Gemeinde untersagt fliegenden Verkauf vor der Rush-Bar
Keine Christbäume in Rottachs Zentrum

von Robin Schenkewitz

Christbäume in der Vorweihnachtszeit? Eigentlich eine ganz gute Geschäftsidee, dachte sich wohl auch der „Rush-Bar“ Inhaber Thomas Schulz. Darum wollte er für den ganzen Dezember auf seiner Terrasse gerne einen Tannenverkauf aufmachen.

Die Gemeinde untersagte dem Gastronomen dies nun jedoch relativ kurzfristig. Und Schulz findet das gar nicht lustig.

Auf dieser Terrasse an der Einmündung zur Seestraße hätte der Christbaumverkauf stattfinden sollen.

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Wer kennt sie nicht, die Christbaumverkäufer, die zur Weihnachtszeit immer am Straßenrand stehen und dort ihre Ware feilbieten. Diese Tradition macht natürlich auch vor dem Tegernseer Tal nicht halt.

So gibt es beispielsweise schon seit Jahren den fliegenden Baumverkäufer auf dem Parkplatz der ehemaligen Tennishalle in Kreuth Weissach. Ganz nah an der Grenze zu Rottach-Egern. Aber eben nur nah dran, denn in Rottach möchte man solche “fliegenden Verkäufer” nicht haben. Nicht beim Christbaumverkauf und auch sonst nicht.

In Rottach bitte nicht

Dies musste jetzt auch Thomas Schulz feststellen, als er bei sich auf der Terrasse vor der sogenannten „Rush“ Bar einen Christbaumverkauf veranstalten wollte. „Auf der Terrasse hätten nie mehr als 50 Bäume auf einmal gestanden. Das hätte wohl niemanden gestört“, so Schulz.

Dabei hatte er die Rechnung jedoch ohne die Gemeinde gemacht. Diese versagte dem Geschäftsmann nämlich kurzfristig noch die Genehmigung, wie Rottachs Rathaus-Chef Franz Hafner auf der letzten Gemeinderatssitzung erläuterte:

Bei der Einmündung zur Seestraße ist ein erhebliches Verkehrs- und Fußgängeraufkommen. Wenn dort jemand abrupt auf die Bremse steigt, weil ihm gerade einfällt, dass er einen Christbaum kaufen will, dann Gnade uns Gott was da passieren könnte. Das ist der denkbar ungünstigste Ort für einen solchen Verkauf

Neben dem ganz konkreten Verkehrsrisiko habe die Gemeinde schon früher Genehmigungen für solch fliegende Verkäufe verwehrt, wie beispielsweise vor ein paar Jahren einem Töpfermarkt auf dem Zentralparkplatz. „Ich hab ja gar nichts gegen einen Christbaumverkauf irgendwo“, erklärt Hafner. Grundsätzlich wolle man das in Rottach-Egern aber eher nicht haben.

Schulz ist ein wenig verärgert

Thomas Schulz, der schon früher einmal an anderer Stelle einen ähnlichen Christbaumverkauf veranstaltet hat, ist indes ein wenig verärgert:

Es bewahrheitet sich also wieder einmal: Der, der einen Antrag stellt ist der Blöde. Wenn ich es einfach durchgezogen hätte ohne zu fragen, hätten sie später vermutlich einfach gesagt ich soll so etwas nicht nochmal machen und alles wär gut gewesen.

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