Gmund stellt Konsequenzen in Aussicht

Hundebesitzern droht Ärger

Von Robin Schenkewitz

Jetzt geht die Diskussion um den Hundekot schon wieder los, werden sich wohl viele gedacht haben, als sie die Worte des Gmunder Bürgermeisters Georg von Preysing im letzten Gemeindeboten gelesen hatten.

Von Preysing setzt sich laut eigener Aussage schon seit Längerem aktiv mit diesem Thema auseinander. Und er stellt jetzt klar: „Wenn sich die Situation nicht entscheidend verbessert, werden wir wohl gezwungen sein, auch drastischere Maßnahmen zu ergreifen.“

Nicht überall sind Hunde erwünscht.

Kottüten-Automaten sind Standard

Dass Hundekot ein echtes Problem ist, lässt sich tagtäglich auf unseren Wanderwegen beobachten. Es ist mittlerweile zum Standard geworden, dass am Zugang eines jeden Dammwegs ein Kottüten-Automat steht. Allein in Gmund stehen bereits über 40 grüne Behälter, die eine fachgerechte Entsorgung von Hundehaufen gewährleisten sollen. All dies funktioniert jedoch nur, wenn die Hundebesitzer das Angebot auch wahrnehmen.

Viel zu oft passiert es immer noch, dass die Haufen einfach liegen gelassen oder die Tüten im nächstgelegenen Busch entsorgt werden anstatt in den dafür vorgesehenen Behältern.

Schäden für die Landwirtschaft

Was für die meisten Einheimischen ein rein ästhetisches Ärgernis zu sein scheint, wird für Landwirte zum echten Problem. Gelangt der Kot auf die Wiesen, die später gemäht und an die Rinder verfüttert werden sollen, verunreinigt ein einziger Haufen eine große Menge Gras. Das führt wiederum dazu, dass die Tiere Grünfutter meiden und es somit unbrauchbar wird.

Darüber hinaus sind in den ungeliebten Hinterlassenschaften Keime enthalten, die die Gesundheit der Nutztiere beeinträchtigen können.

Ein Problem – viele Lösungen

Dass eine Lösung gefunden werden muss, scheint unstrittig. Nur wie diese aussehen soll, daran scheiden sich bis heute die Geister. Die einfachste Maßnahme wäre, an die Vernunft der Menschen zu appellieren und damit das Problem einvernehmlich zu lösen.

Am eigens eingerichteten Hundestrand in Rottach-Egern.

So ruft beispielsweise der Tierschutzverein Tegernseer Tal auf seiner Internetseite dazu auf, den eigenen Hund nicht auf beweidete Flächen laufen zu lassen und die angebotenen Hundetoiletten zu nutzen. Doch leider verhallen dieser und andere Aufrufe nahezu ungehört, was eine kommunale Regelung nun immer wahrscheinlicher werden lässt.

Ob von Preysing mit seiner Aussage jedoch lediglich den Frust über die gegenwärtige Situation loswerden wollte, oder ob bereits über konkrete Maßnahmen nachgedacht wird, war auf Anfrage leider nicht zu klären.

So gut wie sicher ist dabei allerdings eines: sollte tatsächlich eine Verordnung erlassen werden, scheint eine talweite Regelung in weiter Ferne. Wie schon bei der Anleinpflicht dürfte auch in der Causa „Hundekot“ in jeder Gemeinde etwas anderes gelten.

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