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Noch kein Bauantrag für ehemaliges Krankenhaus-Areal

Immobilien günstiger für junge Tegernseer

Von Nicole Kleim

Nach den Tegernsee Villen steht für die Firma Planquadrat das zweite Großprojekt im Tal an. 21 der geplanten Luxus-Wohnungen auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal in Tegernsee sollen günstiger an einheimische Familien verkauft werden – doch noch fehlt der Bauantrag.

Noch ist das geplante Hotel auf dem ehemaligen Krankenhaus-Areal in “Bohnenform” ein Modell – sobald jedoch der Bauantrag bei der Gemeinde vorliegt und genehmigt wird, ist man der Realisierung des Wohnprojekts einen Schritt näher.

Der Eigentümer-Wechsel des seit 18 Jahren leerstehenden Tegernseer Krankenhaus-Areals kam im vergangenen Jahr überraschend. Ursprünglich hatte die Bremer Residenzgruppe das 7.600 Quadratmeter große Grundstück zwischen Hochfeld- und Bahnhofstraße gekauft, um darauf Hotels und Wohnungen zu bauen. Doch der erwartete Bauantrag blieb aus.

Daraufhin stimmte die Stadt Tegernsee im Oktober vergangenen Jahres für einen Wechsel des Bauträgers. Fortan übernahm die Gilchinger Firma Planquadrat das Wohnbauprojekt des Voreigentümers. Bürgermeister Johannes Hagn hoffte von Anfang an auf einen Baubeginn 2017. Doch erst muss der Bauantrag bei der Stadt eingereicht werden. Hagn:

Das dürfte noch im Frühjahr geschehen. Wenn der Stadtrat dann sein Einvernehmen erteilt hat, geht der Bauantrag ans Landratsamt. Wie lange es dort dauert, bis die Genehmigung erteilt wird, kann ich nicht beurteilen.

Anhand der Größe des Projekts gehe er bei diesem Prozess jedoch eher von Monaten als von Wochen aus, sagt Hagn. Auf Nachfrage bei der Baufirma, wann denn der Bauantrag eingereicht werde, gibt Planquadrat-Geschäftsführer Thomas Hofer den 21. März an. Eine frühere Beantragung hätte der städtebauliche Vertrag nicht vorgesehen.

Drei Mehrfamilienhäuser mit 92 Eigentumswohnungen und ein bohnenförmiges 4-Sterne-Hotel mit rund 130 Zimmern sind laut Bebauungsplan auf dem Areal vorgesehen. Außerdem eine Tiefgarage mit 260 Stellplätzen.

„Tegernseer Modell“ fördert einheimische Familien

21 der 92 Wohnungen werden im Rahmen des Tegernseer Modells preisgünstiger verkauft, um vor allem junge Leute mit Kindern in Tegernsee zu halten und ihnen die Chance auf eine Immobilie zu geben. Die Eigentumswohnungen sind 50 bis 129 Quadratmeter groß und kosten 3.590 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der aktuelle durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Wohnung in der angegebenen Größenordnung liegt bei knapp 7.122 Euro.

Die Vermarktung übernimmt die Stadt Tegernsee zusammen mit Planquadrat. Für den Fall, dass sich nicht genügend Familien finden, sollen die Wohnungen vorzugsweise an Familien aus der Region für 12 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Wer sich’s leisten kann

„Aufgrund des günstigen Verkaufspreises sei allerdings nicht zu erwarten, dass die Wohnungen im Tegernseer Modell nicht verkauft werden können“, so Hofer. Auf die Frage, ob Familien sich die „Luxuswohnungen“ wohl leisten können, ist seine Antwort: „Durchaus.“

Noch sei keine der Wohnungen verkauft worden, weil man „noch gar nicht am Markt“ damit sei. Dennoch gäbe es schon viele Vormerkungen. Die Vermarktung der nicht zum Tegernseer Modell gehörigen restlichen 71 Wohnungen übernimmt Planquadrat zusammen mit der Immobilienagentur Than. Genau das gleiche Team, das auch bei den Tegernsee Villen zusammenarbeitet.

Baubeginn voraussichtlich 2018

Wer als Betreiber für das Hotel in Frage kommt, steht laut Planquadrat-Geschäftsführer Thomas Hofer noch nicht fest. Man sei aber in Gesprächen. Wenn alles glatt läuft, könnte Anfang 2018 mit dem Bau begonnen werden. Bezugsfähig seien die Wohnungen dann voraussichtlich erst zwei Jahre später.


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