So reagiert die Gemeinde

Illegales Feuerwerk in Seeglas?

Es war ein ganz normaler Dienstagabend – kein Seefest oder sonstige Großveranstaltungen. Doch plötzlich war der Himmel über Seeglas in Gmund hell erleuchtet. Der Knall des privaten Feuerwerks war weithin hörbar. Nun reagiert die Gemeinde.

Die Initiative “Feiern statt Feuern” kämpft gegen private Feuerwerke im Tal – doch noch immer halten sich manche nicht an die Regeln / Archivbild

„Gestern Nacht bin ich gegen 1 Uhr aufgewacht, weil ich lautes Donnerschläge gehört hab“, berichtet ein Gmunder TS-Leser. Als er aus dem Fenster sah, blickte er auf einen erleuchteten Himmel über Seeglas. Irgendjemand hatte ein Feuerwerk gezündet. „Das war schon ziemlich laut – ich schätze mal, es handelte sich um mindestens 12 bis 14 Raketen.“

Auf Nachfrage bei der Gemeinde, erklärt Geschäftsleiter Florian Ruml: „Wir wussten nichts von einem Feuerwerk.“ Grundsätzlich müsse so etwas immer bei der Gemeinde angemeldet werden. „Wir hätten dafür keine Genehmigung ausgesprochen“, so Ruml deutlich. Lediglich an Silvester oder bei großen Events wie den Seefesten sei ein Feuerwerk im Tegernseer Tal erlaubt.

Gemeinde erteilte keine Genehmigung

„Feuerwerke müssen je nach Größenordnung immer entweder von der Gemeinde oder dem Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern genehmigt werden – sonst würde das Überhand nehmen.“ In diesem Fall habe jedoch weder jemand etwas gemeldet noch eine Erlaubnis erhalten. Doch wie reagiert die Gemeinde in solch einem Fall?

Wir werden der Sache ganz sicher nachgehen. Wir finden raus, wer für das Feuerwerk verantwortlich war, und warum das Ganze stattgefunden hat.

Die Konsequenzen könne Ruml zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht abschätzen. „Es kann grundsätzlich natürlich eine Anzeige erstattet und Bußgeld verhängt werden. Doch wir setzen das nicht vorher fest, sondern wollen das zunächst mit den Verantwortlichen in einem Gespräch regeln.“ Dennoch stellt Ruml klar, dass so etwas auch in Gmund nicht geduldet werde.

Gemeinden ziehen Konsequenzen

Die Diskussion rund um Feuerwerke im Tal beschäftigt die Kommunen immer wieder. Kreuth als künftiges Bergsteigerdorf will es mit einem Aufruf an die Bürger vormachen, beispielsweise auf die Silvester-Knallerei zu verzichten. Rottach-Egern hat bereits das Feuerwerk beim Winterseefest abgeschafft. Und auch die Stadt Tegernsee will künftig auf leises Feuerwerk beim Seefest setzen.

Allen voran im Kampf gegen die Böllerei ist jedoch die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT). Vor rund drei Jahren wurde die Initiative „Stoppt Feuerwerke“ ins Leben gerufen, um auf die Auswirkungen auf Natur und Tiere aufmerksam zu machen und ein Umdenken im Tal voranzutreiben.

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