kann.

Der Ausbildungsstellenmarkt

Insgesamt hatten sich 3 511 Bewerber (2 147 junge Männer und 1 364 Mädchen) im Laufe des Berufsberatungsjahres bei der Agentur für Arbeit in Rosenheim für die Vermittlung in eine Ausbildungsstelle vormerken lassen. Darunter 679 Jugendliche mit ausländischer Nationalität. Damit liegt die Zahl der Bewerber um 195 höher als im Vorjahr.

Seit Beginn des Berichtsjahres wurden der Rosenheimer Arbeitsagentur 3 655 Lehrstellen gemeldet. Damit haben Betriebe, Verwaltungen und die so genannten freien Berufe 57 Stellen mehr gemeldet als im Berufsberatungsjahr 2015/2016. Ende September waren noch 420 Lehrstellen zu besetzen. 17 mehr als im Vorjahr.

Stellen gibt es im Besonderen noch für Berufe, die mit der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung betraut sind (insgesamt 58), wie zum Beispiel Koch/Köchin (21 Stellen), für Hotel- und Gaststättenberufe (insgesamt 31 Stellen), sowie für Ausbildungen im Handel, davon viele im Lebensmittelbereich.

Von den 3 511 Bewerbern blieben 36 „unversorgt“, das heißt, sie hatten bis Ende September keine Ausbildungsstelle angetreten, und es konnte auch noch kein passendes Alternativangebot unterbreitet werden. Insgesamt haben 2 327 Jugendliche, die bei der Berufsberatung geführt wurden, eine Ausbildung begonnen.

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