Waakirchen

Hoppe einigt sich mit Küppers

Gestern Vormittag seien die letzten Gespräche mit den Anwohnern geführt worden, teilte Waakirchens Amtsleiter Christoph Marcher gestern dem Gemeinderat mit. Der geplanten Brauerei von Jungunternehmer Markus Hoppe steht damit vorerst nichts mehr im Wege. Doch noch sind die ausgehandelten Kompromisse nicht spruchreif.

Markus Hoppe hatte alles genau geplant – dann kam der Einwand von Rainer Küppers – und die Pläne mussten überarbeitet werden.

Jetzt liegt es am Bauausschuss, die überarbeiten Pläne der Hoppe-Brauerei zu genehmigen. Wie Waakirchens Amtsleiter Christoph Marcher gestern im Gemeinderat mitteilte, seien die vorgebrachten Einwände der Anwohner nun in den Bauplänen berücksichtigt und diese entsprechend überarbeitet worden.

Heute Vormittag fanden die letzten Gespräche mit den Anwohnern statt. Es schaut gut aus.

Was er genau darunter versteht, und ob Rainer Küppers nun seine gewünschten 300 Quadratmeter Stück Land bekommen hat, wollte er auf telefonische Nachfrage nicht mitteilen. Nur soviel war ihm zu entlocken: Dass die Überarbeitungsphase abgeschlossen und aus Sicht des Gemeinderates in Ordnung sei.

Wie berichtet, plant Jungunternehmer Markus Hoppe direkt am Ortseingang von Waakirchen eine Brauerei. Noch läuft das Genehmigungsverfahren, noch braut der junge Unternehmer seine Craft-Beere in einer gepachteten Anlage in Grafing.

Theoretisch hätte Hoppe im September/Oktober mit dem Aushub für seine Brauerei beginnen können, wenn nicht der Waakirchner Rainer Küppers, dessen Grundstück direkt an das von Hoppe gekaufte Grundstück grenzt, Einwände gegen das Vorhaben gehabt hätte (wir berichteten). Nun seien eben diese Einwände in „internen Gesprächen“ ausgeräumt worden, wie Waakirchens Bauamtsleiter Christoph Marcher gestern in der Gemeinderatssitzung erklärte.

In der kommenden Woche könne man die Beschlüsse zur Baugenehmigung herbeiführen, wenn der Gemeinderat damit einverstanden sei, dass jetzt der Bauausschuss mit der Beschlussfassung beauftragt werde. Gemeinderatsmitglied Günther Jeske (FWG) sah das nicht so locker: „Es ist ein absolutes Novum, dass der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans an den Bauausschuss durchgewunken wird.“

Gemeinde beschleunigt Verfahren

Hier gehe es um eine wichtige Entscheidung. Schließlich habe der Gemeinderat den Flächennutzungsplan geändert und „ein Mischgebiet an ein Wohngebiet gesetzt“. Aus diesem Grund müsse die Entscheidung für eine Baugenehmigung auch beim Gesamtgemeinderat bleiben, zumal auch ein mediales Interesse daran bestehe.

„Wieso?“ hakte Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) nach. „Das ist doch eine öffentliche Sitzung. Jeske entgegnete, er könne nicht verstehen, wieso es denn jetzt so pressiere, so kurz vorm Winter. Balthasar Brandhofer (ABV) pflichtete seinem Ratskollegen bei, dass man sich bei „dem Umfang des Projekts“ Zeit lassen sollte.

Der dritte Bürgermeister Rudi Reber sah darin kein Problem: „Wir waren uns doch einig und haben die Vorplanung gesehen. Das Ganze soll sich nicht noch mehr in die Länge ziehen. Drei Wochen können hier entscheidend sein.“ Dem hatte Sepp Hartl nichts mehr hinzuzufügen. „Ich gebe Dir nur ungern Recht, aber hier muss ich es tun“, sagte er augenzwinkernd. Mit drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat daraufhin, den Bauausschuss mit der Abstimmung über den Bebauungsplan zu beauftragen und so das Verfahren abzukürzen. Der Bauausschuss tagt am nächsten Dienstag.

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