Miesbach, Bad Tölz und Schwaz:
Im Stundentakt zum Achensee

Schonmal mit dem Bus von Tegernsee an den Achensee gefahren? Gemeinsam mit einem weiteren Landkreis und einem Tiroler Bezirk will Miesbach die Verbindung upgraden.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – Landrat Olaf von Löwis in der Diskussion mit Michael Brandl. / Quelle: LRA Miesbach

Andere Länder haben auch schöne Seen. Zum Beispiel der Achensee bei Jenbach in Tirol. Aktuell ist die Reise nach Jenbach mit dem Bus jedoch nur zweimal pro Tag möglich – einmal vormittags und einmal nachmittags. Das Miesbacher Landratsamt will daran nun etwas ändern. Gemeinsam mit dem Tiroler Bezirk Schwaz sowie dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde bereits im November 2021 die Euregio SMB gegründet. Ihr Ziel: die Regionen verbinden, Verkehr zu reduzieren und die Attraktivität der Orte zu steigern. Das Landratsamt macht Werbung:

Mit dem Bus von Tegernsee nach Jenbach – und das im Stundentakt? Das wär‘ doch was …

Von heute auf morgen wird das natürlich nichts. Die Miesbacher Behörde rechnet aktuell damit, dass die erweiterte Busverbindung 2025 an den Start gehen kann. Vorausgesetzt, die hiesigen Gremien und die Tiroler Gemeinden stimmen dem Projekt zu. Antonia Rüede-Passul von der Stabsstelle Mobilitätsentwicklung in Miesbach argumentiert: “Wir haben in beiden Regionen, also Tegernsee wie Achensee, ein intensives Verkehrsaufkommen durch den Tourismus.” Landrat Löwis erklärt dazu:

Die Herausforderungen sind auf beiden Seiten der Grenze ähnlich. Wir wollen unser Potenzial nutzen, um gemeinsam schlagkräftiger zu werden.

Auch Bezirkshauptmann Michael Brandl aus Schwaz macht sich für das Projekt stark: “Die Euregio SBM arbeitet laufend daran, gemeinsame Projekte im Sinne der Bevölkerung aller drei Landesteile umzusetzen.” Mit den zusätzlichen Verbindungen könne, so die Politiker, der Durchgangsverkehr durch das Teernseer Tal und den Achenpass verringert werden. Brandl betont: “Fakt ist, dass Herausforderungen, die der Verkehr mit sich bringt, nur gemeinsam und über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus gelöst werden können.”

Die Finanzierung des Projektes wollen die Landkreise und der Bezirk selbst stemmen und über Euregio gemeinsam planen. Im Juni wird schließlich in den Kreisgremien und Tiroler Gemeinden abgestimmt. Sind alle Parteien überzeugt, kann das Vergabeverfahren in einem Jahr starten. In zwei Jahren könnte die Verbindung daraufhin starten.

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